10 Punkte aus 4 Spielen – langsam wird es unheimlich

Marc Schmitz aus Mönchengladbach hat für die Leser von „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ seine aktuelle Gefühlslage nach dem Spiel gegen Schalke 04 und daraus einen Gastbeitrag erstellt. Für den Inhalt ist ausschließlich Marc verantwortlich …

Wer will uns in dieser Verfassung eigentlich schlagen? Diese Frage mag sich der Eine oder Andere spätestens seit diesem neuerlichen Fußball-Fest am letzten Samstag sicherlich mehrfach gestellt haben. Ja, ich gebe es zu: ICH AUCH. Es ist ja auch wirklich auffällig, dass wir gegen unsere direkten Mitkonkurrenten um die Meisterschaft bislang lediglich ein einziges Spiel verloren haben – das in der Hinrunde gegen Schalke.

Ansonsten ist unsere Bilanz gegen die Topteams der Liga so atemberaubend, wie es der Fußball an sich ist, den Reus, Arango, Hanke und Co. in diesen Spielen zelebrieren. Nach vorne spielen wir mit einem Tempo und einer Präzision, dass man sich ein ums andere Mal verwundert die Augen reibt, während wir in der Defensive kaum etwas zulassen. Selbst dann nicht, wenn wir, so wie gegen Schalke eine ganze Halbzeit über, mindestens 2 Gänge zurückschalten.

Die wirklich schweren Spiele kommen jetzt

Nun hat es wohl der auch der Letzte gemerkt, dass Borussia in dieser Saison ein ernstzunehmender Konkurrent um die Meisterschaft ist. Man gespannt sein, wie die Mannschaft mit dieser neuen Situation umgeht, denn es wird der Tag kommen, an dem es nichts mehr kleinzureden gibt. Bereits in den nächsten Spielen sind wir ohne Wenn und Aber Favorit – ob wir wollen oder nicht. Ehrlich gesagt habe ich vor den Spielen gegen Lautern und Nürnberg schon fast mehr Respekt, als vor Bayern oder Schalke. Ich hoffe, zu unrecht.

Hoffen, träumen und daran glauben ausdrücklich erwünscht – erwarten verboten

Keine Frage: Der bisherige Saisonverlauf weckt Sehnsüchte und Begehrlichkeiten. Auch ich ertappe mich immer öfter dabei, zu sagen: „Wir werden Meister!“ Und spätestens seit dem Sieg gegen die Bayern hört sich das auch irgendwie nicht mehr „fremd und komisch“ an. Ja, ich träume davon, und ja, ich glaube auch daran, dass es möglich ist. Ich denke, dass es in den nächsten Wochen seitens der Fangemeinde darum gehen wird, den Jungs zu zeigen, dass wir an sie und den Titelgewinn glauben, jedoch ohne diesen zu erwarten.

Diesen Spagat gilt es zu schaffen. Dieses Gefühl, Meister werden zu können und dürfen, aber eben NICHT müssen gilt es bis zum Schluss zu behalten. Die daraus resultierende Lockerheit ist das, was unsere Mannschaft bislang auszeichnet, und dies wird dann am Ende unser großes Plus gegenüber der Konkurrenz sein. Die müssen im Vergleich zu uns ganz oben mitspielen, von daher wäre es der größte Fehler überhaupt, irgendeine Art von Druck aufkommen zulassen, und die Mannschaft so Ihrer Unbekümmertheit zu berauben.

Also lasst uns weiter träumen, hoffen und daran glauben. Ich jedenfalls bin einfach nur froh, glücklich und vor allem dankbar, dass ich das gerade mit Borussia erleben darf. Und selbst wenn da am Ende kein Titel bei rausspringt, wird es dennoch eine absolut unvergessliche Saison gewesen sein.Aber was rede ich da überhaupt?

WIR HOLEN DAS DING – und gut ist.

Danke Jungs, weiter so …

PS: Kennst du schon unseren kostenlosen Newsletter? »Hier« kannst du unseren kostenlosen Newsletter abonnieren.

veröffentlicht von Björn Brodermanns am 14. Februar
Diesen Artikel empfehlen:
 
Kommentieren via Facebook neu