15 Millionen für de Jong – die „Tuckers“ stellen auf stur

Die Akte Luuk de Jong im Zusammenhang mit Borussia Mönchengladbach ist lang. Sehr lang. Seit Monaten ist das unbedingte Interesse der Herren Eberl und Favre an dem Offensivspieler bekannt. Nun, da sich der Spieler wohl zumindest intern klar zu einem Wechsel an den Niederrhein bekannt hat, geht Sportdiektor Max Eberl in die Vollen und macht Ernst. Dennoch wackelt der geplante Transfer…

Er und Geschäftsführer Stephan Schippers düsten gestern in die Niederlande um mit den Vereinsverantwortlichen Twentes über einen Transfer zu verhandeln. Herausgekommen ist dabei nichts. Lediglich die Sturheit der „Tukkers“ wurde noch einmal untermauert.

15 Millionen Euro Ablöse – von dieser Forderung rücken die Niederländer nach wie vor nicht ab und verweisen auf einen gültigen Vertrag des Spielers bis zum 30. Juni 2014. Die Borussia soll Informationen zufolge maximal bereit sein 11 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Vom Schnüren eines Pakets, in das man den Linksverteidiger Oscar Wendt mit involvieren würde, scheint aktuell nahezu ausgeschlossen.

Verhandlungen auf Eis

So soll Max Eberl nun die Gespräche gestoppt und dem Spieler samt seinem Berater eingeimpft haben, Druck gegenüber Twente zu auszuüben. Ob diese Taktik etwas bringt, bleibt abzuwarten. Man stelle sich vor ein gewisser Marco Reus hätte ebenfalls keine Ausstiegsklausel im Vertrag gehabt – die Verantwortlichen des VFL hätten sich ähnlich verhalten wie die „Tukkers“. Dennoch ist eine Forderung von 15 Millionen ein Wahnsinn. Immerhin dürfte dies das doppelte des eigentlichen Marktwertes sein.

So bleibt die Sturheit des Sportdirektors, neben dem unbedingten Willen de Jongs für die Borussia zu spielen, die einzige Möglichkeit in diesem Poker. 15 Millionen für de Jong – Max Eberl kann und wird diesen Betrag nicht gen Holland überweisen. Das sportliche sowie finanzielle Risiko wäre viel zu groß. Alternativen hat Eberl mit Sicherheit einige. So soll laut Kicker Luc Castaignoss von Inter Mailand eine denkbare Möglichkeit sein.

Es ist also das übliche Geplänkel und Säbelrasseln vor einem großen Transfer. Die kommenden Tage werden Aufschluss darüber geben, ob Twente einlenkt und das Angebot der Fohlen annimmt. Einen unzufriedenen Kicker will man mit Sicherheit nicht durch die kommende Saison schleppen.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 05. Juli
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