Alexander Ring und Oscar Wendt – Qualität von der Bank

Noch vor einigen Wochen, unmittelbar nach dem Heimspiel gegen den Hamburger SV, ätzte Gladbachs Trainer Lucien Favre noch leicht über seine Alternativlosigkeit auf der Ersatzbank. Mittlerweile drängen sich jedoch zwei dieser „Bankspieler“ mit guten Leistungen vehement von hinten auf: Alexander Ring und Oscar Wendt. Borussias Neuzugänge überzeugen derzeit mit guten Leistungen und scheinen weitaus mehr zu sein als taktische Lückenfüller …http://www.nach-dem-spiel-ist-vor-dem-spiel.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif

Auf der Anzeigetafel der BayArena leuchtete ein 1:1, als der Finne Alexander Ring in der 88. Spielminute weit in der eigenen Hälfte einer der wohl wichtigsten Zweikämpfe Borussias in dieser Saison gewann. Der gleiche Alex Ring, dem Lucien Favre vor dem Spiel noch Lernbedarf vor allem im Defensivverhalten bescheinigte und ihn genau deshalb 83. Minuten auf der Bank „schmoren“ ließ. Der Finne zeigte seinem Coach nicht nur die lange Nase indem er sich defensiv hervorragend durchsetzte, sondern bestätigte auch die vom Schweizer bereits anerkannten Offensivqualitäten.

Ring legte sofort den Hebel um, trieb den Ball nach vorne und leitete ihn schnell auf Marco Reus weiter – zu schnell für Bayers Defensive. Der Rest ist bekannt: Reus am Ball, ein schnelles Kreuzen de Camargos und ein perfekt getimter Pass zum verdienten 2:1. Borussia samt Trainer Favre im Rausch der Emotionen und auf dem Weg in die Champions-League.

Es war also die Qualität von der Bank aus, die dieses Spiel positiv entschied. Ring, der bereits in der vergangenen Woche nach seiner Einwechslung durchaus zu gefallen wusste und Igor de Camargo, der ebenfalls eingewechselt wurde, waren zusammen mit Marco Reus die maßgeblichen Akteure.

Ebenfalls von der Bank, wenn auch von Beginn an, spielte wieder einmal  Oscar Wendt. Der Schwede hat derzeit vorwiegend die schwierige Aufgabe den (noch) verletzten Patrick Herrmann auf der, für den Linksfuß ungeliebten, rechten Mittelfeldseite zu ersetzen. Eine Aufgabe, die der 26-jährige bislang mehr als ordentlich erfüllt hat.

Defensiv und in den Zweikämpfen für einen gelernten Verteidiger weitestgehend resolut, versucht Wendt auch immer wieder Akzente nach vorne zu setzen und Druck auf den Gegner zu erzeugen. Sollte Patrick Herrmann zum DfB-Pokal-Halbfinale gegen die Bayern wieder ins Team zurückkehren, kann man getrost von einer guten Vertretung Oscar Wendts sprechen. Der schwedische Nationalspieler hat gezeigt, das mit ihm zu rechnen ist wenn er gebraucht wird und über Qualitäten verfügt, die der Mannschaft weiterhelfen können.

Borussias Bank lebt also und strotzt nur so vor weiteren talentierten „Fohlen“. Der hochtalentierte Amin Younes könnte der nächste sein der für positive Überraschungen sorgt.

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 19. März
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