Amin Younes – ein Hochbegabter auf dem Sprung

Der 01. April 2012 dürfte für Amin Younes ein ganz aufregender Tag gewesen sein. Der erst 18-Jährige wurde beim Gastspiel in Hannover in der 84. Spielminute ins kalte Wasser der Bundesliga geschmissen. Ein großer Moment also für den kleinen Dribbler, der rein äußerlich wie ein gerade pubertierender Teenager daherkommt. Doch tief in seinem fußballerischen Inneren schlummert etwas. Etwas ganz Großes. Dessen ist sich wohl auch Trainer Lucien Favre bewusst…

Debüt mit 18 Jahren

„Amin hat sich das Debüt in den letzten Wochen hart erarbeitet hat. Er hat unglaubliche Fähigkeiten im Dribbling, ist sehr beweglich und kann immer etwas machen. Es wird immer besser mit ihm“, sagte Lucien Favre nach dem Spiel für ihn ungewöhnlich euphorisch. Bundesliga-Debütant mit 18 – in einem derart zarten Alter bereits in der höchsten deutschen Spielklasse debütieren zu dürfen, ist ein Geschenk und eine große Wertschätzung zugleich.

„Insidern“ war Younes bereits seit Jahren ein Begriff. Früh wurden Vergleiche mit Marko Marin laut. Klein, wendig, dribbelstark und mit einer brillanten Technik ausgestattet. Wer genauer hinschaut, sieht jedoch, das der junge Deutsch-Libanese dem Mann vom FC Chelsea bereits jetzt einiges Voraus hat. Younes besitzt einen exzellenten Blick für den Mitspieler und setzt diesen auch ein.

Wie ist also dieser Amin Younes einzuschätzen? Der Hochbegabte ist gewiss einer dieser dribbelstarken Edeltechniker, der mit einer Aktion ein ganzes Spiel entscheiden kann. Was er mit dem Ball beidfüßig zu bieten hat, lässt mehr als erahnen, welch großes Talent hinter dem erst 18-jährigen steckt. Ein Talent, das in der kommenden Spielzeit für Furore sorgen könnte.

Talentförderer Favre

Mit Lucien Favre hat der U19-Nationalspieler jedenfalls einen großen Förderer gefunden, der sich nicht scheut, einem 18-jährigen das Vertrauen auszusprechen. Der Romand ist ein Coach, der Qualität nicht vom Alter abhängig macht. Bestes Beispiel dürfte da die Marc-André ter Stegen sein, der während des tobenden Abstiegskampfes in der Saison 2010/2011 vom Schweizer zur neuen Nummer 1 ernannt wurde.

Im ersten Testspiel der Vorbereitung gegen Velbert durfte Younes nun 45 Minuten lang hinter den Spitzen wirbeln. Seine Sache machte er dabei mehr als ordentlich. Neben Neuzugang Granit Xhaka war der 18-Jährige der Dreh- und Angelpunkt in der Offensive des VfL. Ein richtig starker und inspirirender Auftritt, der Lust auf mehr gemacht hat.

Kein neuer Reus, aber eine große Überraschung?

Marco Reus wird in der kommenden Saison nicht 1:1 zu ersetzen sein – aber in die Rasterfahndung seiner für die „Fohlen“ verlorengegangenen Stärken, passt Younes unbestrittenrein. Die von Favre geforderte Schnelligkeit, Technik und Beweglichkeit vereint der Offensivspieler wie kaum ein Zweiter in sich. Wunderdinge darf man vom 18-Jährigen Talent gewiss nicht erwarten. Für einige große Überraschungen könnte der nur 1.68 Meter „kleine“ Edeltechniker jedoch sorgen.

Talent, Technik und die Leichtigkeit des Seins gepaart mit „Fohlenflüsterer“ Lucien Favre. Eine vielversprechende Kombination. Gut möglich also, das in Mönchengladbach die nächste „Rakete“ zündet und Amin Younes eine der Entdeckungen der kommenden Spielzeit wird.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 12. Juli
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