Bei Borussia Mönchengladbach glaubt man an das Wunder von Kiew

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – dementsprechend gilt in Gladbach nach der Partie gegen Hoffenheim nun Dynamo Kiew alle Aufmerksamkeit. Trotz der 1:3-Niederlage im Hinspiel der Champions-League-Playoffs hat man am Borussia-Park die Hoffnung auf die Königsklasse noch nicht gänzlich aufgegeben. Auch wenn nur eine kleine Chance besteht, will man den ukrainischen Rekordmeister überraschen…

Die Worte von Neuzugang Granit Xhaka klingen markig: „Wenn Kiew drei Tore bei uns schießen kann, warum können wir das in Kiew nicht?“ Der Schweizer glaubt fest an ein Weiterkommen seiner Borussia in der Ukraine. Und damit ist er nicht alleine. Der allgemeine Glaube an ein Weiterkommen ist da. „Wir haben nichts zu verlieren“, ist die Message all jener Spieler, die es am kommenden Mittwoch richten sollen.

Eberl: „Weiterkommen wäre ein Fußballwunder“

Sportdirektor Max Eberl, der die Ausgangslage höchst realistisch betrachtet, weist auf bereits geschehene Wunder im Fußball hin: „Keine Frage, das wäre schon in die Kategorie „Fußballwunder“ einzuordnen. Aber die gibt es ja immer wieder, deshalb werden wir versuchen, den Traum noch wahr zu machen. Ich finde es gut, dass die Spieler mutig an die Sache rangehen.“

Ganz klar – verloren ist (noch) nichts. In 90. Minuten kann viel passieren. Drei Tore muss die Borussia in der ukrainischen Hauptstadt vor rund 70.000 Zuschauern erzielen, während in der Defensive, in der sich Alvaro Dominguez wieder einsatzbereit gemeldet hat, zwingend die Null gehalten werden muss. „Es gibt noch viel, viel, viel zu tun“, gab Favre unlängst zu Protokoll und spricht die Missstände auch öffentlich klar an. Die Borussia habe „zu wenig Geschwindigkeit und die falsche Bewegung im Spiel nach vorne.“  So ist die Mannschaft zu ausrechenbar und relativ leicht zu verteidigen.

Hrgota eine Alternative?

Einer, der die Geschwindigkeit neu entfachen könnte, ist der erst 19-jährige Neuzugang Branimir Hrgota. Gleich nach seiner Einwechslung deutete er seine Fähigkeiten mehr als nur an. Dies blieb natürlich auch Lucien Favre nicht verborgen. „Als Trainer siehst du nach einer Minute, was er für ein Potenzial hat“, frohlockte der Schweizer. „Er hat es gut gemacht.“

Der Schwede kommt ein wenig wie der junge Reus rüber – Hrgotas schnelle Bewegungen, seine Unbekümmertheit und dessen Zug zum Tor erinnern stark an die Anfangszeit des heutigen Stars von Borussia Dortmund. Ob sich der schwedische Offensivmann in Kiew zur Schnelligkeits-Hoffnung aufschwingen darf, bleibt indes abzuwarten. Sein Coach bremste die Erwartungen an seinen Schützling: „Hrgota kommt aus der zweiten schwedischen Liga. Er hat noch enorm viel zu tun.“

Hat Favre einen Masterplan?

Favre, der ohnehin nicht für seine große Änderungsfreudigkeit bekannt ist, wird wohl auf die gegen Hoffenheim siegreiche Elf zurückgreifen und somit auch dem noch nicht so richtig angekommenen Luuk de Jong das Vertrauen schenken. Wer auch immer in Kiew auf dem grünen Rasen stehen wird –bereits im Vorfeld aufgegeben hat noch kein Borusse. Auch Trainer Lucien Favre nicht. „Es ist alles möglich im Leben, aber es wird schwer“, sagte er und wirkte als hätte er mal wieder einen neuen Plan im Kopf.

So könnte die Borussia spielen:

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 27. August
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