Big-Point-Spiel um die Champions-League-Qualifikation

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ goes Print. Um auch allen Lesern, die nicht aus der Region stammen, sämtliche Artikel aus der „HS-Woche“ zugänglich zu machen, gibt es den aktuellen Zeitungsbericht der HS-Woche auch hier zu lesen. In gedruckter Form erscheint dieser Artikel am Mittwoch, den 24.03.12 in der Printausgabe und auf HS-Woche.de …

Borussia Mönchengladbach ist ein wenig ins Straucheln geraten in den vergangenen Wochen. Zumindest kommt man derzeit weder punktetechnisch noch tabellarisch vom Fleck. Seit nunmehr 3 Spielen ist die Mannschaft von Trainer Lucien Favre sieglos. Von einer Krise zu reden wäre dabei aber vermessen, denn die Gladbacher stellen aktuell immer noch das zweitbeste Team der Rückrunde und haben noch immer beste Möglichkeiten in den verbleibenden 9 Partien Großes zu erreichen.

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gastiert der VfL beim direkten Konkurrenten aus Leverkusen. Ein Sieg gegen die Werkself und den Gladbachern wäre zumindest die Qualifikation für die Champions-League-Quali (Platz 4) wohl nur noch theoretisch zu nehmen. 11 Punkte Vorsprung auf den aktuell Tabellenfünften ständen dann zu Buche – bei lediglich noch 8 zu spielenden Partien.

Leider, zumindest auch Gladbacher Sicht, wird Fußball jedoch nur allzu selten im Konjunktiv entschieden. Die zuletzt etwas schwächelnde Borussia muss unbedingt zurück zur alten Leichtigkeit, muss zurück in die Spur finden. Mit der richtigen Balance und dem perfekten Rhythmus, den die Mannschaft in dieser Spielzeit bislang so auszeichnet, können die Fohlen in Leverkusen punkten und kämen so dem Maximalziel Champions-League ein großes Stück näher.

Favre dämpft Erwartungen

“Das Publikum ist super, aber es muss aufhören zu träumen. Viele wollen zu viel, wir müssen am Boden bleiben” – ungewohnt markige Worte des Schweizer Trainers nach dem torlosen Remis gegen den SC Freiburg. Lucien Favre kennt seine Mannschaft genau und kann die derzeitige Situation dementsprechend genau einschätzen. Ist der Traum vom Erreichen der Champions-League-Plätze möglichweise zu hoch gegriffen? Fakt ist: Die Gladbacher Borussia spielt seit beinahe exakt einem Jahr konstant gut. Genauer gesagt konstant am Maximum und teilweise darüber hinaus.

Selbst „echte“ Spitzenmannschaften fallen mindestens einmal pro Saison zumindest in ein kleines Zwischentief. Eine solche Phase hat sich Favres Team bislang nicht wirklich „gegönnt“. So ist es kaum verwunderlich, dass sich nach dem vor allem mental anstrengendem Jahr Unkonzentriertheiten einschleichen. Abstiegshölle, Relegation, der Aufstieg zur Überraschungsmannschaft und nun die Champions-League vor Augen: Lucien Favre hat bereits die gesamte Saison vor einer mental derart schwierigen Phase gewarnt.

Erst Bayer, dann die Bayern – eine perfekte Konstellation

Mit Bayer Leverkusen am Samstag und dem DfB-Pokal-Halbfinale am kommenden Mittwoch dürften die Köpfe der Spieler indes wieder „freigepustet“ werden. Motivieren musst du da als Trainer niemanden. Zudem werden beide Gegner, anders als Nürnberg und Freiburg in den vergangenen Wochen, mitspielen und eigene Akzente setzen. Ein Spiel, das der „schwächelnden“ Borussia entgegen kommt. Aus einer soliden Defensive schnelle sowie perfekte Konter setzen – Gladbachs große Stärke in der Saison. Gut möglich das Gladbach in dieser Woche den Big-Point mitnimmt, ins Pokalfinale in Berlin einzieht und so alle Kritiker verstummen lässt.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 13. März
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