Block B – der Film

Wenn der afghanische Physiker Arash eben noch zum Frisör geht, um seine meterlange Mähne waschen zu lassen, wenn Christian das Logo an irgendeine Berliner Wand sprüht, wenn Lars fluchtartig seinen 5-Sterne-Arbeitsplatz in Mitte verlässt, Ingo sich von seiner Frau ein Trikot bügeln lässt oder der molekularwissenschaftliche Neurobiologe Sascha zur Feier des Tages einer Labor-Maus in der Charité die Freiheit schenkt, dann ist Spieltag bei „Block B“, dem Berliner Verein zur Unterstützung von Borussia Mönchengladbach. Keiner spielt eine Rolle. Alle Protagonisten sind echt.

Steffen wartet derweil mit der chinesischen Kellnerin Qing in der verqualmten Bar in Berlin-Mitte auf seine Leute und singt zunächst einsam aus voller Brust. Nach und nach werden immer mehr Protagonisten vorgestellt… und alle singen einen uralten Song von Cole Porter. Verschiedene soziale Schichten, unterschiedliche Jobs und Herkunftsorte. Migrationshintergrund, Ossi, Wessi – alle vereint in ihrer Liebe für Borussia Mönchengladbach. Sie nennen sich „Block B“ und sie leben in der Hauptstadt -600 km von ihrem Lieblingsverein entfernt.

Kurz nach drei in Berlin. Berliner und zugereiste Fans von Gladbach aber auch Fans anderer Vereine marschieren singend und zu Hunderten durch Prenzlauer-Berg in Richtung ihrer Fußballkneipe, in der Steffen im Frack mit offener Fliege singend wartet.

Seit Jahren möchte der Berliner Filmproduzent Ingo Müller einen kurzen Streifen herstellen, der Fußballfans weltweit aus der Seele spricht. Motto: „Egal, welchen Verein Du unterstützt oder woher Du kommst. Am Spieltag sind wir alle gleich!“ Der Film wird eine hochwertig produzierte sowie unterhaltsame Mischung aus Doku und Musical.

Die Dreharbeiten mit einer RED Scarlet sowie einer Highspeedkamera von Olympus begannen im Sommer 2012 und werden bis Drehschluss im Herbst etwa 10 Drehtage umfassen.  Schnitt, Nachsynchronisation, Grading und Erstellung einer kinotauglichen Version sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein.

Ausstrahlungsplattform für den Film ist vor allem YouTube. Aber bereits das renommierte Kino-Festival „11 mm“ würde den Film gerne im Rahmen seines Kurzfilmprogrammes zeigen. Der Verein Borussia Mönchengladbach selbst würde ihn gerne an Heimspieltagen im Stadion zeigen und unterstützt das Projekt ohne finanzielle Beteiligung. Die würde der Produzent in diesem Fall auch ablehnen.

Der Film ist eigenfinanziert. Schnitt und Grading stellt der Produzent kostenlos. Kameramann und Equipment werden über Spenden von „Block B“-Mitgliedern und Freunden sowie durch Crowdfunding getragen.

(Textquelle: Projekt Block B – der Film,  Foto: Screenshot Youtube)

Der Link zu den Jungs und Mädels vom Block B: www.block-b-berlin.com

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 09. Oktober
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