Borussia geht den richtigen Weg

Borussias Team 2011/2012 nimmt gut vier Wochen vor dem Start der Bundesliga immer konkretere Formen an. So langsam zeigt sich ein Gesicht. Ein ziemlich faltenfreies und vor allem junges Gesicht. Nach derzeitigem Stand geht der VFL mit einem Altersdurchschnitt von 23,4 Jahren in die Saison – Lucien Favre und Max Eberl scheinen den „neuen“ Weg Borussias konsequent mit jungen, talentierten Leuten gehen zu wollen…

 

 

Kritikpunkt vieler Fans: Borussia geht praktisch mit einer zweiten U23 in die neue Saison, ohne erfahrene Spieler. Ist diese Kritik berechtigt? Als am Ende der vergangenen Hinrunde noch Gladbachs „Söldner“ und „alte Herren“ unter Beschuss standen, forderte der Großteil der Anhänger noch eine junge und wilde „Fohlenelf“. Die jungen wilden sollten ran, junge Spieler voller Tatendrang und Jungs die, die Raute im Herzen tragen. Jungs mit großem Talent, noch am Anfang ihrer Karriere stehend. So sollte das neue Gesicht der Borussia aussehen – vergleiche mit dem BVB aus Dortmund wurden laut. Nun wird ein Aufschrei laut, da Lucien Favre und Max Eberl genau diesen Weg gehen wollen? Unglaublich aber scheinbar wahr.

 

Seit Lucien Favre Trainer der Gladbacher ist, wandelt sich die Elf vom Niederrhein immer mehr zu genau dieser jungen und hungrigen Truppe. Eine der ersten Amtshandlungen Favres damals: Junge und talentierte Spieler der U23 sowie der U19 durfen mit der Lizenzmannschaft trainieren. Borussias damals noch 18-jähriger Torhüter Nr. 3 Marc-André ter Stegen stieg unter dem Schweizer gar zur unumstrittenen Nr. 1 auf. Mit Erfolg – weitere Fortsetzungen nicht ausgeschlossen…

 

Beim Blick auf die Neuzugänge des VFL wird klar: Borussia setzt ganz klar auf Jugend und Talent. Auf dem ersten Blick könnte man wirklich von einer erweiterten U23 sprechen, könnte gar fehlende Erfahrung monieren und den nächsten Untergang Borussias herbeisehen. Doch weit gefehlt. Egal wie die Startformation am 07. August beim Auswärtsspiel bei den Bayern aussehen wird – Lucien Favre wird der Mannschaft die richtige Mischung verpassen. Erfahrene Spieler gibt es im Borussia-Park zu genüge: Filip Daems (32), Martin Stranzl (31), Dante (27), Hanke (27), Arango (31) und de Camargo (28) um nur die wichtigsten zu nennen. Weitere gestandene Spieler werden ihre Führungsfähigkeiten auch neben dem Platz, aus der zweiten Reihe einbringen. (Marx, Brouwers, Heimeroth)

 

Lucien Favre und Max Eberl machen ihre Sache genau richtig, indem sie lediglich junge, hungrige und talentierte Spieler verpflichten. Geld für „Kracher“ scheint ohnehin nicht da zu sein und für Trainer Favre ist Qualität weder eine Frage des Alters, noch des Preises. Qualität hat nichts mit dem Alter zu tun – die Jungs von Jürgen Klopp in Dortmund lassen grüßen. In vielen Foren liest man nach jeder Neuverpflichtung:“ Schon wieder junges Gemüse“ oder „schon wieder ein Perspektivspieler“. Jürgen Klopp wurdein Dortmund mit Perspektivspielern und ein paar erfahrenen Leuten deutscher Meister. Was ein gewisser Hennes Weisweiler einmal mit Perspektivspielern am damaligen Bökelberg aufbaute, braucht man an dieser Stelle wohl niemandem erklären.

 

Gladbachs junge Wilde – mit ein wenig Glück, Fingerspitzengefühl, einem tollen Zusammenhalt und der Erfahrung einiger Führungsspieler, können sie für eine positive Überraschung in der Bundesliga sorgen. Auf die Jugend zu setzen ist genau der richtige Ansatzpunkt um die Elf vom Niederrhein wieder in höhere Tabellenregionen und zu besserem sowie erfolgreicheren Fußball zu führen.

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 09. Juli
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