Borussia Mönchengladbach und Lucien Favre – eine Liebesgeschichte

Alles begann gestern vor einem Jahr. Dem 14.02.2011. Valentinstag. Der Tag der Liebenden und Verliebten. Damals war nach einer verkorksten Saison kein Platz fürs verliebt sein Rund um den Borussia-Park – der 3. Abstieg drohte nicht nur, er war beinahe besiegelt. Heute, ein Jahr später, ist alles anders …

In Mönchengladbach haben sich derzeit alle lieb. Die Borussia steht auf einem sensationellen 3. Tabellenplatz, spielt möglicherweise bis zum Ende der Saison um die Meisterschaft mit und steht zudem im Halbfinale des DfB-Pokal gegen Bayern München. Im Mittelpunkt des Gladbacher Liebesspiels steht ein einziger Mann. Ein Mann, dem diese Zuneigung aufgrund seiner zurückhaltenen Art mit Sicherheit eher unangenehm sein wird. Ganz Mönchengladbach liebt Trainer Lucien Favre, jenem Mann, mit dem der Erfolg Einzug in den Borussia-Park fand.

Seine Bilanz: 35 Spiele, 20 Siege, 7 Remis, 8 Niederlagen und ungeschlagen im Pokal. Als der Schweizer am Valentinstag 2011 das Zepter im Borussia-Park übernahm, stand die Mannschaft völlig chancenlos am Ende der Tabelle. Die Bilanz vor seinem Amtsantritt liest sich eher wie die eines Horrorstreifens, denn der eines romantischen Liebesfilms. 16 Punkte, 23:56 Tore, Platz 18 – nach 22 Spielen.

Heute steht die Borussia mit der besten Abwehr Europas (12 Gegentore) und 43 Punkten hervorragend da. Mönchengladbach liebt diesen Trainer und ganz Europa scheint verliebt in das Spiel der „Elf vom Niederrhein“ zu sein. „Borussia Barcelona“ – sogar Englands „The Guardian“ adelt die Mannschaft des Schweizers in den höchsten Tönen, während sich spanische Kommentatoren bezüglich des Spiels der Gladbacher kaum im Zaum halten können.

Folgt die eine lange, feste Beziehung aufs verliebt sein?

Favres Vertrag läuft noch bis zum 30.06.2013. Dennoch oder gerade deswegen bemüht sich die Vereinsführung des VfL derzeit um eine langfristige Beziehung. Die Borussia will den Vertrag mit dem Romand unbedingt verlängern und mit ihm zusammen in eine glanzvolle, langfristige Ära starten. In den nächsten Wochen wird sich also zeigen, ob diese Liebe beidseitig derart stark ausgeprägt ist, um langfristig zu planen und zusammen in die Zukunft zu gehen.

Neben den Gladbachern buhlen wohl zumindest verbal auch die Bayern am sportlich attraktiven Trainer. Bleibt zu hoffen, dass Lucien Favre eher auf die charakterlich einwandfreie sowie hübsche Borussia steht, als auf den heißen Feger, dem „Luder“ des deutschen Fußballs – Bayern München. Lucien Favre und Borussia Mönchengladbach – eine Liebe, die hoffentlich noch eine lange Zeit anhält.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 15. Februar
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