„Borussia Reus“ gegen „Werder Pizarro“ oder: Duell zweier Überraschungsmannschaften

Am Wochenende kommt es neben dem Duell zwischen dem Spitzenreiter aus München und deren Verfolger Borussia Dortmund, auch zum Duell zwischen den Mannschaften, die sich auf den Plätzen 3 und 4 tummeln. Das dieses Duell Borussia Mönchengladbach (Platz 4) gegen SV Werder Bremen heißt, ist als die große Überraschung der bisherigen Saison zu bezeichnen. Beide Teams hatte vor der Saison niemand in der Spitzengruppe der Tabelle erwartet …

Auf der einen Seite: Die Borussia – Platz 4, 23 Punkte, 15:9 Tore. Auf der anderen: Der SV Werder Bremen – Platz 3, ebenfalls 23 Punkte bei 23:16 Toren. Ein Spiel auf Augenhöhe, ein Spiel zweier spielstarker Mannschaften und ein Spiel mit zwei Spielern auf dem Platz, die für ihre Mannschaften als eine Art Lebensversicherung gelten.

Marco Reus, Borussias herausragender Spieler der letzten Wochen und Monate. Er erzielte in 12 Spielen 7 Tore und bereitete 3 Tore seiner Kollegen vor. Man muss kein Rechenkünstler sein, um zu erkennen, wie immens wichtig der 23-jährige für das Spiel der 11 vom Niederrhein ist. Bei den Werderanern sieht es nicht viel anders aus. Dort ist Claudio Pizarro die alles überstrahlende Kraft – mit 11 Treffern in 11 Ligaspielen und 4 Torvorlagen ist er derzeit Mr.Werder.

Dennoch wird es nicht das Spiel Reus gegen Pizarro, denn jedem dürfte klar sein, das diese starken Einzelleistungen nicht ohne hervorragende Mannschaftsleistungen möglich sind. Man darf sich also auf ein richtiges Topduell zweier überraschend starken und konstanten Teams freuen.

 

Der Gegner

 

Der SV Werder Bremen zu Gast im Borussia-Park. Die Mannschaft von Kult-Trainer Thomas Schaaf ist nach der vergangenen schwachen Spielzeit (Platz 13), mehr als ordentlich in die neue Saison gestartet. Die Truppe zeigt sich in der Offensive traditionell meist von ihrer besten Seite, während es in der Defensive hapert (schon 16 Gegentore).

Zu einem Wiedersehen mit Ex-Borusse Marko Marin wird es wahrscheinlich nicht kommen – den ehemaligen Nationalspieler, dessen Karriere jüngst doch arg ins Stocken geriet, plagen Hüftprobleme. Im naturgemäß so ruhigen Bremen gibt es darüber hinaus derzeit Spannungen im Hintergrund: Eine Vertragsverlängerung von Sportdirektor Allofs scheint derzeit als nicht sicher.

 

Die Bilanz

 

Die Bremer sind ein gern gesehener Gast am Niederrhein. Von 42 Heimspielen in der Bundesliga konnte die Borussia 24 für sich entscheiden. „Lediglich“ 11 Mal fuhren die Werderaner mit einem Sieg im Gepäck gen Norden, 7 Mal trennte man sich Unentschieden. 42 Spiele/24 Siege/7 Remis/11 Niederlagen

 

So spielt die Borussia

 

Trainer Lucien Favre kann auf bewährtes Personal zurückgreifen. Juan Arango wird am Freitag aus Venezuela erwartet. Sein Einsatz dürfte trotz der Reisestrapazen nicht gefährdet sein – Arangos ökonomische Spielweise wird ihm da zugute kommen.

 

Das Spiel wird vornehmlich an 2 Punkten des Spielfelds entschieden werden: in der Zentrale und bei der Bewachung Claudio Pizarros. Das Duo Nordtveit/Neustädter bekommt es mit einem Aaron Hunt in sensationeller Verfassung zu tun. Möglicherweise erleben die Bremer gerade den besten Hunt aller Zeiten. Ihn gilt es bereits im Ansatz auszuschalten.

Darüber hinaus wird das Duell Dante – Pizarro von spielentscheidender Bedeutung sein. Kann der VFL ihn nahezu gänzlich ausschalten, krankt das Spiel der Bremer. Ansonsten gilt der übliche Matchplan: In der Defensive hoch und gleichzeitig stabil stehen, die Räume verdichten sowie intelligent und schnell nach vorne spielen.

 

Der „Nach dem Spiel“ Tipp

 

Es wird ein spielerisch starkes Spiel in der beide Offensiven überzeugen werden. Borussias großes Plus: die starke Defensive. Auch wenn Claudio Pizarro nicht 90 Minuten auszuschalten ist und ein Tor erzielt, gewinnt der VFL am Ende verdient mit 3:1 und kann weiter von großen Taten träumen …

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 17. November
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