Borussia rutscht ins Glück – ein Gastkommentar

 Patrik Kohlhas aus Köln hat sich wieder einmal Gedanken zur aktuellen Situation der Borussia gemacht. Diesmal denkt er quer, ein wenig anders und aus dem Blickwinkel kindlicher Einfachheit. Für den Inhalt ist ausschließlich Patrik verantwortlich…

 

 

Wie war das noch mit der Rutsche…?

 

 

Für einen Gastkommentar ist das wohl eine sehr merkwürdige Überschrift. Auch wenn ich bereits mehrfach meiner Meinung freien Lauf gelassen habe, so habe ich doch meist mit Rhetorik gegeizt. So wie es momentan für unsere Borussia läuft, muss man sich doch zwangsläufig an dieses tolle Spielgerät aus unserer Jugend erinnern. Der Steile Weg nach oben. Stufe für Stufe. Schritt für Schritt. Momentan befinden wir uns gerade davor, einen der letzten Schritte zu wagen. 2 sind noch vor uns dran, die dürfen noch – und dann kommen wir.  Das ganze bringt mich doch zu der Frage:

 

WAS IST DANN, WENN ICH GANZ OBEN BIN…?

 

Eigentlich hat man ja nur zwei Möglichkeiten. Runterrutschen und es genießen, solange es schön ist. Oder eben auch die Gefahr erkennen – das es ein wenig zu schnell geht und ein Absturz vielleicht unvermeidbar ist. Genau das beschreibt die aktuelle Situation der Borussia. Eine sehr solide Abwehr ist vorhanden – man hält sich gut fest. Der Sturm scheint endlich zu treffen – der Schwung ist da. Aber was ist, wenn man sich seiner Sache zu sicher wird? Man mag gar nicht dran denken, dass die aktuelle Saison so werden könnte wie die vergangene, es läuft einfach zu gut. So wie jedes Kind, das schon 1000 Mal gerutscht ist, sich kaum Gedanken machen wird, was denn alles passieren könnte. Zurzeit ist eben auch das Glück auf unserer Seite.

 

Das letzte Auswärtsspiel beim HSV als Beispiel: Wenn man realistisch ist hätte dort das erste aufgeschlagene Knie drohen können. Das Handspiel von Routinier Daems vor dem eigenen Kasten – zu vergleichen mit den Kind das was neues ausprobieren will. Es gibt Schiedsrichter, die hätten nunmal gepfiffen. Es wäre vielleicht die Führung des HSV gewesen – wer weiß wie das Spiel dann ausgegangen wäre. Mama hätte die Wunde versorgt und die Klamotten gewaschen, so wie auch Favre die Mannschaft hätte versorgt – auch kleine Misserfolge hinterlassen folgen. Positiv wie negativ…

 

 

FESTHALTEN – AUGEN AUF UND VORSICHT WALTEN LASSEN

 

 

Gerade jetzt, wo man eine sorglose Saison spielen könnte, darf man die Grundregeln nicht vergessen. Nicht nur das was man selbst macht ist wichtig, auch deine eigenen Mitspieler können dir Probleme bereiten. Überheblichkeit wurde immer bestraft. Tempo ist eine starke Kraft – aber auch in der Ruhe liegt diese. Teamgeist führt zum Erfolg, Einzeldarsteller bekommen keine helfende Hand.

 

Auch wenn mal ein freier Tag nach der harten Arbeit schön ist, zum ausruhen ist es viel zu früh. Hat man doch in der Schule schon gelernt, dass man sich nicht auf Noten ausruhen kann, so sollte man in der Bundesliga auch wissen, dass es auf einen Erfolg nicht ankommt, sondern die Konstanz wichtig ist. Am Team an sich gibt es aktuell keine Kritikpunkte – das Gerüst sitzt, die Grundkenntnisse sind da. Das Fazit daraus: Ab auf die Rutsche und es genießen…

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 20. September
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