Borussia: Wichtige Woche vor der Brust, Kampf um Stindl und ein Schwede im Probetraining

Bei Borussia Mönchengladbach tut sich gerade einiges. Nachdem die Mannschaft von Trainer Lucien Favre die Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase bereits sicher in der Tasche hat, kennt sie nur noch ein Ziel: die Champions-League-Quali. Dazu will man Schalke 04 noch von Platz 3 verdrängen, um eine komplizierte Qualifikationsrunde zu umgehen. Doch auch neben dem Platz wird eifrig am Team für die kommende Saison gebastelt…

Borussias Gesicht für die kommende Spielzeit nimmt langsam zarte Formen an. Der Transfer Granit Xhakas vom FC Basel zur Borussia ist so gut wie in trockenen Tüchern. Sportdirektor Eberl pokert mit den Schweizern lediglich noch um die Ablösemodalitäten des Nationalspielers. Zudem intensivieren die Gladbacher noch einmal den Flirt mit Hannovers Lars Stindl.

Stindl, dessen Vertragsverhandlungen in Hannover zum Erliegen gekommen sind, soll nach Wünschen der Verantwortlichen unbedingt den Weg an den Niederrhein finden. Fünf Millionen Euro hat die Borussia Informationen zu Folge den Hannoveranern offiziell geboten. Der Spieler selbst scheint darüberhinaus nicht abgeneigt zu sein ab dem kommenden Sommer in Mönchengladbach die Fußballschuhe zu schnüren.

Ein Schwede für die Borussia?

Hat hinter den Kulissen alle Hände voll zu tun: Sportdirektor Max Eberl

Laut der schwedischen Zeitung „Fotbollskanalen“ absolviert der erst 18-jährige Stürmer Besnik Rustemaj von Kalmar FF in der kommenden Woche ein Probetraining beim VfL. „Die Verantwortlichen der Borussia wollen, dass ich nächste Woche ein Probetraining mache. Sie haben mich im letzten Winter mit der Juniorennationalmannschaft in La Manga gesehen. Vorher wusste ich nicht viel über Mönchengladbach, aber ich habe online recherchiert und als ich gesehen habe, dass sie Vierter sind, war ich geschockt.“, verriet der hochtalentierte und technisch versierte U-19 Nationalspieler dem Blatt.“

Ohnehin ist Max Eberl auf der Suche nach einem Spieler für die Offensive. Nachdem das Interesse an Luuk de Jong aufgrund der hohen Ablöseforderung Twente Enschedes zunächst einmal abgekühlt zu sein scheint, hat Gladbachs Sportdirektor Informationen zu Folge mehr als ein Auge auf den Schweizer Eren Derdiyok geworfen. Der Stürmer von Bayer Leverkusen ist aktuell alles andere als zufrieden mit seiner Rolle innerhalb der Mannschaft und besitzt lediglich noch einen Kontrakt bis zum Sommer 2013.

In der kommenden Transferperiode wäre also für Bayer die letzte Möglichkeit mit einem Verkauf des Schweizers noch einmal richtig Kasse zu machen. Fraglich, ob ein solcher Transfer für die Borussia lohnenswert wäre und das Preis-Leistungsverhältnis des 23-jährigen stimmt. Derdiyoks Marktwert liegt aktuell bei ca. 9 Millionen Euro.

Platz drei oder vier? Das Spiel in Dortmund könnte vorentscheidend sein

Wesentlich wichtiger ist derzeit jedoch der Schlussspurt in der Fußballbundesliga. Nach dem 31. Spieltag ist der Borussia die direkte Qualifikation zur Europa-League nicht mehr zu nehmen. Ein großes Fragezeichen, wenn auch ein luxuriöses, hängt dennoch über der sportlichen Zukunft. Derzeit müsste man auf Platz vier stehend in die schwere sowie komplizierte Qualifikationsrunde zur Champions-League. Gegen Borussia Dortmund, im Top-Spiel am kommenden Samstagabend, ist die Mannschaft von Lucien Favre deshalb noch einmal besonders gefordert.

Mit einem Sieg im Signal-Iduna-Park hätte die Borussia bei einem entsprechenden Ergebnis der Schalker beim Gastspiel in Augsburg die Chance, in den letzten beiden Spielen die direkte Champions-League-Qualifikation zu erreichen. Eventuell angedachten Transfers käme dies zugute: Die direkte Qualifikation würde sichere 15-20 Millionen Euro zusätzlich in die ohnehin gut gefüllte „Kriegskasse“ spülen.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 17. April
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