Borussias zweiter Anzug sitzt – Talente in Lauerstellung

Borussia Mönchengladbach zeigt wieder herzerfrischenden Fußball. Guten Fußball. Das Gerüst der Mannschaft steht seit Jahren wirklich fest – junge Spieler können sich an ihm orientieren und entwickeln. Junge, hungrige sowie talentierte Spieler von denen bei der Borussia so einige in Lauerstellung stehen…

 

 

Borussias U23 schlägt RW Essen im Borussia-Park mit 4:0 und Lucien Favres „zweiter Anzug“ gewinnt gespickt mit jungen Nachwuchsspielern ein Testspiel gegen den Zweitligisten MSV Duisburg. Alles Zufall? Wohl kaum. Neben der exzellenten Arbeit von U23-Coach Sven Demandt, kann sich der VFL glücklich schätzen noch das ein oder andere hoffnungsvolle Talent in seinen Reihen zu wissen…

 

 

Matthias Zimmermann

 

 

Borussias Neuzugang vom KSC fand bis dato noch keine Berücksichtigung für die Bundesliga. Kleinere Wehwehchen sowie das Abschließen seiner Ausbildung zum Verfahrenstechniker machtem dem Talent einen Strich durch die Rechnung, für den VFL ein Pflichtspieldebüt zu geben. Der 19-jährige zeigte jedoch in 3 Partien für die U23 ordentliche Leistungen und steuerte dabei bereits eine Torvorlage bei. Borussias aktueller U19-Nationalspieler wird sich in Geduld üben müssen – zu stark zeigt sich bislang die Defensive in der Bundesliga. Beim Testspiel gegen den MSV Duisburg zeigte der Defensiv-Allrounder auf jedenfall eine solide Leistung, was Coach Lucien Favre mit Sicherheit wohlwollend registriert haben wird.

 

 

Lukas Rupp

 

 

Die zweite KSC-Neuverpflichtung des VFL, Lukas Rupp, ist seit Beginn der Saison im Dunstkreis der Bundesligamannschaft von Trainer Lucien Favre. So konnte der Offensiv-Allrounder neben einem Einsatz in der U23 und 79 Spielminuten im DFB-Pokal (eine Torvorlage), bereits 3 Kurzeinwechslungen in der Bundesliga für sich verbuchen. Dabei zeigte der 20-jährige einige gute Ansätze und vor allem Kampfgeist. Möglicherweise beginnt Rupp am kommenden Samstag, im Heimspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern, anstelle des verletzten Marco Reus, der wohl ausfallen wird.

 

 

Yuki Otsu

 

 

Der 21-jährige scheint so langsam anzukommen, denn für Gladbachs Japaner läuft es immer besser. Wie bereits berichtet nimmt Yuki Otsu langsam Fahrt auf. Neben 4 Spielen und 2 Torvorlagen in der U23 des VFL, konnte er beim Testspiel mit 2 Torvorlagen positiv von sich reden machen. Doch nicht nur das: Otsu wirkt präsent, bewegt sich richtig gut und zeigt technische Feinheiten. Wenn der Japaner körperlich etwas zulegen kann, könnte er für die Borussia das sein was er für viele Insider ohnehin ist – ein Juwel. Möglicherweise steht Otsu bereits gegen die „roten Teufel“ im Kader. Vielleicht sogar überraschend in der Startformation – für Marco Reus, der wohl ausfallen wird.

 

 

Matthew Leckie

 

 

Gladbachs Känguru gehört zum festen Kader der Profis und wurde in den 4 Spielen bereits 3 Mal eingewechselt. Vor allem beim 1:1 zu Hause gegen den VFB Stuttgart zeigte er nach seiner Hereinnahme, weshalb ihn Max Eberl an den Niederrhein holte: Seine Schnelligkeit und seine Athletik könnten zu einer echten Waffe werden. Eine Waffe die, die Mannschaft noch unberechenbarer macht. Zusammen mit Marco Reus hätte man dann zwei Offensivspieler auf dem Feld die für den Gegner unmöglich 90 Minuten zu halten sind. Matthew Leckie benötigt noch ein wenig Zeit und Geduld, dann wird er explodieren und auf dem Platz Haken wie ein Marco Reus. Ganz sicher. Marco Reus als „Hase“ und der Australier als Känguru – tierisch wild…

 

 

Julian Korb

 

 

Borussias „Fohlen“ durfte bereits in der Vorbereitung „Profiluft“ schnuppern und gehörte dem Kader fürs Sommertrainingslager an. Dennoch hat es für einen Bundesligaeinsatz bislang nicht gereicht  – dafür stand der U19-Nationalspieler 3 volle Partien für die U23 auf dem Platz und konnte auch beim Testspiel gegen den MSV Duisburg 90 Minuten lang sein Können unter Beweis stellen. Als defensiver, zentraler Mittelfeldspieler zeigte Korb ein ordentliches Spiel. Möglicherweise stellt Korb bald auch für Borussias Bundesligamannschaft eine Alternative dar – unter Favre nicht undenkbar. Noch hat er die Herren Nordtveit, Neustädter sowie zusätzlich Thorben Marx vor sich.

 

 

Elias Kachunga

 

 

Ihm lag angeblich ein Angebot aus Belgien vor, wechselte jedoch nicht. Wohl aus gutem Grund: Gegen RW Essen traf Borussias Sturmtalent 3 Mal in die Maschen – bereits Kachungas Tore 2-4 in 5 Spielen für die U23 (neben einer Vorlage). Noch kommt Gladbachs U19-Nationalspieler nicht an die arrivierten Bobadilla, Hanke und de Camargo vorbei, doch wenn er sich weiter so entwickelt könnte ein Bundesligaeinsatz, in Anbetracht derVerletzungsanfälligkeit Igor de Camargos, schon bald folgen.

 

 

Moritz Göttel

 

 

Der erst 18-jährige Göttel gilt als eins der größten Sturmtalente Deutschlands. Seine Bilanz in der vergangenen Saison:  14 Tore und 5 Torvorlagen in 26 Spielen für Borussias A-Jugend in der A-Jugend BL West. Auch in dieser Saison zeigt sich Gladbachs beidfüßiger Mittelstürmer treffsicher: 3 Spiele – 4 Tore- 1 Torvorlage.  Ebenfalls in der A-Jugend Bundesliga. Der Lohn für Moritz Göttel war ein Kurzeinsatz für die Profis beim Testspiel gegen den MSV Duisburg. Das Fohlen wurde in der 79. Spielminute für Mike Hanke eingewechselt. Mittelstürmer Moritz Göttel – ein Name den sich jeder Borussenfan merken sollte…

 

 

Marcel Ewertz

 

 

Ein weiterer „Debütant“ im Profiteam des VFL – auch wenn es „nur“ ein Testspiel war. Marcel Ewertz, seines Zeichens defensiver Mittelfeldspieler, wurde in der 79. Spielminute für Thorben Marx eingewechselt. Der erst 17-jährige Ewertz gilt als zweikampfstarker Stratege auf der „6“ – hoch talentiert sowie taktisch versiert. Noch spielt er für Borussias A-Jugend, doch Lucien Favre scheint ihn bereits jetzt auf seinem Zettel zu haben.

 

 

Stichwort Favres Zettel: Dort stehen neben diesen „Fohlen“ noch einige andere. Heißer Kandidat dürfte weiterhin der 19-jährige Österreicher Bernhardt Janeczeck sein, der leider immer wieder von diversen Verletzungen zurückgeworden wurde. Wir bleiben am Ball… Bezüglich der Zukunft Borussias muss man sich also eher wenig sorgen machen. Ein Gerüst von starken Führungsspielern, ein Trainer mit Konzept sowie mehr als nur eine Hand voll talentierter „Fohlen“ (nur ein Teil wurde hier aufgeführt) die allesamt noch von sich reden machen möchten – der VFL geht den richtigen Weg in die Zukunft…

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 07. September
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