Dante – Gladbachs Konstante

Dante Bonfim Costa Santos, kurz „Dante“ ist wieder zurück. Nach der Seuchenzeit in der ersten Saisonhälfte und einem durchwachsenen Debüt gegen Leverkusen, was nach einer 5-monatiger Zwangspause logisch erscheint, ist Borussias Abwehrchef wieder bei seiner Mannschaft. Wie wichtig der Brasilianer wirklich für die Mannschaft ist, demonstrierte er beim Sieg in Frankfurt eindrucksvoll…


Dante der Chef

Dante ist der zentrale Spieler der Borussia, möglicherweise der einzige Leader und das Alphatier in der Elf vom Niederrhein. Eindrucksvoll war zuletzt sein Auftreten beim Sieg in Frankfurt – ständig suchte er die Kommunikation mit den Mannschaftskollegen, insbesondere mit den beiden jungen „6ern“ Nordtveit und Neustädter. Spätestens in der zweiten Halbzeit war die anfängliche Nervosität und Desorientierung des Duos verschwunden, das daraufhin eine starke 2. Halbzeit spielte – auch ein großer Verdienst Dantes, der immer wieder durch laute Ansprache für Ordnung von hinten sorgte.

Dante der Fels in der Brandung

In Frankfurt immer wieder auffällig – der Brasilianer ist der Fels in der Brandung, der Turm in der Schlacht und meist Herr der Lage. Durch großartige Antizipation (dem Vorausahnen von Spielsituationen) und unglaublicher Zweikampfstärke gibt er dem gesamten Abwehrverbund die nötige Sicherheit. Stark auch seine Übersicht sowie die Fähigkeit von hinten ein Spiel lesen und eröffnen zu können, was er in Frankfurt noch zu selten zeigte. Sobald aber Dante wieder bei 100 % und das Vertrauen in sich und seinen Körper wieder da ist, wird Dante noch wichtiger für den Spielaufbau von hinten heraus.

Dante der Spaßmacher und Arbeiter

Dante ist innerhalb des Teams geschätzt für seine offene Art und ein ständiger Verbreiter der guten Laune. Der „Chef“ ist auch einer der Spaßvögel des Teams, der auch in ernsten Zeiten für die nötige Lockerheit sorgt und gerade seit seiner Wiederkehr dafür sorgt, dass die Mannschaft nicht verkrampft – gerade den jungen Spielern ist damit sehr geholfen. Harter Abstiegskampf bedeutet viel harte Arbeit und brachialen psychischen Druck – da ist das Lachen und vor allem das Lächeln eines Dante genau das richtige Kontrastprogramm. Aber er kann auch anders…

Borussias Innenverteidiger ist aber nicht nur der Spaßvogel der Truppe. Dante ist auch ein unglaublich motivierter und ehrgeiziger Arbeiter. Beispielhaft sein Kampf zurück nach seinen Verletzungen – immer fokussiert auf eine schnelle Genesung und der Beibehaltung seiner Fitness. Auch wer Dante beim täglichen Training beobachtet, sieht einen gut gelaunten, Späße machenden Spieler, der aber gleichermaßen konzentriert, professionell und fokussiert zu Werke geht. Immer fordernd, antreibend und führend.

Stranzl ein kongenialer Partner?

Während das Zusammenspiel zwischen Dante und Neuerwerbung Stranzl im ersten Spiel gegen Leverkusen noch nicht reibungslos verlief, sah man in der 2. Halbzeit des Spiels in Frankfurt wo die Reise mit den beiden hin gehen kann. Schnörkelloses Spiel, in der 2. Hälfte mit guter Abstimmung und beinharter Abwehrarbeit – neben dem erarbeiteten Glück der Hauptgrund für das „zu Null“ spielen der Borussia gegen die Eintracht. Das Duo Dante/Stranzl erinnert an das Innenverteidigerpärchen Andersson/Klinkert mitte der 90er Jahre – Dante eher filigran mit großer Übersicht, Stranzl mehr rustikal, hart und kompromisslos. Beide sind jedoch vom Typ her Leader und Führungspersönlichkeiten, Typen die der Borussia bislang fehlten. Es bleibt abzuwarten wie sich die beiden in den nächsten Wochen entwickeln, aber es scheinen sich dort Dinge in die völlig richtige Richtung zu entwickeln die der Borussia mehr als gut tun werden.

Dante der Visionär

Bereits vor der Saison fiel der Brasilianer mit der Bemerkung auf nicht mehr lange unter der Woche untätig bleiben zu wollen. Im genauen meinte Dante damit, bald europäisch spielen zu wollen. Damals wollte Dante damit die Verantwortlichen wachrütteln, die im Sommer sehr definitive Zukunftsziele formulierten. Sah er die Schwierigkeiten innerhalb des Kaders? Die Defizite? Leider scheint es rund um den Borussiapark nicht gerne gesehen zu werden seine Meinung zu äußern – siehe Dante, Idrissou, Bailly.

Borussia und Dante – wie sieht die Zukunft aus? Der Innenverteidiger besitzt einen gültigen Vertrag bis zum 30.06.2014, ohne Ausstiegsklausel. Sollte Dante im Sommer wechselwillig werden oder Borussia nicht die Klasse halten können, müsste der kaufwillige Verein schon ein großes Sümmchen auf den Tisch legen um Gladbachs Verantwortliche Schwach zu machen. Bei geschätzten rund 6 Millionen Euro liegt der derzeitige Martkwert des in der Winterpause 2008/2009 zur Borussia gewechselten Brasillianers.





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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 01. Februar
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