Der seltsame Fall des Marco Reus

Mönchengladbachs Star Marco Reus verlässt den Verein zum Saisonende. Eine traurige Nachricht für alle Fans der Gladbacher. Fans und Verantwortliche der anderen Borussia, der vom Borsigplatz, freuen sich schon jetzt auf die Rückkehr ihres einstigen Jugendspielers. So sehr man mit einem Weggang des Nationalspielers rechnen musste, so sehr ist auch etwas faul an der Sache …Beschreibung: http://www.nach-dem-spiel-ist-vor-dem-spiel.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif

„Ich habe zu diesem Thema schon so oft gesagt, dass ich einen Vertrag hier in Gladbach bis 2015 habe. Und damit ist auch alles gesagt“, so reagierte Marco Reus bislang auf Anspielungen bezüglich eines möglichen Wechsels im Sommer 2012. Der Jungs-Nationalspieler wurde seit Monaten nicht müde zu betonen, wie wohl er sich am Niederrhein fühle und das er augenblicklich nicht an einen Wechsel denkt.

Für viele war es das branchenübliche „Bla-Bla“ eines jungen Fußballmillionärs, für einige andere der Beweis, das es auch noch Spieler mit Herz zum Verein zu geben scheint. Doch auch bei Marco Reus waren die Worte aus seinem Mund mehr Schein als Sein. Er wird im Sommer den Spind leer räumen und an den Ort zurückgehen, von dem man ihn einst als „nicht bundesligatauglich“ in die Fußballprovinz Ahlen schickte.

Reuss’ Eltern wohnen in Dortmund?!

Ein Grund für einen Wechsel sollen die Eltern, die Familie des Spielers zu sein. Diese wohnen, ebenso wie Reuss’ Freundin in Dortmund – sollte man meinen. Kurios: Marco Reus selbst war bis vor kurzem Bauherr eines Hauses in einem Neubaugebiet in Erkelenz bei Heinsberg, 20 Autominuten vom Borussia-Park entfernt. Zuverlässige Quellen bestätigen das, das Nachbarhaus im Besitz der Eltern ist – gekauft und bezahlt von ihm.  Die Familie wird also kaum als Wechselgrund mit in die Wertung einfließen. Eher der Ruf des Geldes. Geld, das augenscheinlich sogar den Charakter des einst so gescheit daher wirkenden Reus versaut hat.

Dass der Nationalspieler eines Tages den Verein wegen einer besseren Perspektive verlässt, dürfte jedem klar gewesen sein. 2014, vielleicht 2013. Der Zeitpunkt „Sommer 2012 ist da schon irritierend – vor allem ob der neuen sportlichen Möglichkeiten der Gladbacher. Dass der BVB auf lange Sicht die bessere Perspektive bietet, müssen die Jungs von Jürgen Klopp erst mal unter Beweis stellen – Garantien gibt es im Fußball bekanntlich keine.

Kein Platz für Romantik

Die Fans der Gladbacher Borussia dürfen sich nun auf die letzten 17 Bundesligaspiele ihres „Helden“ im Trikot mit der Raute freuen und hoffen, dass die aktuelle Mannschaft keinen psychologischen Knick davon trägt. Dass Marco Reus bis zur letzten Sekunde alles für die Elf vom Niederrhein geben wird, sollte außer Frage stehen. Noch kassiert der Nationalspieler sein Geld am Niederrhein und wird sich zusätzlich Hoffnungen auf eine EM-Nominierung machen. Für den Jungen sprich darüber hinaus die Tatsache, dass er den Verantwortlichen der Gladbacher frühzeitig seine Absichten mitgeteilt hat. Ein Geheimhalten wäre für ihn mit Sicherheit der einfachere Weg gewesen.

Trotz allem: Ein bitterer Beigeschmack bleibt. Nicht zuletzt nach seinen Äußerungen der letzten Monate und dem Zeitpunkt des Transfers. Dennoch solle man immer daran denken, was Marco Reus bislang für die Mannschaft geleistet hat und der „Held“ Reus auch nur ein Mensch ist. Ein Mensch und ein Profi-Fußballer. Für Romantik, Gefühl und Pathos ist in diesem Geschäft nun mal leider kein Platz …

 

PS: Kennst du schon unseren kostenlosen Newsletter? »Hier« kannst du unseren kostenlosen Newsletter abonnieren.

veröffentlicht von Björn Brodermanns am 04. Januar
Diesen Artikel empfehlen:
 
Kommentieren via Facebook neu