Die „Bradley-Falle“

Vieles kommt anders…vor allem als man denkt –  dies trifft nun auch auf den geplanten Transfer Michael Bradleys zu Aston Villa zu. Während der US-Amerikaner mit „seinem“ Nationalteam noch beim Gold-Cup weilt (Finale gegen Mexiko), laufen die Zukunftplanungen Bradleys hinter den Kulissen weiter. Der kokettierte und endgültige Wechsel auf die Insel zu Aston Villa hat sich indes zerschlagen – Villa plant ohne den US-Nationalspieler. Ein geplatzter Deal, der auch Gladbachs Sportdirektor Max Eberl in die Bredouille bringt…

 

 

Das Ausleihgeschäft Bradleys zu Aston Villa im Winter kam überraschend, war doch eigentlich Thorben Marx der Unsicherheitsfaktor im defensiven Mittelfeld der Borussia, der seinen jungen Nebenmann Michael Bradley immer wieder in brenzlige Situation hineinmanövrierte und ihn somit „schlecht“ aussehen ließ. War der Amerikaner also ein Bauernopfer für den damaligen Trainer Michael Frontzeck? Ein Bauernopfer für „Ziehsohn“ Marx? Bei genauerer Betrachtung der Dinge aus dem vergangenen Winter wird schnell klar: Michael Bradley wollte weg, wollte nicht mehr für den VFL spielen und konnte sich scheinbar nicht mehr mit Verein und Mannschaft identifizieren.

 

Sportdirektor Eberls „Masterplan“ damals: Den US-Nationalspieler für eine geringe Gebühr verleihen, eine Kaufoption anbieten, bis mindestens zum Sommer Bradleys Gehalt einsparen um somit finanzielle Mittel für „Rettungstransfers“ frei zu machen. Ein Plan der nun zu scheitern droht.

 

 

Rolle Rückwärts von Aston Villa

 

 

Aston Villas neuer Manager Alex Mc Leish ließ unter der Woche verlauten ohne Michael Bradley zu planen. Nicht weiter verwunderlich, denn mit gerade mal 31 Spielminuten in der Premiere-League ( in 3 Spielen) und einem Spiel im FA-Cup ( in der 72 Spielminute ausgewechselt) gehörte der US-Boy in den letzten Monaten nicht gerade zu den Stützen Villas. So geht Eberls Planung, neben den ca. 500.000 Euro „Leihgebühr,“ auch noch 3,7 Millionen für die  Kaufoption (Marktwert ca. 5 Mio. Euro) einzustreichen den Bach runter. Problem daran: Der mögliche Transfer von Favre-Wunschspieler Dusan Djuric vom FC Zürich rückt damit in weite Ferne – die Millionen aus dem Bradley-Transfer waren diesbezüglich bereits eingeplant.

 

Was also tun? Einen abwanderungswilligen Bradley halten, obwohl man bislang ohne ihn die Saison geplant hat? Dies wird Favre – „Ich glaube nicht das Bradley zurückkehrt“ – wohl kaum gutheißen. Bleibt zu hoffen das ein Verein an Borussia herantritt, der bereit ist Summe X zu bezahlen und sich gleichzeitig mit dem Spieler einig wird. Ein schwieriges Unterfangen bei einem Spieler dessen Wünsche und Selbsteinschätzungen seiner Leistungen eher als realitätsfremd zu bezeichnen sind. Zudem läuft Bradleys Kontrakt bei Borussia in dieser Saison aus. Ein Grund für Interessierte Vereine noch ein Jahr mit der Verpflichtung zu warten.

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 23. Juni
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