Eine Kurve,ein Ziel: Vollgas für den VfL

Marc Schmitz aus Mönchengladbach hat für die Leser von „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ seine aktuelle Gefühlslage vor dem Spiel gegen den Hamburger SV zusammengefasst und daraus einen Gastbeitrag erstellt. Er prangert, ähnlich wie die Jungs vom Block 1900, die „Leistung“ der Fans in der Nordkurve an. Für den Inhalt ist ausschließlich Marc verantwortlich …

Liebe Fans in der Nordkurve,

unsere Borussia steht so gut da, wie seit 30 Jahren nicht. Die Mannschaft spielt zeitweise Fußball von einem anderen Stern. Wir können noch Meister werden und stehen im Halbfinale des DFB-Pokals. Man sollte also meinen, alles wäre perfekt im Borussia-Park .Sollte man meinen – ist es aber nicht.

Denn während die Mannschaft Woche für Woche ihr absolut Bestes aus sich heraus holt, scheint die Kurve mehr und mehr in Lethargie zu verfallen. Aber warum? Oder mal ganz provokant gefragt: Ist das wirklich schon alles, was wir Fans drauf haben? Das kann ich nicht glauben. Denn wenn man die Borussia, so wie ich auch, regelmäßig zu Auswärtsspielen begleitet, dann erlebt man dort, wie mindestens 5.000 frenetische Borussen des Gegners Stadion aufmischen. Warum klappt das auswärts, aber eben nicht im heimischen Park?

Liegt es wirklich daran, dass auswärts „nur“ der „harte Kern“ dabei ist, und zu Hause zu viele „Nordkurven-Touristen“?? Möglicherweise. Daher möchte ich mich an dieser Stelle einmal ganz bewusst an die vielen stummen Besucher der Nordkurve, gerade im Oberrang, wenden:

Leute, ich weiß nicht, ob Ihr Euch darüber überhaupt schon mal Gedanken gemacht habt, aber meiner Meinung nach hat JEDER, der unsere Kurve betritt, egal ob im Oberrang oder im Unterrang, eine verdammte Pflicht: Stimmung machen und die Mannschaft pushen bis zum Umfallen. Singen, Schreien, anfeuern – das kann meiner Meinung nach nicht zu viel verlangt sein. Ich persönlich habe eine Dauerkarte in Block 17A.

Und wenn ich sehe, wie lethargisch dieser Block teilweise ist, obwohl die Mannschaft Zauberfußball spielt, frag ich mich, ob ich da etwas grundsätzlich falsch verstehe – oder der Rest. Es kann doch nicht sein, dass beispielsweise 5.000 Schalker lauter waren als unsere ganze Kurve. Und das sogar trotz einer klaren Führung.

Mensch Leute, bekommt endlich den Arsch hoch und die Zähne auseinander. Unsere Mannschaft braucht uns jetzt genau so, wie sie uns in der letzten Saison im Abstiegskampf gebraucht hat. Wir sind der 12. Mann, der am Ende den Ausschlag geben kann, wenn es darum geht, die letzten Kräfte auf dem Rasen zu mobilisieren und noch mal alles aus sich herauszuholen.

Wenn Ihr jetzt zu denen gehört, die ein Problem damit haben selber mal ein Liedchen oder ein knackiges „VFL-VFL“ anzustimmen, dann tut mir den Gefallen und lasst Euch wenigstens mitreißen, wenn der „Block 1900“ versucht das Stimmungsheft in die Hand zu nehmen. Nur zusammen sind wir stark.

Also auf geht’s: VOLLGAS FÜR DEN VFL

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 23. Februar
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