Es war einmal… Kahê – oh Shrek

Da Borussias Mannschaft aktuell in der Lage ist, richtig guten Fußball zu spielen, lässt sich mit einem zwinkernden Auge die neue Rubrik dieses Blogs begutachten: „Borussias größte Transfer-Flops„. Hier blicken wir auf unvergessene Transfers, auf unvergessene Spieler der Borussia zurück, die wir lieber vergessen hätten. Keine Sorge – die Rubrik „Borussias erfolgreichste Jugendspieler“ ist bereits in Arbeit. Den Anfang macht heute ein Spieler der  augenscheinlich bei seiner Geburt von seinem berühmten Zwillingsbruder getrennt wurde…

 

 

Es war einmal in der Saison… Stop. So fangen Märchen mit einem Happy-End an. Einer der größten Transfer-Flops in Borussias Vereinsgeschichte war (leider) kein solches Märchen, sondern bittere Realität – auch dann, wenn sein Spitzname auf ein Märchen schließen lassen könnte. Carlos Eduardo de Souza Floresta oder kurz Kahê. Spitzname Shrek, ein tollkühner Held, quasi ein Tor-Oger. Als ein solcher „Tor-Oger“ wurde er zumindest vom damaligen Sportdirektor Peter (Esel) Pander in den Borussia-Park geholt – dem gerecht werden konnte er, bis auf eine kurze Ausnahmezeit ( 4 Tore in den ersten 5  Spielen der Saison 06/07) nie.

 

Im Rückblick besonders „shreklich“: Bei Borussias damaliger 2:4 Niederlage auf dem Aachener Tivoli erzielte der Brasilianer beide Tore, die lediglich Ergebniskosmetik darstellten, feierte diese aber als hätte der VFL die Meisterschaft erreicht. Im Anschluss an diesen 4 Toren in Serie sollte Kahê kein einziges Mal mehr in der Saison und gar nie wieder im Trikot der Raute treffen…

 

 

Für alle Borussen und Borussinnen die bildlich nichts mit Borussias damaligem Brasilianer anfangen können:

 

Der „Tor-Oger“ vom Borussia-Park

Kahê und Shrek – bei der Geburt getrennt?!

 

Er holte ihn damals von „Weit Weit Weg“ ( Sociedade Esportiva Palmeiras)

Peter Pander – Borussias damaliger Sportesel, ähm Sportdirektor

 

 

 

Mal im Ernst: Wieso ist der mit so vielen Vorschusslorbeeren bedachte Kahê in Mönchengladbach eigentlich gescheitert? Zu hohe Erwartungen? Der Verein befand sich damals wie so häufig im Umbruch mit dem Plan es kurz bis mittelfristig in den Europapokal zu schaffen. War der Bienenstich schuld? Borussias „Tor-Oger“ wurde praktisch eine Art Abhängigkeit bezüglich dieser leckeren, süßen Speise nachgesagt – was man in der Tat auch an Kahês Körpermaßen sehen konnte. Wahrscheinlich lag es aber einfach daran das der fußballerisch arg limitierte Brasilianer ziemlich überschätzt wurde – man mutmaßt bis heute einen „Youtube -Kauf“ seitens Pander.

 

 

 

Trägt er die Hauptschuld am Kahê-Flop? Bienenstich – des Ogers Leibspeise

 

 

Weshalb, wieso, warum – man wird es wohl nie wirklich erklären können. Allen Borussen sei dennoch gesagt: Wirklich durchgesetzt hat sich Kahê nie. Er verließ die Borussia nach 2 Spielzeiten für eine Unbekannte Ablösesumme Richtung Genclerbirligi Ankara und spielt heute für den türkischen Club Manisaspor. Derzeit scheint sich der 29-Jährige auf seinem Leistungszenit zu befinden, was auch die „nackten“ Zahlen zeigen.

 

Kahê beim VFL (2 Jahre):

 

53 Bundesligaspiele – 6 Tore – 5 Vorlagen

 

Kahê in Ankara (3 Jahre):

 

87 Ligaspiele (Süper Lig) – 18 Tore – 8 Vorlagen

 

Kahê aktuell in Manisaspor seit 07/2010:

 

30 Ligaspiele (Süper Lig) – 10 Tore – 2 Vorlagen

 

 

Derzeit beträgt der Markwert des ehemaligen Gladbachers 1,3 Millionen Euro (Quelle: Transfermarkt.de), also fast identisch mit dem Betrag den Peter Pander damals nach Brasilien überwiesen hat.

 

Wer ist für dich noch ein absoluter Transfer-Flop seit 1995? Schreibe deinen Spieler als Kommentar bei Facebook oder per Mail…

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 04. September
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