Es war nur Satire – Frau „Kox jr.“ spielt den Scharfrichter

Eigentlich wollte ich mich bei „Nach dem Spiel“ aus der ganzen Diskussionen um die „Initiative“ weitestgehend raushalten. Eigentlich. Nach vielen Überlegungen, vor allem aber Beobachtungen und einem dringenden aktuellen Anlass, ensteht nun doch ein Beitrag meinerseits zur kontrovers diskutierten Debatte. Die „Initiative“ aus einem anderen Blickwinkel…

 

Eigentlich schreibe ich keine Artikel in der ersten Person Singular. Heute aber ist alles anders. Um genau zu sein seit gestern Abend. Mit meinem Satire-Artikel über Stefan Effenberg als potentieller Sportdirektor habe ich viel Lob geerntet, viele Leser haben mich dazu beglückwünscht und positive Kommentare dazu verfasst – ein großes Dankeschön an dieser Stelle dafür. Mit Humor, wenn auch vom Galgen, lebt es sich einfach besser, als immer nur schwarz zu sehen.

 

Scheinbar gibt es jemanden, neben ein Paar „Vollrauten“, der diesen Beitrag gar nicht erquickend fand: Die Initiative, respektive Frau Kox jr. – der Tochter des Frontmanns der Initiative, Norbert Kox. Mir persönlich bekannt und ein Stück weit vertraut, ist sie aufgrund der Satire von mir „menschlich enttäuscht“ – obschon, ihrer Meinung nach, das Wahlergebnis durch so einen „Hirnverbrannten Schwachsinn“ nicht tangiert würde.  Auch die Richtigkeit dieses satirischen Textes sollte besser recherchiert werden, so Frau „Kox“ jr.“. Soviel Intelligenz hätte man mir bisher doch zugetraut.

 

Nun – will ich „meine“ Borussia in den Händen von solchen Leuten sehen? Von Leuten die fremde Meinungen nicht tolerieren und deswegen die „Menschlichkeit“ absprechen? Was hat die Menschlichkeit in einem freien Land mit einer Meinung zu tun? In diesem Falle war es sogar nur Satire.

 

Möchte ich meine Borussia in den Händen derer wissen, die regelmäßig kritische Kommentare auf ihrer Homepage zensieren? Die lediglich „wohlgesonnene“ Personen zu ihren Veranstaltungen einladen? Möchte ich einen Herrn Kox im Aufsichtsrat sitzen haben, der auf Informationsveranstaltungen und in der Presse erklärt möglicherweise frisches Geld durch Anteilsverkäufe zu generieren? Der Mann, der nun wo es in die heiße Phase des Wahlkampfes geht, genau dieses plötzlich ausschließt? Mit der Satzungsänderung ist dies jedenfalls möglich, wenn nicht sogar beabsichtigt.

 

Effenberg und die Initiative


Was geschieht eigentlich wenn Stefan Effenberg der Initiative zu unbequem wird? Wenn der „Tiger“ seinen Willen durchsetzen will oder seine ehrliche Meinung sagt? Ist man dann von ihm menschlich enttäuscht und er damit nicht mehr tragbar? Wer hält dann die Zügel in der Hand? Szenarien die ich mir allesamt nicht vorstellen kann und will. Eine Veränderung muss her, Königs muss zumindest sportlich abdanken. So geht es nicht weiter, soviel Wahrheit steckt zumindest in der Initiative. Aber unter diesen Umständen sind Zweifel mehr als nur erlaubt.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 04. Mai
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