Favre setzt Reizpunkte: Marco Reus als Gladbach-Messi?

Borussia Mönchengladbach spielt seit über einem halben Jahr auf konstant hohem Niveau. Die Defensive – beinahe undurchlässig, Borussias Mittelfeld zeigt sich indes starkt verbessert und gereift. Einziges Manko derzeit: Borussias Chancenverwertung. 

Möglicherweise leidet die Konzentration unter dem derzeitigen „Höhenflug“ oder es zeigen sich nun tatsächlich die „Folgen“ des psychisch strapaziösen Saisonendspurts. Nun, da die Bundesliga wegen der kommenden Länderspiele pausiert, gibt es die Möglichkeit sich neu zu justieren, Konzentration aufzubauen und neue Reizpunkte zu setzen…

 

 

Ein neuer Reizpunkt in der bis dato kaum veränderten Mannschaft könnte Favres „neue“ Idee sein. Der Schweizer denkt laut Torfabrik.de darüber nach Marco Reus als Stürmer einzusetzen, wohl ähnlich wie ein Lionel Messi in Barcelona – zwischen der Position des klassischen „10er“ und die des Stoßstürmers. Auf dem ersten Blick ist diese nicht ganz neue Idee (Reus spielte im Relegationsrückspiel in Bochum bereits in der Spitze), der richtige Ansatzpunkt um neue Reize innerhalb der Mannschaft zu setzen.

 

Borussias stärkste und zweifelsfrei unberechenbarste „Waffe“ von nahezu sämtlichen Defensivaufgaben zu befreien und dadurch den Weg zum gegnerischen Tor zu verkürzen – absolut richtig. Dies würde das Spiel des VFL noch schneller, variabler sowie unberechenbarer gestalten. Die wöchentlich zu beobachtende „Teilisolation“ Igor de Camargos vom Spiel seiner Mannschaft, könnte damit ein Ende finden und den „Belgianer“ endgültig zum „Knipser“ avancieren lassen.

 

 

 Marco Reus bald als Stürmer in „Messi-Manier“? Foto: D.Päffgen, jdp-fotos.de

 

 

Darüber hinaus würde man dem sich im Formtief befindenden Mike Hanke eine schöpferische Pause gönnen. Anders als noch im Endspurt der letzten Spielzeit und zu Beginn der neuen Saison, gelingt dem ehemaligen Hannoveraner wenig bis nichts.

Während den letzten beiden Auftritten hatte man gar das Gefühl, dass Hanke das Spiel seiner Mannschaft verkompliziert und langsamer macht. Der Stürmer wirkt verkrampft – was vielleicht mit der immer noch stehenden „Null“ auf seinem „Torekonto“ zu begründen ist. Sowas nagt an einem Stürmer. Eine Pause könnte Borussias Arbeitsbiene jedenfalls gut tun und ihn stärker als zuvor zurück kommen lassen…

 

 

 

Reus als Stürmer könnte Probleme mit sich führen

 

 

Das größte Problem bei dieser Variante: Wer ist in der Lage Marco Reus, vor allem in der Defensivbewegung, adäquat zu ersetzen? Patrick Herrmann (ein Artikel über ihn folgt in den nächsten Tagen) kann derzeit wohl kaum als wirkliche Alternative gesehen werden. Zu unklar und vor allem unsicher in seinen Aktionen – defensiv wie offensiv.

 

Eine Möglichkeit: Matthias Zimmermann, der noch ohne Pflichtspiel ist, auf die Position des rechten Verteidigers setzen, während Tony Jantschke den offensiveren Part übernimmt. Dies könnte Borussias Defensive jedoch  insgesamt ins Wanken bringen und ob Jantschke auf dieser für ihn ungewohnten Position ordentlich zu agieren im Stande ist, ist fraglich. Seine Vorstöße nach vorne sind bislang jedenfalls mehr als ausbaufähig.

 

Gesucht wird also ein Spieler der sowohl offensiv, als vor allem auch defensiv in der Lage ist Marco Reus adäquat zu ersetzen. Genau 11 Tage bleiben dem Schweizer Taktikfuchs Zeit um die Mannschaft auf die kommenden Aufgaben bis Weihnachten einzustimmen. Zu ändern gibt es augenblicklich nicht viel – einzig ein wenig mehr Konzentration und Durchschlagskraft vor dem Tor ist unbedingt von Nöten.

 

Die Berufung des flinken Marko Reus in die Spitze könnte jedenfalls für eine im Vorfeld ordentlichere Chancenvorbereitung sorgen. Dies würde wichtige Zentimeter und Sekunden schaffen, um das Tor dann auch einfach mal zu machen – siehe Borussias 1:1 Ausgleichstreffer durch Reus im Rückspiel der Relegation…

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 04. Oktober
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