Galeriewechsel bei Borussia?! – Ein Gastkommentar

Patrik Kohlhas aus Köln hat sich ebenfalls Gedanken zu den aktuellen Geschehnissen Rund um den Borussia-Park gemacht. Für den Inhalt des folgenden Gastkommentars ist ausschließlich Patrik verantwortlich …

Nun ist es also soweit, die Ehe zwischen Borussia und Marco Reus neigt sich dem Ende zu. Ein halbes Jahr noch, dann geht der bisher größte Garant für eine tolle Saison von Bord des Schiffes. Der zwanghafte Versuch, seinen Starspieler zu halten, ist aufgrund der Perspektive und vielleicht auch des Gehalts gescheitert.

Aber man kann jetzt nur nach vorne sehen. Ziemlich schnell sollte adäquater Ersatz gefunden werden, möglichst mit denselben Qualitäten, vielleicht ein wenig robuster. Dem Zukünftigen sollte man nicht nur mit leeren Versprechungen lotsen, sondern ihm auch zeigen, dass man ihm bieten kann, was er braucht – nicht nur Geld – sondern auch das Vertrauen, dass man zuvor in Marco Reus gesteckt hat.

Dass man nebenbei auch noch Roman Neustädter verloren hat, ist unter verschiedenen Gesichtspunkten ein Gewinn oder Verlust für die Mannschaft – wirklich sagen kann man das erst dann, wenn die Leistungsmöglichkeiten der beiden neuen Cigerci und Ring zu erkennen sind.

Mit Vorsicht muss man auch das Thema Dante betrachten, der immer wieder betont hat, dass er gerne international spielen würde. Wahrscheinlich – bei Nicht-Qualifikation – wäre dieses Thema im Sommer dann auch schnell wieder ein Thema. Schaut man sich das ganze Problem mal von weitem an, wird sicherlich jeder feststellen: Wenn es denn mal läuft, kommen „die Großen“ und nehmen uns die besten Spieler weg.

Dieses Problem sollte in irgendeiner Form angegangen werden. Selbiges droht ansonsten immer wieder. Talente gibt es genug und die nächsten beiden Abtrünnigen wären dann ter Stegen und Hermann. Wenn man Topspieler immer ziehen lassen muss, kann man sich auf Dauer als Mannschaft nicht oben etablieren.

Man sollte auch meinen, durch den Transfer sind jetzt genug Mittel zur Verfügung, um neue Kandidaten zu kaufen. Aber seien wir mal ehrlich: Spieler kann man kaufen, aber Qualität, Treue und Einsatz sind Eigenschaften, mit denen man Glück haben muss und die insofern unbezahlbar sind.

Max Eberl und „Chefdesigner“ Lucien Favre sind angehalten wieder ähnliche Leute zu finden, welche sich auch richtig mit dem Verein identifizieren. Söldner und Tagelöhner mag sowieso keiner, davon hatten wir genug …

PS: Kennst du schon unseren kostenlosen Newsletter? »Hier« kannst du unseren kostenlosen Newsletter abonnieren.

veröffentlicht von Björn Brodermanns am 09. Januar
Diesen Artikel empfehlen:
 
Kommentieren via Facebook neu