Gladbach in Bremen: A long, long time ago I can still remember…

Die Borussia aus Mönchengladbach tritt heute Abend zum schweren Auswärtsspiel in Bremen an. An der Weser wartet auf die Borussen ein Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht und bei dem man lange nicht mehr drei Punkte entführen konnte. Nur die älteren Anhänger werden sich noch daran erinnern können …http://www.nach-dem-spiel-ist-vor-dem-spiel.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif

„A long, long time ago I can still remember … „, so lautet die erste Textpassage des Songs „American Pie“ von Don McLean. Don McLean? Den Sänger werden die meisten nicht kennen. Ist auch schon lange her – Anfang der Siebziger war der Song ein Hit. Die meisten werden diese Textpassage eher aus dem Jahr 1999 kennen. Damals coverte Madonna den Song für einen gleichnamigen Kinohit.

A long, long time ago I can still remember – ja, es soll auch noch Fans von Borussia Mönchengladbach geben, die sich an den letzten Sieg bei Werder Bremen erinnern. Satte 25 Jahre ist das nun schon her. A long, long time. Denjenigen, die damals dabei waren, wird dieser Sieg aber auch unvergessen bleiben. Mit 7:1 fertigten die Gladbacher Borussen am 21.März 1987 die Bremer im heimischen Stadion ab.

Nun, 25 Jahre danach, ist ein Sieg wichtiger denn je. Es gibt keinen warmen Apfelkuchen zu. Es geht um mehr. Um viel mehr. Es geht mindestens um die Verteidigung des vierten Tabellenplatzes, der dazu berechtigt, ein Qualifikationsspiel zur Champions-League zu absolvieren. Der erste Sieg nach 25 Jahren könnte die Borussia dahingehend mehr als nur einen Schritt weiter bringen. Millionen statt Apfelkuchen.

Reus weiterhin fraglich

Ob Marco Reus Einsatzbereit ist, wird sich wohl erst unmittelbar vor Anpfiff entscheiden (Foto: jdp-fotos.com)

Ob Gladbachs immer noch wichtigster Offensivakteur mitwirken kann, ist weiterhin fraglich. Der nach einem Foul von Herthas Christian Lell ausgewechselte Marco Reus laboriert noch immer an jenem Pferdekuss vom Samstag. Ohne seine Kreativität hängen die ohnehin hochhängenden Trauben im Weserstadion ungleich höher.

Sollte der Nationalspieler ausfallen, wäre wohl Igor de Camargo die erste Wahl für Trainer Lucien Favre. Der Schweizer wird wohl auch beim Gastspiel in Bremen keine neuen Varianten ausprobieren. So werden sowohl der in Ansätzen starke Alexander Ring als auch Mittelfeldtalent Amin Younes zunächst auf der Bank platz nehmen.

Bremen in der Krise 

Die von Thomas Schaaf trainierten Werderaner stehen beinahe schon mit dem Rücken zur Wand. Bei erst zwei Siegen in zwölf Rückrundenpartien ist sogar das Saisonziel „Europa-League“ in Gefahr. Bremen ist in einer handfesten Krise. Während wichtige Stützen des Kaders verletzungsbedingt ausfallen, brennt ringsherum der Baum: Torhüter Tim Wiese und Lebensversicherung Claudio Pizarro werden den Verein am Saisonende ablösefrei verlassen.

Da kommt es den Bremern gerade gelegen, dass mit Naldo gegen Gladbach eine wichtige Stütze ins Team zurückkehrt. Bremen in der Krise – der VfL zumindest in einer Ergebniskrise. Dies verspricht ein offenes Spiel. Das typische Spiel der Bremer kommt der Borussia indes entgegen: Wenn die Mannschaft von Trainer Lucien Favre es schafft kompakt zu stehen, ist es möglich, die eher wackelige Defensive der Bremer mit gezielten Kontern auseinander zu nehmen – so geschehen beim 5:0 Heimsieg in der Hinrunde. Dazu müssen die Fohlen allerdings schnellstens wieder zu ihrem konzentrierten und schnellen Spiel der vergangenen Monate zurückfinden.

Dabei nicht mitwirken kann Tony Jantschke. Den Rechtsverteidiger plagen muskuläre Probleme. Ansonsten bleibt die Hoffnung auf einen fitten Marco Reus, der im Vergleich zu den Spielen der vergangenen Wochen endlich noch einmal für kreative Lichtblicke sorgen könnte. Vielleicht erinnern sich nach den 90 Minuten auch wieder die jüngsten Fohlen an den letzten Sieg an der Weser.

So spielt die Borussia:

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 10. April
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