Granit Xhaka selbstbewusst: „Ich verstecke mich nicht“

Der Schweizer ist längst in Mönchengladbach angekommen. Die Eingewöhnung des 19-Jährigen war ein Leichtes. Xhaka passt zur Borussia, passt zum Kader des VfL. Menschlich, so macht es jedenfalls den Anschein und fußballerisch sowieso. Auf dem Platz deutet der Schweizer bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung an, weshalb ihn die Borussia für rund 8,5 Millionen vom FC Basel losgeeist hat…

Xhaka hat eine enorme Ausstrahlung

Granit Xhaka führt den Ball wie ein alter Hase. Er führt das Mittelfeld und er führt seine Mitspieler – trotz seines jungen Alters. In jedem Training fällt einem sofort diese spezielle Aura des Hochbegabten auf. Er saugt, so scheint es, das Spiel in sich auf. Er liest es, er antizipiert, er agiert anstatt zu reagieren. Auch in den bisherigen Testspielen war bereits zu beobachten, wie der im Kosovo geborene Mittelfeldspieler den Ball an sich zieht und aus der Tiefe heraus geschickt verteilt. „Auf dem Platz verstecke ich mich nicht. Ich will und fordere den Ball, das ist mein Spiel, das macht mir am meisten Spaß. Nur so kann ich meine Leistung bringen“, gab er gegenüber dem Kicker Einblick in sein fußballerisches Seelenleben.

Neue Aufgabe in Gladbach

In Basel war Xhaka bislang trotz aller fußballerischer Qualitäten mehr als Defensivkünstler gefragt. Eine, der die „Drecksarbeit“ macht. Einer, der die Löcher für den Gegner zuläuft. Kollege und Kumpel Xherdan Shaqiri, den es um ein Haar statt zum FC Bayern München ebenfalls an den Niederrhein gezogen hätte, gehörte die Kreativabteilung des Schweizer Meisters. Nun, in Mönchengladbach, freut sich der Mittelfeldspieler bereits auf die neue, für ihn offensivere Aufgabe: „In Basel musste ich das Spiel von ganz hinten machen, in Gladbach erwarte ich, häufiger nach vorne stoßen zu können und zum Abschluss zu kommen.“

Sein Trainer Lucien Favre wird ihm diese neue Spielphilosophie gewohnt akribisch einimpfen. Der 19-Jährige gilt auf dem Platz als hochintelligenter sowie handlungsschneller Spieler. Attribute, die wie gemalt sind für das System von Lucien Favre. Dennoch braucht diese Umstellung möglichst viele Einheiten auf dem grünen Rasen. Gerade deshalb wollte Granit Xhaka unbedingt in Mönchengladbach bleiben, anstatt mit seinen Schweizer Kollegen in London um olympisches Edelmetall zu kämpfen. „Für mich besaß Priorität, dass ich bei der Borussia meine Mitspieler, den Trainer und die Spielphilosophie kennenlerne. Das stand bei dem Entschluss über allem.“

Der Schweizer möchte unbedingt einen Stammplatz

Angst davor, dass gerade die Anfangszeit am Niederrhein schwierig werden könnte, hat der Mittelfeldspieler nicht. „Ich gehe nicht ins Ausland, um auf der Bank oder der Tribüne zu sitzen. Ich will mich entwickeln, dazu brauche ich Einsatzzeit“, sagt Xhaka forsch. Dass er tatsächlich erst einmal hinten anstehen könnte, ist aktuell kaum vorstellbar – trotz der positiven Entwicklung von Tolga Cigerci, der zu mehr als nur einer Alternative herangereift zu sein scheint.

So wird der Schweizer Nationalspieler wohl den offensiveren Part neben Havard Nordtveit einnehmen und das Aufbauspiel seiner Mannschaft in die Hand nehmen. Selbstbewusst und immer voranschreitend will der 19-Jährige sein neues Team zum Einzug in die Champions-League führen. Am 21./22. August geht die Reise los. Wohin verrät die Auslosung nur wenige Tage zuvor (10. August in Zürich). Am Gelingen dieser Mission hegt Xhaka derweil keinerlei Zweifel: „Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Mannschaft die Qualifikation schaffen können.“

Jung, selbstbewusst und fordernd – der Schweizer könnte Borussia Mönchengladbach mit seiner Art in Zukunft richtig gut tun.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 16. Juli
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