Havard Nordtveit(fight) – Borussias heimlicher Taktgeber

Sommerpause. Sommerloch. Auf „Nach dem Spiel“ gibt es bis zum Saisonstart, neben brandheißen News, auch Rückblicke auf die vergangene Saison, sowie den ein oder andere Blick in die Zukunft. Nach Filip Daems geht es heute um Havard Nordtveit – Borussias heimlichem Taktgeber…

 

Groß war die Not Borussias in der Winterpause. 10 Punkte hatte man auf der Habenseite und stellte die Schießbude der Liga. Einer, wenn nicht der wundteste Punkt innerhalb der Mannschaft war die Position des „6ers“ bzw. der beiden „6er“. Die Doppelsechs Marx/Bradley funktionierte überhaupt nicht, produzierte Stellungs – sowie Abspielfehler am laufenden Band und brachte den aufrückenden Abwehrverbund immer wieder in große Schwierigkeiten. Zumeist liefen Gladbachs „6er“ ihren Gegenspielern hinterher, die relativ unbedrängt in die Nahtstellen zwischen Abwehr und Mittelfeld spielen konnten. Borussias Mittelfeld bestand aus einem riesen Loch – von Antizipation keine Spur.

 

Max Eberl hatte seinerzeit einen jungen und talentierten defensiven Mittelfeldspieler auf dem Zettel. Havard Nordtveit von Arsenal London. Jener Havard Nordtveit, der in der vorausgegangenen Saison bereits an den 1.FC Nürnberg ausgeliehen war und somit bereits Bundesligaluft geschnuppert hatte. Nürnberg wollte den jungen Norweger halten – Arsenals Coach Arsené Wenger schob diesem Vorhaben damals jedoch einen Riegel vor.

 

Im Januar 2011 stelle sich die Situation aber anders dar. Havard Nordtveit durfte nach einigen Gesprächen zwischen Eberl und Arsenal in den Borussia-Park wechseln. Ein 20-jähriger sollte also für mehr Stabilität im Spiel des VFL sorgen? Gewagte These…

Borussias Sportdirektor lag jedoch was das junge norwegische Talent betraf , wie so oft, richtig. Nach dem Weggang von Michael Bradley zu Aston Villa, spielte und kämpfte sich der Jungspund in Gladbachs Stammformation sowie in die Herzen vieler Fans. Vor allem unter dem neuen Coach Lucien Favre sorgte Nordtveit für wesentlich mehr Sicherheit und vor allem Ordnung im Mittelfeld der Elf vom Niederrhein. Derzeit bildet Nordtveit zusammen mit Roman Neustädter Gladbachs variable Doppelsechs. Variabel weil Neustädter meist offensiver agiert, während der junge Norweger meist vor der Abwehr den Taktgeber für das „System-Favre“ gibt.

 

Seit der Verpflichtung des Norwegers ist Borussias Mittelfeld wesentlich kompakter, sicherer und stabiler. Ein Grund dafür, dass der VFL durch eine unglaubliche Aufholjagd doch noch den Klassenerhalt schaffen konnte. Havard Nordtveit, den einige Fans aufgrund seines Kampfgeistes wohl gerne in Nordfight umtaufen wollen würden, wird eins der Gesichter Borussias in der Zukunft. Ein Junge mit viel Talent, mit exzellenter taktischer Ausbildung der noch am Anfang seiner Entwicklung steht.

 

Nordtveit, der im Borussia-Park noch einen Vertrag bis 2013 besitzt, machte 16 Saisonspiele (erst zur Rückrunde zum Team gestoßen), erzielte dabei 1 Tor (gegen den 1.FC Köln) und gab eine Torvorlage.

 

Havard Nordtveit(fight) – ein Spieler Borussias für eine hoffentlich bessere Zukunft. Am besten sollte man ihn schnell ein oder zwei Jahre länger an den Verein binden, Herr Eberl.

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 07. Juni
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