Historischer Sieg der mannschaftlichen Geschlossenheit

Borussia Mönchengladbach sorgt für die Überraschung des 1. Bundesligaspieltags gewinnt verhältnismäßig „cool“ 1:0 bei den Bayern. Schwache Bayern? Nicht eingespielte Stars? Nein, der Auswärtserfolg bei den Münchenern ist einzig und alleine mit einer starken und vor allem geschlossenen Mannschaftsleistung zu begründen…

 

 

Auf dem Papier: Hier der große FC Bayern – gespickt mit Stars und Sternchen. Dort: Der VFL Borussia gespickt mit den Spielern die bereits in der Relegation beim entscheidenden Spiel in Bochum für den Klassenerhalt sorgten. Stars? Fehlanzeige. Borussias Bester Marco Reus will keiner sein. Lucien Favre, der beste Trainer seit vielen Jahren, könnte sich ebenfalls das Attribut Star auf die Stirn schreiben, gilt der Klassenerhalt des VFL doch als mittelgroßes Wunder. Doch auch der akribische Schweizer gilt eher als zurückhaltender und vor allem demütiger Anti-Star. So war in München, wie wohl in der gesamten nun laufenden Spielzeit, die Mannschaft der Star.

 

Der VFL hat wieder eine Mannschaft. Eine Mannschaft die sich, wie schon in der Rückrunde unter Lucien Favre gezeigt, für den Erfolg zerreißt. Gegen den FC Bayern war der Charakter der Mannschaft gut zu analysieren: Es ist dieses System-Favre, dieses hoch intelligente Spiel das auch über eigene Schwächen hinweghilft. Hinten ordentlich bis sehr gut stehen, ohne Beton an zu rühren. Intelligentes verschieben, intelligente Spielzüge und schnelle Konter. Kampf, Leidenschaft, Übersicht und das Bewusstsein in jedem Moment den für den Gegner tödlichen Angriff spielen zu können.

 

Kann der VFL genau dieses Spiel beibehalten, wird es enorm schwer diese Mannschaft zu bezwingen. Hoffnung ist durchaus angebracht, denn die 11 vom Niederrhein zeigt dieses Spiel inklusive des Saisonendspurts 2010/2011 schon seit geraumer Zeit. Aktuell ist die Mannschaft von Trainer Lucien Favre saisonübergreifend seit 7 Spielen ungeschlagen und kassierte lediglich 4 Gegentore in den letzten 8 Spielen. Hoffnung ja, Euphorie nein. Jetzt in große Euphorie zu verfallen wäre ebenso schwachsinnig wie fatal – der 6:3 Auswärtserfolg in Leverkusen aus dem letzten Jahr lässt grüßen. Ein Sieg in München, auch wenn es erst der 2. in der Geschichte und der 1. seit 16 Jahren war, gibt am Ende auch nur 3 Punkte. 3 Punkte die von den ominösen 40 abgezogen werden dürfen – mehr nicht. Ein durchaus verdienter Sieg in München macht den VFL nicht automatisch zu einem heißen Kandidaten für die Plätze an der Sonne.

 

Der Sieg gegen die Bayern, er war verdient, erkämpft und erzwungen. Doch was dieser am Ende wirklich wert ist, werden die kommenden zwei Spiele zeigen – beides Heimspiele. Gegen die ebenfalls mit (klaren) Siegen gestarteten Stuttgarter und Wolfsburger muss nachgelegt werden, will man wirklich mal zumindest über Platz 10 schielen…

 

Einen Überblick über die einzelnen Leistungen der Spieler gibt es in der Einzelkritik…

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 08. August
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