Karim Matmour: „Wir müssen dringend reden…“

Nächste Runde im Saisonrückblick. Heute in der „Verlosung“: Karim Matmour, Borussias Algerier der es in dieser Saison nicht leicht hatte und wohl kurz vor dem Absprung steht…

 

 

Es war nicht die Saison des Karim Matmour (25). Gewiss nicht. Man könnte die abgelaufene Spielzeit als regelrechte Seuchenzeit bezeichnen – während nahezu der gesamten Hinrunde plagten den Algerier hartnäckige Achillessehnenprobleme. In der Folge bestritt Matmour „lediglich“ 18 Saisonspiele, in denen er 15 Mal ein- und 2 Mal ausgewechselt wurde.

 

Der ehemalige Freiburger mutierte bei der Borussia zum „Joker“, zum „Kurzarbeiter“. Eine Rolle mit der sich der algerische Nationalspieler nicht zufrieden gibt. „Wir müssen dringend reden“, so wurde Matmour während der letzten Wochen in diversen Medien zitiert. Eine logische Konsequenz. Es wäre wohl für beide Seiten sinnvoller sich zu trennen.

 

Doch wohin soll Matmour gehen? Einige französische Teams haben ihn angeblich auf dem Zettel, jedoch wird man den Algerier nicht für „kleines Geld“ abgeben. Unglaubliche 2,6 Millionen ließ man sich Matmour 2008 kosten – ein Wert den er sportlich nie gerecht werden konnte. Seinerzeit ging man davon aus, das sich der damals 22-jährige rasant entwickeln würde. Schnell und trickreich – ein idealer Konterstürmer – so zeigte sich Matmour in Freiburg. Schnell, trickreich, uneffizient und sich ständig festrennend – Karim Matmour in Mönchengladbach.

 

Auch in dieser Saison, seiner persönlichen „Seuchensaison“, fiel der Algerier auf dem Platz kaum auf. Eine Torvorlage steht in den 18 Einsätzen zu Buche. Eine Torvorlage in 469 Spielminuten. Für Schlagzeilen sorgte Matmour eher neben dem Platz, als er „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ per Unterlassungsklage dazu aufforderte einen Artikel, damals noch auf einer anderen Adresse laufend, zu seinen Gunsten zu korrigieren.

Ein klassisches Eigentor damals. „Wir müssen dringend reden“ – auch ein Eigentor? Wohin soll er denn? Wohin will er? Eintracht Franfurt hat derzeit nur 14 Spieler im Kader und sucht dringend Verstärkung. Doch kann die Eintracht Geld investieren? Geld das Matmour wohl kaum rechtfertigen kann? Die Frage ist zudem ob ein Karim Matmour, der sich scheinbar stärker sieht als er ist, in die 2. Liga wechseln würde. Dort hätte er jedoch größere Chancen als „Topscorer“ in Erscheinung zu treten und seinem ramponiertem Image sowie seinen gefallenen Marktwert von nur noch 1,75 Millionen zu steigern.

 

Die Zeichen stehen auf Abschied. Besser wäre es – für beide Seiten. Eine Zukunft hat Matmour jedenfalls nicht mehr im Borussia-Park. Karim, wir müssen dringen reden…

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 12. Juni
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