Keine Zeit für die EM: Eberl will die Kaderplanung vorantreiben

Die Spekulationen rund um den Borussia-Park nehmen kein Ende. Beinahe täglich kursieren in Zeitungen und Portalen neue Namen, die angeblich mit der Borussia in Kontakt stehen. Wer wirklich ab der kommenden Saison das Trikot mit der Raute tragen wird, soll möglichst bis zum Trainingsauftakt am 02. Juli geklärt sein…

Max Eberl wird wohl manchmal mit einem breiten Grinsen an seinem Schreibtisch sitzen, sofern er überhaupt einen Blick in die Zeitungsmeldungen sowie Internetportale wirft. Die Spekulationen und Gerüchte bezüglich der Kaderplanung des VFL werden Woche für Woche immer umfangreicher. Doch wer Max Eberl kennt, weiß das dieser seine Transfers meist ohne große Nebengeräusche abschließt.

Eberl bleibt seiner Strategie treu

Zu den aktuellen Gerüchten äußerte sich Gladbachs Sportdirektor gegenüber Borussia.de deshalb auch mit einer großen Portion Zurückhaltung: „Es ist doch logisch, dass da viel spekuliert wird. Denn es ist ja bekannt, dass wir noch etwas machen werden. Und so lange nichts von uns als perfekt veröffentlicht wird, werden halt immer neue Namen ins Spiel gebracht. Unsere Liste ist natürlich bei weitem nicht so lang wie die in den Zeitungen.“

Doch Eberl lässt auch durchblicken, das er weiterhin einige heiße Eisen im Feuer hat und bald Vollzug vermelden kann: „Wir sind mit ein paar Spielern und deren Vereinen im Gespräch, und wir werden gute Lösungen für Borussia präsentieren. Wir wollen die Mannschaft zum Trainingsstart am 2. Juli weitestgehend zusammenhaben.“

Abgänge durchaus möglich

Sollte Max Eberl diesen „Fahrplan“ tatsächlich verfolgen, müsste in den kommen zwei Wochen Vollzug gemeldet werden. Dass ein Spieler den Verein auf der anderen Seite doch noch verlässt, will der Sportdirektor zudem nicht ausschließen. „Das ist durchaus möglich, es gibt aber keinen Spieler, den wir unbedingt loswerden wollen“, sagte Eberl. Als mögliche Abgänge gelten Yuki Otsu und Mathew Leckie. Beide könnten ausgeliehen werden, um bei anderen Vereinen Spielpraxis sammeln zu können. Der Australier Leckie wird derzeit mit dem FC Aberdeen in Verbindung gebracht.

Doch auch Igor de Camargo gilt in Mönchengladbach nicht als unantastbar. Der Belgier würde, vor allem bei einem namhaften Neuzugang im Sturm, um einen Stammplatz kämpfen müssen. Bei einem entsprechenden Angebot könnte der Belgier also eventuell den Verein wechseln.

Dreifachbelastung muss bedacht werden

Gegen einen Transfer des Belgiers spricht allerdings die Dreifachbelastung in der kommenden Spielzeit. Max Eberl sagte dazu: „Wir werden in der kommenden Saison mindestens 43 Pflichtspiele haben, vermutlich sogar mehr, wenn wir im Europapokal und/oder im DFB-Pokal weiterkommen. Alleine in der Hinrunde stehen mindestens 26 Pflichtspiele an, dazu kommen für einige Spieler noch die Länderspiele mit ihren Nationalmannschaften. Bis Weihnachten haben wir mindestens zehn, wahrscheinlich sogar zwölf englische Wochen. Darauf müssen wir uns einstellen, und das spielt natürlich auch bei der Zusammenstellung des Kaders eine wichtige Rolle.“ Die Frage wird sein, ob sich Igor de Camargo mit einer Ersatzrolle anfreunden könnte. Bereits in der vergangenen Spielzeit zeigte sich der Nationalspieler oft unzufrieden.

Es geht nun also in die heiße Transferphase für die Borussia und seinen Sportdirektor. Eine Reise zu den EM-Spielorten kommt daher für Eberl nicht infrage. „Ich will im Moment nicht mehrere Tage von Gladbach weg sein, dafür tut sich in Sachen Kaderplanung einfach noch zu viel“, ließ er durchblicken, dass sich wohl ganz bald etwas in Sachen Neuverpflichtungen tun wird.

Viele Kandidaten – Bendtner einer für die Borussia?

Als heiße Kandidaten gelten derzeit vor allem Innenverteidiger Alvaro Dominguez von Atletico Madrid sowie der schwedische Stürmer John Guidetti von Manchester City. Zudem könnte der dänische EM-Stürmer Nicklas Bendtner für die Borussia interessant werden. Der 24-Jährige hat beim FC Arsenal wohl keine Zukunft und liebäugelt bereits mit der Bundesliga. So zitiert ihn die Sport Bild mit den Worten: ?„Ich will die EM nutzen, um künftige Arbeitgeber zu beeindrucken, vor allem im Spiel gegen die deutsche Mannschaft. Ich werde etwas Neues ausprobieren, und es kann sehr leicht sein, dass ich in der Bundesliga lande. Mich begeistert an Deutschland vor allem die großartige Fankultur. Sie ist eine der besten in Europa, das ist eine Verpflichtung und etwas, auf das ihr Deutschen stolz sein könnt. Ich möchte gerne in dieser Liga spielen.?“

Bendtner wäre ein Spieler wie gemalt für Max Eberl, Lucien Favre und Borussia Mönchengladbach – jung, dennoch international erfahren und mit einem gewissen Torriecher ausgestattet.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 18. Juni
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