Kommentiert: Granit Xhaka – Eberl geht den richtigen Weg

Und plötzlich hielt er das Trikot mit der Raute in der Hand. Gestatten Xhaka. Granit Xhaka– Nummer 34 und personifizierte Hoffnung der „neuen“ Borussia. Für etwas weniger als 10 Millionen Euro wechselt der Hochbegabte vom FC Basel an den Niederrhein. Geld das gut angelegt zu sein scheint…

Für die meisten Fans und Beobachter der Borussia aus Mönchengladbach ist der Schweizer der Transferknaller schlechthin. Ein Spieler der oberen Kategorie, ein Spieler der die Borussia in neue Sphären bringen kann und irgendwo schon bringt. Wer hätte noch vor einem guten halben Jahr nur überhaupt davon geträumt einen Granit Xhaka im Borussia-Trikot zu sehen?

Leckie, Otsu & Co. reichen nicht für höhere Ansprüche

Doch es gibt auch die andere Seite – die Seite der Dauernörgler. Ein kleiner Teil sieht in der Verpflichtung des 19-Jährigen einen großen Fehler. Zu jung, zu unerfahren und viel zu teuer sei Xhaka. Es sind diejenigen, die ihre Borussia entweder lieber im grauen Mittelmaß sehen wollen oder aber denken, dass man mit den Leckis und Otsus dieser Welt in Europa mithalten kann.

Lieber fünf Leckis, Otsus, Rupps und Co. als einen Granit Xhaka. Für Platz neun bis fünfzehn mag dies reichen. Doch nun steht Borussia vor einer beinahe historischen Chance und kann im August gar in die Champions-League-Gruppenphase einziehen. Nicht zuletzt nach den Abgängen von Marco Reus, Roman Neustädter sowie Dante, muss die Borussia investieren. Gladbach boomt. Und Gladbach ist es seinen treuen Fans schuldig nun alles dafür zu tun, auch in der Zukunft attraktiven Fußball zu bieten.

Granit Xhaka ist jung, sehr jung. Aber er hat bereits in der Champions-League gezeigt, zu was er fähig ist. Wer ihn beobachtet, sieht einen jungen Spieler mit einer unglaublichen Präsenz und einer klaren Körperhaltung. Der 19-jährige gilt als überaus ball- und passsicher mit einem guten Auge für den Mitspieler. Xhaka ist aber vor allem eines: zweikampfstark. Der Schweizer geht dahin wo es weh tut.  Und das mit aller Konsequenz.

So bleibt nur eine klare Meinung: Sportdirektor Eberl macht alles richtig. Und er macht es genauso wie angekündigt. Er geht das Risiko ohne jedoch verrückte Dinge zu tun. Die kolportierte Ablösesumme ist für einen 19-Jährigen hoch. Sehr hoch. Doch das Risiko ist praktisch minimal. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn sich dieser Transfer am Ende nicht lohnen würde.

Klare Verbesserung zu Roman Neustädter

Fünf Jahre lang kickt der Schweizer nun für die Borussia – so sieht es der Plan vor. Er soll im defensiven Mittelfeld der neue Chef werden und das Spiel der Fohlen von hinten heraus strukturiert aufbauen. Mit Fug und Recht sowie ohne Nachtreten darf behauptet werden, dass Granit Xhaka im Vergleich zum Neu-Schalker Roman Neustädter eine herausragende Verbesserung darstellt.

Dennoch sollte man in Gladbach nicht den Fehler machen dem 19-jährigen Hochbegabten zu viel Verantwortung und zu viel Bürde aufzutragen. Granit Xhaka wird sich eingewöhnen müssen. Alleine der sportliche Schritt von der Schweizer Liga zur Bundesliga, sollte nicht unterschätzt werden.

Der Nationalspieler wirkt erstaunlich reif für sein Alter. Dass Xhaka in Mönchengladbach ankommen und sich sportlich einleben wird, dafür wird Trainer Lucien Favre mit Sicherheit sorgen. Er hat seinen Lieblingsspieler bekommen und wird genau wissen wo er ihn wie anzupacken hat, um aus dem 19-Jährigen Gladbachs neuen Star zu machen.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 21. Mai
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