Kommentiert: Peniel Mlapa – Favres Wunschalternative für die Reus-Position?

Er ist ein absoluter Wunschspieler von Trainer Lucien Favre. Jenem Trainer, der den Erfolg nach Mönchengladbach zurückgebracht hat und augenscheinlich nahezu immer das Richtige macht. Und obwohl der Schweizer den Offensivspieler Peniel Mlapa unbedingt in seinem Kader haben wollte, sprechen viele Beobachter und Fans von einem B-Transfer und einem Spieler, der allenfalls die Ersatzbank im Borussia-Park wärmen wird…

In Mönchengladbach scheint die Realität verloren gegangen zu sein. Eine Saison über den eigenen Möglichkeiten und schon macht sich ein Gen breit, welches man sonst nur aus südlichen Gefilden kennt. Da wechselt ein hochtalentierter aktueller U21-Spieler für 2,5 Millionen Euro zur Borussia und es wird gemeckert. Und das, obwohl diese „Graupe“ noch keine Sekunde für den VFL am Ball war.

Es ist ein Kuriosum. Da wartet die Fanschar auf einen Luuk de Jong, einen David Junior Hoilett oder einen John Guidetti und sieht nicht, das der mögliche Reus-Nachfolger bereits den Weg an den Niederrhein gefunden hat.

Groß, breite Statur – der unwissende Beobachter denkt sofort an den unbeweglichen Typ Brecher. Dabei ist der ehemalige Hoffenheimer alles andere als dieser. Mlapa ist schnell. Pfeilschnell. Dazu technisch mit hervorragenden Eigenschaften versehen, die es ihm in 1:1-Sitationen ermöglichen, großes zu vollbringen.

Zudem ist der 21-Jährige für den Gegner schwer auszurechnen, da er auf vielen Positionen einsetzbar ist und aus einigen Situationen heraus für Gefahr sorgen kann.  So sieht es auch Mlapa selbst: „Ich kann vorne überall spielen. In der U21 kicke ich zentral in der Spitze. In Hoffenheim habe ich oft als Außenstürmer gespielt. Meine größte Stärke ist die Schnelligkeit, ich könnte also auch als hängende Spitze ran.“

Mlapa einer für die Reus-Position?

Mlapa als hängende Spitze – ist das der Plan Lucien Favres? Mlapa als Ersatz für den agilen Reus? Ab dem 02. Juli darf Mlapa zeigen was er zu leisten imstande ist und seine Kritiker Lügen strafen. Der Offensivspieler ist jedenfalls bereit. „So langsam juckt es in den Füßen. Ich freue mich schon auf den Trainingsauftakt bei Borussia“, gab er gegenüber Bild zu Protokoll.

Bis dahin verfolgt der U21-Nationalspieler die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Irgendwann würde der Neu-Gladbacher gerne selbst dabei sein: „Für jeden Profi ist es ein Traum, bei so einem Turnier zu spielen. Ich will aber erst einmal in Gladbach zeigen, dass ich das Zeug für die Nationalmannschaft habe.“

Schritt für Schritt will das Talent den Weg gehen, der für den Gewinner der goldenen Fritz-Walter-Medaille 2010 vorhergesehen war. Für Borussia kann Peniel Mlapa in jedem Fall noch sehr, sehr wichtig werden – Lucien Favre weiß warum.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 21. Juni
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