Kommentiert: Ungeahnter Durchbruch? Bamba Anderson könnte alle überraschen

Eigentlich sollte Bamba Anderson der Frankfurter Eintracht erhalten bleiben, denn der Brasilianer war in der Aufstiegssaison Frankfurts Abwehrchef schlechthin und sorgte für eine stabile Defensive. Nun hat sich das Blatt jedoch gewendet. Aufgrund von finanziellen Engpässen am Riederwald kehrt der 24-jährige Innenverteidiger zurück an den Niederrhein. Eine Tatsache, die für den VFL noch von Bedeutung sein könnte…

Einst galt er als das größte Abwehrtalent innerhalb der 1. sowie 2. Bundesliga. Gerade hatte der Brasilianer mit Fortuna Düsseldorf ordentlich für Furore gesorgt und die Abwehr zusammengehalten. Das war in der Saison 2009/2010. Im Sommer sollte für Bamba dann der nächste Schritt folgen. Der zu Gladbach in die erste Liga. Für 1,5 Millionen Euro wechselte der Abwehrchef der Fortuna ins etwa 30 Kilometer entfernte Mönchengladbach.

14 Spiele machte Anderson am Niederrhein, ehe er als einer der Sündenböcke für die desolate Borussen-Abwehr herhalten musste. Zugegeben: Die Leistungen des Brasilianers waren zu dieser Zeit alles Andere als stabil. Der erhoffte Durchbruch gelang nicht. Stattdessen fand sich Anderson auf der Bank oder der Tribüne wieder.

In Frankfurt gereift

Die logische Konsequenz folgte auf dem Fuß. Bamba Anderson ging in die 2. Liga zu Eintracht Frankfurt. Dort sollte er zu alter Sicherheit und Stabilität zurückfinden und nebenbei fußballerisch reifen. Eine Rückkehr nach Gladbach – nicht angedacht aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen. Dennoch bekam die Eintracht eine Kaufoption auf den in Mönchengladbach „gescheiterten“ Innenverteidiger.

Die Saison in Frankfurt – stark. Die Leistungen des Brasilianers – zuweilen eindrucksvoll abgeklärt und sicher. Dennoch nahm der Aufsteiger von einer Verpflichtung des Abwehrchefs Abstand. Die klamme Eintracht-Kasse gibt aktuell keinen Spielraum zur Verpflichtung her.

Einer weiteren „Ausleihe“ des bis 2014 gebundenen Abwehrspielers zu günstigen Konditionen, erteilte Gladbachs Sportdirekor Max Eberl derweil eine Absage: „Das ist für uns kein Thema – wir haben Bamba zu sehr fairen finanziellen Bedingungen ausgeliehen und Frankfurt hatte die Chance, ihn zum vereinbarten Preis aus seinem Vertrag bei uns herauszukaufen. Aus unserer Sicht hat die Ausleihe ihren Zweck voll und ganz erfüllt, denn Bamba hat bei einem Spitzenverein in der 2. Liga viel Spielpraxis gehabt. Davon werden wir in der neuen Saison profitieren“, gab er zu Protokoll.

Zurück nach Mönchengladbach – Eberl ist erfreut

Max Eberl macht keinen Hehl daraus, das er sich über eine Rückkehr des gereiften Brasilianers freut. „Wir brauchen vier starke Innenverteidiger, denn auf uns kommt die Zusatzbelastung durch die Europapokalspiele hinzu. Insofern ist es gut, wenn wir Bamba zurück bekommen.“ Bereits nach dem letzten Bundesligaspiel gegen Augsburg erklärte der Sportdirektor in der Mixed-Zone des Borussia-Parks, dass er den Innenverteidiger mit „Kusshand“ zurücknehmen würde.

Nun bekommt die Borussia einen neuen (alten) Innenverteidiger zum Nulltarif hinzu. Ein Spieler, der in der abgelaufen Zweitligasaison gezeigt hat wozu er fähig ist. Dem 24-Jährigen ist nun eine weitere Steigerung zuzutrauen – vor allem in der täglichen Zusammenarbeit mit Lucien Favre. Wer weiß, vielleicht gelingt Bamba Anderson in der kommenden Spielzeit der ungeahnte Durchbruch am Niederrhein.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 03. Juni
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