Komplizierte Pflichtaufgabe

Endlich. Der Ball rollt wieder. Pünktlich um 20.30 wird Schiedsrichter Tobias Welz heute Abend das Erstrundenspiel des DFB-Pokals an pfeifen. Städtisches Jahnstadion Regensburg, 11.800 Zuschauer – es ist Pokal-Time. David gegen Goliath. Der Underdog aus Regensburg will dem Bundesligist mindestens ein Bein stellen. Auf dem Papier erscheint die Paarung klar, doch es könnte für den VFL schwerer werden als viele Anhänger für möglich halten…

 

 

 

 

Die Euphorie unter weiten Teilen der VFL-Anhänger ist groß, hat man doch mit einer sensationellen Aufholjagd (26 Punkte in der Rückrunde) doch noch die Klasse halten können. Da kommt ein Drittligist zum Pokalauftakt recht – Warm Up für die großen Bayern, bei denen die Elf vom Niederrhein am kommenden Sonntag gastiert. Ein Drittligist zum „Warm Up“ – nein der VFL hat in der Historie schon gegen ganz andere Teams das Pokalaus verzeichnen müssen. Vollste Konzentration und Respekt gegen die Jahn ist angebracht.

 

Lucien Favre und seine Jungs, ohnehin eine Wundertüte in der kommenden Spielzeit, wissen noch nicht wo sie stehen. Eine harte Vorbereitung liegt hinter der Mannschaft, in der lediglich die Defensive bereits positiv auf sich aufmerksam machen konnte. Das Spiel nach vorne „krankt“ noch, Spielrhythmus, Spritzigkeit sowie eine gewisse Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor wurden in den vergangenen Wochen noch vermisst. Nicht weiter schlimm, denn für den Stand der Vorbereitung durchaus normal. Fakt ist dennoch: Die Elf von Trainer Lucien Favre muss heute Abend ab 20.30 auf dem Punkt genau „da“ sein. Fokussiert, Zielstrebig und darf keiner Zweifel daran lassen wer der „Chef im Ring“ ist. Jahn Regensburg hat bereits ihr erstes Pflichtspiel hinter sich (1:1 gegen Babelsberg). Je länger Regensburg die „Null“ hält, desto komplizierter wird die Aufgabe an diesem Abend.

 

 

Der Gegner

 

 

Jahn Regensburg. Drittligist. Saisonziel: Mittelfeld/oberes Drittel. Der „Star“: Tobias Schweinsteiger (29), Bruder von Bastian Schweinsteiger, Stürmer. Der Trainer: Markus Weinzierl (36, seit 2008). Die Oberpfälzer haben ihre Feuerprobe bereits hinter sich, da die 3. Liga bereits am vergangenen Wochenende in die neue Spielzeit startete (1:1 gegen Babelsberg). „Gute Nachricht“ für den VFL: Regensburg leidet unter einer unglaublichen Verletztenmisere. Der ohnehin nicht allzu große Kader von 20 Akteuren, könnte heute Abend auf 14 einsatzfähige Spieler schrumpfen.

 

 

 

Die Bilanz

 

 

Premiere im Jahnstadion – bislang lieferten sich beide Vereine keine Pflichtspielduelle.

 

 

So spielt die Borussia

 

 

 

 

Lucien Favre lässt fast mit der exakten Aufstellung spielen, mit denen der VFL im Mai ,in Bochum, die Klasse halten konnte. Einziger Neuzugang in der Startformation: Matthew Leckie für Juan Arango, da der Venezolaner nach der Copá noch im Kurzurlaub weilt. Für den jungen Australier könnte auch Neuzugang Rupp beginnen. Die Marschroute Favres sollte klar sein: Hinten nichts zulassen und vorne möglichst schnell ein Tor erzielen. Ein langes 0:0 wäre Gift für die Elf vom Niederrhein,fällt es der Mannschaft doch schwer das Spiel selbst zu gestalten. Ein frühes 1:0 – so könnte Gladbach das tun, was man ausgesprochen gut kann: Kontern. Die schnellen Leckie und Reus, in Verbindung mit den „Prellspielern“ Hanke und de Camargo, mit denen dazu auch noch gut Fußball zu spielen ist – eine perfekte Ausgangslage. Doch diese muss sich die Borussia ersteinmal in der Frühphase des Spiels erarbeiten.

 

 

„Nach dem Spiel“ Tipp:

 

 

Lucien Favre wird seine Jungs mehr als akribisch auf diese ersten komplizierte Aufgabe vorbereitet haben. Auch wenn noch viel Sand im Getriebe sein wird, gewinnt der VFL nach einer glanzlosen Leistung mit 2:0 und zieht in die 2. Pokalrunde ein.

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 29. Juli
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