Lieber Jermaine Jones

Der fiese Tritt von Jermaine Jones war der „fiese“ Höhepunkt des Spiels Borussia Mönchengladbach gegen Schalke 04. Grund genug mal wieder eine fiktive E-Mail zu verfassen …

 

 

Lieber Jermaine Jones,

Borussia Mönchengladbach gegen den FC Schalke 04. Viel Kampf, eine Menge Leidenschaft und teilweise großer Sport. Doch was Sie gestern abgeliefert haben, hatte mit Sport relativ wenig zu tun. Während sich Klaas-Jan Huntelaar mit seiner Schiedsrichterbeleidigung sowie der Grieche Kyiakos Papadopoulos mit seinen ständigen Ellbogenchecks und seinem Verhalten nach Schlusspfiff nicht gerade mit Ruhm bekleckerten, haben Sie das wohl dümmste und dreisteste Foul dieser Saison begangen.

Herr Jones, Sie haben sich lächerlich gemacht und einen fußballerischen sowie vor allem charakterlichen Offenbarungseid geleistet. Sich unbeachtet vom Schiedsrichter einem Gegenspieler zu nähern und ihm dann mit purer Absicht auf den bereits lädierten Fuß zu treten, schlägt dem Fass den Boden aus. Heute sing(k)t für Sie: das Niveau. Jawohl Herr Jones, „Niewo“ ist keine Creme.

Was soll man auch anderes von Ihnen erwarten? Ein Spieler, der bei all seinen Stationen als Unruheherd galt, im Groll den jeweiligen Verein verlassen hat und aufgrund von Nichtberücksichtigung gar die Nationalmannschaft gewechselt hat. Lassen wir das. Jetzt wird es politisch. Apropos politisch: Der DFB ermittelt nun diesbezüglich gegen Sie. Richtig so. Spieler wie Sie müssen aus dem Verkehr gezogen werden.

Wenn man selbst einen Klumpfuß hat, versucht man diejenigen die besser sind mit unfairen Mitteln aus dem Spiel zu nehmen. Da tun sich Parallelen zu einem „Spieler“ auf, der sich „Iron-Mike“ nennt. Sie beide scheinen sich in Ihrem auf dem Platz gezeigten Charakter nicht großartig zu unterscheiden. Mike Franz ist verletzungsbedingt schon aus dem Verkehr genommen. Sie wohl nun auch für einige Zeit. Fehlt nur noch ein gewisser Mehmet Scholl, der diese Sache auch noch unter der Rubrik „gehört vielleicht zum Fußball dazu“ führt.

Wenn Sie und die beiden anderen Protagonisten Vorbilder für die Kinder und Jugend Deutschlands sein sollen und diese Dinge dazu gehören, braucht man sich nicht zu wundern, wenn auf den Schulhöfen der Republik regelmäßig die Fäuste fliegen oder wehrlose Menschen in U-Bahn-Stationen attackiert werden. Bleibt zu hoffen, dass Sie der DFB nachträglich zu Ihrer gelb-roten Karte für mehrere Spiele sperrt und Sie selbst über Weihnachten ein wenig zur Besinnung kommen.

In diesem Sinne, frohe Weihnachten Herr Jones …

 

 

 

PS: Kennst du schon unseren kostenlosen Newsletter? »Hier« kannst du unseren kostenlosen Newsletter abonnieren.

veröffentlicht von Björn Brodermanns am 22. Dezember
Diesen Artikel empfehlen:
 
Kommentieren via Facebook neu