„Lieber“ Maik Franz…

Abwehrspieler Maik Franz von Hertha BSC Berlin zeigte sich am vergangenen Wochenende einmal mehr von seiner „besten“ Seite. Ein brutales Foul an Marco Reus auf und unglaubliche Aussagen neben dem Platz sind Grund genug für eine nicht journalistische, fiktive Email der anderen Art…

„Lieber“ Maik Franz,

oder sollte ich besser sagen: „Lieber Iron-Maik ?! “ So präsentieren Sie sich jedenfalls auf Ihrer offiziellen Homepage, auf der Sie absichtlich mit Ihrem Image spielen – jenem Image über das Sie sich ansonsten öffentlich beklagen. Intelligent ist das nicht gerade. Aber was soll man an dieser Stelle auch groß erwarten, nicht wahr? Das Runde muss ins Eckige. Wenn man das halt nicht so drauf hat, muss der Stollen eben ans Schienbein. Oder so ähnlich…

Ich hätte da einen Tipp für ein besseres Image: Benennen Sie ihre Homepage doch einfach mal um in www.Benehmen-ist-Glückssache.de –  das Sie es damit nicht so ganz haben, ist in der Bundesliga ein offenes Geheimnis. Das ständige Provozieren auf dem Platz – einfach nur peinlich. Sie reden öfters mit ihrem Gegenspieler als Sie fußballerisch gelungene Aktionen zeigen. Warum will ich nicht wissen, welche Worte Sie da benutzen? Mein Tipp ist das Sie Worte in den Mund nehmen, welche ich nicht einmal in die Hand nehmen würde. Dazu Ihre brutalen Fouls – ein Thema für sich…

Sie sprechen dauernd darüber, das Sie weniger Foul spielen und weniger Karten kassieren als vor einigen Jahren. Sie seien nun 30 und gereift. Logisch, wer weniger spielt hat auch weniger Möglichkeiten Foul zu spielen. Es geht Berg ab – aber nur mit Ihren Einsatzzeiten. In der Saison 2010/2011 waren es gerade einmal 23 Ligaspiele für die Frankfurter Eintracht. Ihre beste Leistung dabei war es, neben 13 gelben keine rote Karte zu kassieren. Nun sind es gerade einmal 6 Spiele für die Hertha, bei denen Sie bereits 3 Mal den gelben Karton gesehen haben.

222 Spiele in der 1. und 2. Liga – 81 gelbe, 3 gelb-rote und 3 glatt-rote Karten. Eine „tolle“ Statistik. Von den vielen nicht gegebenen Karten wollen wir an dieser Stelle erst gar nicht anfangen zu reden. Nehmen wir stattdessen einfach mal das Spiel vom letzten Wochenende als Beispiel. Die Hertha gegen Borussia Mönchengladbach. Ein gewisser Marko Reus hat Sie 30 Minuten lang beschäftigt, ist Ihnen 30 Minuten lang Haken schlagend immer wieder davon gelaufen. Nach 33 Minuten ist er Ihnen dann derart entwischt, dass er zum 1:1 für Borussia Mönchengladbach ausgleichen konnte.

Wer im Anschluss daran Ihren Gesichtsausdruck sehen konnte, dem ging nichts Gutes durch den Kopf. „Iron-Maik“, mit hochrotem Gesicht, die Lippen aufeinander gepresst und „Schaum vor dem Mund“. Nur 3 Minuten später kommt es zur weniger sportlichen Revanche Ihrerseits: Mitten im Niemandsland des Spielfelds, zwischen Mittellinie und Strafraum, schalten Sie wieder einmal Ihr Gehirn aus…

Die Situation: Borussias Bester, Marco Reus, steht mit dem Rücken zum Berliner Tor – also völlig ungefährlich für Ihre Mannschaft. Was Sie nun zeigen, ist Ihre ligaweit bekannte beidfüßige Grätsche – dem einzigen was Sie beidfüßig können und die Liga im übrigen nicht sehen will. Aus unerfindlichen Gründen touchieren Sie noch haarscharf den Ball, durchbohren aber zeitgleich den Knöchel ihres Gegenspielers.

Ein Wunder das dem Gladbacher nichts schlimmeres passiert ist, trafen Sie ihn doch am ungeschützten Bereich des Fußes – zwischen Schoner und Schaft. Diese Kombination und die Tatsache das dieses Foul im Niemandsland des Spielfelds passierte, lässt nichts anders als Ihnen böse Absicht zu unterstellen.

Direkt im Anschluss an den Treffer zum 1:1 war für Sie klar,  Marco Reus „ordentlich“ eine zu verpassen. Ihre Scheinheiligkeit nach der Aktion und im Anschluss an das Spiel sind ebenso peinlich und unvorstellbar wie das “ Nichtzücken“ einer roten Karte seitens des Schiedsrichters. Sie bekommen nicht einmal gelb, obwohl Sie die Gesundheit des Spielers absichtlich gefährdet haben –  manchmal wünscht man sich: Sie „lieber“ Maik Franz,  auf einem Ascheplatz  in der Kreisliga C. Mit Spielern wie Ihnen weiß man dort besonders umzugehen – Stichwort Zeichen setzen. Welch ein Glück für Sie das Borussias Spieler Patrick Herrmann am Wochenende sportlicher Weise den Ellbogen zurück gezogen hat.

Marco Reus hat nach dem Spiel über dieses Thema nicht viel von sich gegeben, außer das über den Spieler Franz bereits alles gesagt sei. Nur Sie waren es der noch einmal verbal nachtrat „Der Schiri stand doch nur drei Meter daneben. Er hat den Zweikampf genau gesehen und hat mir keine Gelbe Karte gegeben. Gut, der Reus hat einen abgekriegt. Aber er steht ja nicht unter Artenschutz!“  und in der ARD-Sportschau noch den dummen Satz hinzufügte: „Marco Reus hat hervorragende Fähigkeiten, ist der beste Spieler der Borussia und wird nicht mehr lange dort spielen…„.

Was nehmen Sie sich raus, über die Zukunft eines für Sie fremden Spielers zu urteilen? Was glauben Sie eigentlich wer Sie sind Herr Franz?  Ganz Fußball-Deutschland weiß es und ein gewisser Mario Gomez wusste es schon vor einigen Jahren:

PS.: Auch die Borussia gewann ihr Spiel und Marco Reus das Duell gegen Sie – mit 2 herrlichen Treffern. Damit ist sportlich alles gesagt…

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 07. November
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