Lucien Favre sieht in Alexander Ring einen wichtigen Mosaikstein

Das Spiel der Borussia hakt. Die Leichtigkeit des Seins der Vorsaison ist noch nicht wieder zu erkennen. Nach wie vor fehlt der Mannschaft von Trainer Lucien Favre die nötige Geschwindigkeit sowie Handlungsschnelligkeit im Spiel nach vorne. Ausprobiert hat der Schweizer einiges. Nun scheint er sich jedoch eine der naheliegenden Varianten anzunehmen: Alexander Ring.

„Ich bin ein Trainer, der vor allem auch an der Ästhetik des Spiels interessiert ist. Ich will Schnelligkeit. Schnelligkeit am Ball, Schnelligkeit in den Beinen, aber auch Schnelligkeit im Kopf, bei den Gedanken“, sagte Lucien Favre gegenüber Ran.de. Viele Haken kann der Romand aktuell noch nicht unter den Attributen setzen.

„Wir haben zu wenig richtige Bewegung in unserem Spiel – offensiv und defensiv. Es fehlt die Schnelligkeit in die Tiefe“, beschreibt Favre das Problem. Tolga Cigerci durfte sich zuletzt gegen Fortuna Düsseldorf mit mäßigem Erfolg in zentraler Position versuchen. Seine Leistung war gut. Der eines gelernten defensiven Mittelfeldspielers entsprechend. In der Länderspielpause ist der Romand allerdings weiter auf der Suche nach der, durch den Reus-Weggang verlorengegangenen, Geschwindigkeit.

Branimir Hrgota darf sich dieser Tage in den durch Länderspielabstellungen dezimierten Trainingseinheiten versuchen. Dass Favre ihm in den kommenden Wochen eine derartig wichtige Rolle zukommen lassen wird ist allerdings unwahrscheinlich. Trotz aller Anlagen benötigt der Schwede Zeit um sich auf dem gestiegenen Niveau wirklich durchzusetzen.

Für viele Beobachter wäre indes ein anderes Nordlicht geradezu prädestiniert dazu Geschwindigkeit und Bewegung ins Spiel zu bringen – Alexander Ring. Die Spielweise des Finnen, der bislang vornehmlich auf der rechten Außenbahn zum Einsatz kam, ähnelt sehr der von Marco Reus. Genau wie einst beim frischgebackenen Fußballer des Jahres scheinen die Fähigkeiten Rings allerdings auf der rechten Seite verschenkt. Eine Tatsache die augenscheinlich auch Lucien Favre ins Grübeln bringen.

„Ring ist ein ausgezeichneter Fußballer“, sagt der Romand über seinen Schützling und gewährt weitere Einblicke in seine fußballerischen Gedankengänge: „Er hat die Beschleunigung, die Ballannahme, und er ist auch im Eins gegen Eins sehr gut. Natürlich muss auch er noch ein paar Sachen verbessern, das ist in seinem Alter ganz normal. Aber er kann in der Tat fast überall im Sturm spielen, ob nun links oder rechts, ob als 9 1/2 oder eben als Nummer 9. Und ich bin sicher, dass er uns in Zukunft noch mehr helfen wird.“

Alexander Ring als schneller und unkontrollierbarer Kreativposten der Borussia? Eine durchaus denkbare Lösung. In seinen bisherigen Einsätzen deutete der 21-Jährige jedenfalls mehr als nur an, was in ihm steckt. Marco Reus erreichte seine Leistungsexplosion erst als ihn Favre weiter nach vorne und in die Zentrale beorderte.

Ergeht es „Finnenblitz“ Alex Ring bald ähnlich? Sollte er gesund von den Länderspielreisen zurückkehren, könnte er vielleicht schon gegen Nürnberg in den Fokus rücken.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 08. September
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