Marc-André ter Stegen – Gladbachs goldene Zukunft

Borussia Mönchengladbach hat seit dem Derby gegen den 1.FC Köln eine neue Nummer 1. Der erst 18-jährige Marc-André ter Stegen hütete gegen die Domstädter zum ersten Mal das Tor der Borussia in einem Pflichtspiel – seinem ersten Bundesligaspiel überhaupt. Seine Sache machte er bis auf eine Kleinigkeit bei einem Rückpass richtig gut – unaufgeregt als wenn er schon immer im Tor der Gladbacher gestanden hätte…

Trainer Lucien Favre hat sich also „getraut“. Er vertraute erneut seinem Bauchgefühl und schenkte eben dieses Vertrauen dem erst 18-jährigen Torwarttalent Marc-André ter Stegen. Ter Stegen, bereits seit den „Bambinis“ im Trikot der Raute, wurde ins kalte Wasser der Bundesliga, ins kalte Wasser des Abstiegskampfes geworfen. Und das gegen Köln. Nicht einfach für einen so jungen Torhüter – sollte man meinen. Doch trotz des kalten „Bundesliga-Abstiegskampf-Derby-Wasser“ schwamm er sich frei, ohne wirklich Wasser zu schlucken. Ganz unaufgeregt ging ter Stegen dem nach, was er seit je her für die Borussia getan hat. Im Tor stehen, Tore verhindern.

Zeitweilig machte es den Anschein, als ob das Talent schon ewig die Nummer 1 des VFL gewesen wäre – Vertrauen ausstrahlend und vor allem laut Kommando gebend, gab er seiner Abwehr den nötigen Rückenhalt. Selbst in der 10-minütigen Drangphase der Kölner zu Beginn der 2. Halbzeit, stand er  „seinen Mann“ und konnte durch starke Reflexe sowie Antizipieren überzeugen. So nahm er im Herauslaufen dem heranstürmenden Lukas Podolski den Ball vom Fuß und konnte so ein fast sicheres Tor der Kölner vereiteln. Insgesamt eine starke erste Bundesligapartie des „Fohlen“.

Ein hoch talentiertes Fohlen

Der Junge Keeper aus Borussias Fohlenstall spielte durchgängig in sämtlichen Juniorenauswahlen des DFB. So stehen 7 Spiele für die U16, 19 für die U17, 4 für die U18 und bereits 5 Spiele für Deutschlands U19-Nationalmannschaft zu Buche. Schon in einem sehr jungen Alter holte ter Stegen einen internationalen
Titel – als Torwart der U17 Nationalelf holte er den EM-Titel und nahm im gleichen Jahr an den WM-Spielen in Nigeria teil.

Für viele Kenner der Szene gilt Borussias Nachwuchskeeper als eines der größten Torwarttalente Deutschlands und dem größten Borussias nach Wolfgang „Otto“ Kleff. Was bereits jetzt unnachahmlich ist: Ter Stegens starke Reflexe auf der Linie, eine für sein Alter sehr gute Strafraumbeherrschung und eine große Präsenz auf dem Platz. Er versteht sich als moderner, mitspielender Torhüter, einem Libero im Tor – fußballerisch immer in der Lage einzugreifen und mitzuspielen. Ein Vergleich mit Deutschlands aktuellem Nationaltorhüter Manuel Neuer ist hier weder vermessen, noch liegt er fern – Marc-André der Stegen hat das Talent ein ganz großer seiner Gilde zu werden.

Marc-André ter Stegen – Borussias neue Nummer 1. Lucien Favre wird wohl an ihm festhalten, auch nach zu erwartenden, weil in diesem Alter dazugehörenden Fehlern – bleibt zu hoffen das er im Abstiegskampf zunächst fehlerfrei bleibt, oder diese keine Konsequenzen nach sich ziehen. Ein Talent darf und muss Fehler machen und machen dürfen, um sich wirklich weiter zu entwickeln.
Ein Manuel Neuer hat es vorgemacht wie stark man bereits in jungen Jahren spielen kann, als er den starken Frank Rost im Tor des FC Schalke 04 verdrängte und seinen „Mann“ stand. Borussia sollte sich trauen und so in ihre Zukunft investieren…

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 11. April
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