Marco Reus: Der Nachteil einer 18 Millionen Klausel

Ist es nur ein Störfeuer des Boulevard oder doch eine Information die der Wahrheit entspricht? Der FC Bayern München soll Marco Reus ganz oben auf der Wunschliste stehen haben. Verwunderlich wäre es nicht, denn die Bayern wollen naturgemäß die Besten der Besten – und eben dieser Reus ist auf dem besten Wege zu einem ganz großen Spieler zu reifen…

 

Nichts los beim VFL. Jedenfalls gibt es für den Boulevard nichts negatives zu berichten – große Langeweile. Es könnte also gut sein, das mit der Veröffentlichung des vermeintlichen Interesses der Bayern bezüglich Marco Reus „nur“ ein Störfeuer gelegt werden soll. Frei nach dem Motto: Gibt es keine Story, machen wir uns eine. Das diese dazu auch noch glaubhaft wirkt, ist der Leistung des Spielers und dem „Jagdmuster“ der Bayern geschuldet. Reus würde ins Konzept der Münchener passen: Schnell, technisch unheimlich stark, dazu noch ein junger deutscher Nationalspieler.

Positiv: Ein Abgang des besten Gladbachers würde ordentlich Geld in die Kriegskasse spülen. Der erst kürzlich bis 2015 verlängerte Kontrakt des Neu-Nationalspielers beinhaltet klare Klausen – so kann Reus nach dieser Saison für eine festgeschriebene Ablösesumme von 18 Mio Euro. Bleibt er dem VFL weiter erhalten, sinkt die festgeschriebene Summe jährlich um 3 Millionen auf 15 in 2013 sowie auf 12 Millionen in 2014.

Negativ: Ein Abgang des Spielers würde ein Riesenloch hinterlassen. Auf und neben dem Platz gilt Marco Reus als absolut unersetzlich. Auch mit 18 Millionen muss erstmal annähernd die Qualität gefunden werden, die der hochtalentierte Mittelfeldspieler Woche für Woche abliefert.

Marco Reus fühlt sich Mönchengladbach pudelwohl und denkt nicht im geringsten an einen Wechsel – dies beteuert der Spieler jedenfalls immer wieder in der Öffentlichkeit. Man will es ihm glauben. Man kann es ihm glauben. Der gebürtige Dortmunder ist charakterlich einwandfrei, weiß wo er hingehört und weiß vor allem auch seinen Verein zu schätzen. Was jedoch Bauchschmerzen bereitet: Der Nachteil einer solchen Klausel ist die Tatsache, das die Bayern in Gladbach nicht um Erlaubnis fragen müssen Reus zu verpflichten. Die Zahlen sind klar definiert und 18 Millionen kein Betrag, der den Bayern Kopfschmerzen bereitet.

Es wird also alleine auf den Spieler ankommen wann und wohin er wechselt. Das Marco Reus irgendwann den Verein verlassen wird, dürfte jedem klar sein – dennoch täte ihm ein weiter Verbleib am Niederrhein gut. Dies wird auch Reus selbst wissen und so einschätzen. Vielleicht bekommt er ja in der kommenden Saison die Gelegenheit sich mit dem VFL international (Platz 6 würde reichen) zu messen – einem Erhalt des Mittelfeldspielers würde dies in jedem Falle zuträglich sein.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 20. Oktober
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