Max Eberl hat „Favre-Wunsch“ Luuk de Jong noch nicht aufgegeben

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl ist weiterhin fieberhaft auf der Suche nach Köpfen für die Borussia 2012/2013. Augenscheinlich stellt sich die Aufgabe schwieriger als von vielen gedacht. Denn obwohl in Gladbach seit Januar der Abgang des wohl wertvollsten Spielers – Marco Reus – feststeht und seit Wochen Planungssicherheit bezüglich einer Europapokal-Teilnahme herrscht, kann Eberl noch keine Vollzüge vermelden…

„Wir sind uns noch mit keinem Spieler einig und können noch nichts vermelden, stehen aber vor einigen Abschlüssen“, ließ sich der Sportdirektor während der Jahreshauptversammlung zumindest ein wenig in die Transferkarten blicken. Während Felipe Santana sowie Eren Derdiyok wohl vom Markt sind, scheint derzeit neben Granit Xhaka auch Luuk de Jong immer noch ein heißer Kandidat zu sein.

Dem Vernehmen nach konnte sich Trainer Lucien Favre bei den Namen Santana sowie Derdiyok nicht abschließend entscheiden. Unterschriftsreife Verträge verliefen so im Sande. Es ist eine Krux: Der Schweizer fordert augenscheinlich Spieler von einer ganz bestimmten Qualität. Bankspieler erscheinen Favre wohl als Risiko und lassen ihn zweifeln – so geschehen auch im Winter, als sich die Gladbacher mit Patrick Helmes über einen Wechsel an den Niederrhein einig waren.

Besondere Qualität besitzen ohne Zweifel die Kollegen Luuk de Jong und Granit Xhaka. Beides sind Spielertypen, die Lucien Favre Informationen zu Folge unbedingt in seinem Kader wissen will um mit der Elf vom Niederrhein den nächsten Schritt zu gehen. Während der Schweizer Xhaka wohl den Weg nach Mönchengladbach finden und sich Eberl mit den Verantwortlichen Basels einigen wird, gestaltet sich ein Transfer von de Jong als weitaus schwieriger.

Acht Millionen Euro soll die Borussia nun dieser Tage für den Niederländer geboten haben. So stellte es zumindest die Tageszeitung „De Telegraaf“ dar. Ob der potenzielle niederländische „Reus-Ersatz“ für diesen Preis Transferiert wird, ist fraglich. Immerhin werden Medien zu Folge bis zu 15 Millionen Euro aus England geboten.

Youri Mulder bescheinigt sehr großes Interesse

„Ich weiß, dass Gladbach sehr, sehr großes Interesse an Luuk hat!“, verriet Youri Mulder. So wird zumindest aus medialer Spekulation ein echtes Interesse. Sollte der Goalgetter ( 23 Tore in 30 Ligaspielen) wirklich Favres absoluter Wunschspieler sein, täte Eberl gut daran noch einmal nach zu legen. Für die kolportierten acht Millionen wird de Jong ab Sommer kaum das Trikot mit der Raute tragen.

Apropos Sommer: Sollte der 21-jährige bei der Europameisterschaft zum Einsatz kommen, wird dieser wohl kaum preisgünstiger werden. So stellt de Jong neben einem sportlichen Zugewinn vor allem auch ein finanzielles „Investment“ dar – es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn diese in einigen Jahren nicht gewinnbringend weiter ziehen würde. Risiko oder lieber eine Etage tiefer einkaufen? Max Eberl wird in den kommenden Wochen Antworten finden müssen.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 02. Mai
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