„Offiziell ist noch nichts“ – Neuzugänge lassen auf sich warten

Die Gerüchteküche in Mönchengladbach brodelt seit geraumer Zeit. Genau genommen schon seit dem vergangenen Januar, als Marco Reus seinen Abschied bekanntgab und ein Transfer von Patrick Helmes an den Niederrhein wohl an den Forderungen Felix Magaths scheiterte. Stand heute gibt es aus Max Eberls Sicht noch nichts handfestes zu vermelden. Zudem sind Spielerneuverpflichtungen wohl bis Anfang Mai nicht zu erwarten …

Die Spekulationen um Abwehrchef Dante reißen nicht ab. Wer zwischen den Zeilen sämtlicher Protagonisten liest, wird aber über jeden Zweifel des Transfers erhaben sein. Der Brasilianer wechselt zum 01. Juli an die Säbener Straße. Ob für 4,6 Mio oder durch die Qualifikationen für Europa ein wenig mehr, dürften wohl nur Max Eberl, Christian Nerlinger sowie der Berater des Spielers wissen.

Für viele Anhänger der Borussia ist ohnehin das Gesicht der Mannschaft für die kommende Saison interessanter. Ersetzt der Brasilianer Felipe von Standard Lüttich Dante in der Innenverteidigung? Oder wird es doch Felipe Santana von Borussia Dortmund? Wechselt Hannovers Lars Stindl an den Niederrhein und gibt den spielerisch besseren Neustädter?

Kann Borussia Mönchengladbach Transfers der Kategorie Granit Xhaka und Luuk de Jong stemmen? Wer ersetzt Marco Reus? Und: Wen lotst Favre im Falle eines Abstiegs der Hertha zum VfL? Raffael sowie Fabian Lustenberger dürften dem Schweizer jedenfalls das Herz höher schlagen lassen.

Viele Fragen, keine Antworten

Derzeit gibt es lediglich viel Raum für Spekulationen. Antworten sind von Sportdirektor Max Eberl wohl noch nicht zu erwarten. Dieser hat, entgegen der Arbeitsweise vieler anderer Vereine, augenscheinlich die „Blümchentaktik“ gewählt und pocht auf Kollegialität. Es gebe nichts zu verkünden, betonte der Gladbacher in Hannover. „Schon allein“, so Eberl, „weil wir mit Profis verhandeln, die mit ihren Vereinen im Saisonendspurt noch wichtige Spiele zu bestreiten haben.“ Den möglichen Vorwurf, für Unruhe zu sorgen, will man sich in Gladbach ersparen. Dies umso mehr, da man selbst oft genug betroffen ist.

Es ist wohl eher eine andere Taktik des einstigen Verteidigers. Eberl will die Preise drücken. Die Konkurrenz weiß ob der großen Finanzkraft der Mönchengladbacher. Da ist defensives Verhalten auf dem Transfermarkt möglicherweise genau die richtige Vorgehensweise.

Fix ist also offiziell nichts. Fest steht nur, dass Eberl viel Geld in die Hand nehmen will und in die Hand nehmen muss, um die Abgänge von Marco Reus, Roman Neustädter sowie höchstwahrscheinlich Dante kompensieren zu können. Gladbachs Sportdirektor verriet zudem kürzlich: „Wir wollen uns im einstelligen Tabellenbereich etablieren, und dazu brauchen wir einen Kader, der gut genug ist, die Doppelbelastung mit Liga und Europapokal zu bewältigen.“

PS: Kennst du schon unseren kostenlosen Newsletter? »Hier« kannst du unseren kostenlosen Newsletter abonnieren.

veröffentlicht von Björn Brodermanns am 03. April
Diesen Artikel empfehlen:
 
Kommentieren via Facebook neu