Raffael, Stindl, de Jong und Xhaka: Es muss auch machbar sein

Seit Monaten warten die Anhänger der Borussia außerhalb des grünen Rasens auf positive Neuigkeiten. Die Abgänge von Marco Reus und Roman Neustädter schlugen im Januar ein wie eine Bombe, ohne dass bislang auch etwas Positives zu Tage gefördert werden konnte. Mit Eberls Machtwort bezüglich des Favre-Verbleibs bis mindestens 2013 wurde jetzt ein Anfang gemacht. In puncto Neuzugänge hält sich der Sportdirektor jedoch noch zurück …

Die Borussia zeigt derzeit die beste Saison seit gefühlten Jahrhunderten, steht genau genommen so gut da wie seit 35 Jahren nicht mehr. Und auch finanziell hat Sportdirektor Max Eberl im Sommer für Gladbach bislang ungeahnte Möglichkeiten. 17,5 Mio aus dem Reus-Transfer, mögliche Einnahmen aus dem Europacup, höhere TV-Gelder aufgrund der positiven Saison und aus dem Winter-Transfer Raul Bobadillas in die Schweiz sollten auch noch ein paar Cent übriggeblieben sein – Borussia kann investieren.

Derzeit ganz oben auf der Liste sollen neben Luuk de Jong von Twente Enschede und Herthas Raffael, den Favre bereits seinerzeit nach Berlin holte, auch Lars Stindl von Hannover 96 stehen. Sollte Dante wie erwartet zu den Münchener Bayern wechseln, sind zudem wohl auch noch Felipe aus Lüttich sowie Santana von Borussia Dortmund für Eberl interessant .

Zum anstehenden Dante-Wechsel äußerte sich der Sportdirektor bislang noch durchaus hoffnungsvoll: „Ich weiß, dass er sich in einer Entscheidungsphase befindet: Gehe ich zu einem großen Verein oder bleibe ich bei diesem großen Verein. Es ist sein Traum, international zu spielen – und wir sind dabei, das zu schaffen“, sagte Eberl bei „Liga total Lounge“.

Auch bezüglich der restlichen Namen verweigert er jeglichen Kommentar, vielleicht auch weil einfach noch nichts annähernd spruchreif ist? „Wir wissen, was wir wollen, jetzt geht es um die Machbarkeit, fix ist nichts“ – mehr ist dem ehemaligen Rechtsverteidiger und heutigen sportlichen Leiter nicht zu entlocken.

Große Transfers der Kategorie Granit Xhaka vom FC Basel sind wohl ohnehin nicht zu erwarten. Ein Luuk de Jong wäre da schon das Höchste der Gefühle. Sollte Eberls Aussage vom Januar „Wir werden keine 10 Mio für einen Spieler ausgeben“ noch stehen, wäre ein Transfer des Niederländers ebenfalls nur schwer zu realisieren. Eberl geht in seinen Aussagen nun sogar noch weiter und dämpft damit die Erwartungen nach echten „Kracher-Transfers“: „Wir brauchen einen Kader, der die Doppelbelastung mit Liga und Europapokal schaffen kann, der aber nicht so viel kostet, dass wir ihn auch bezahlen können, wenn wir nicht international spielen“.

Der Sportdirektor geht nicht zwingend von einem langfristigen Verbleib Borussias in oberen Tabellenregionen aus. Das Ziel sei, die Borussia unter die Top-Acht der Liga zu etablieren – mit der Möglichkeit, ähnlich wie in der laufenden Spielzeit, oben mitzumischen. So äußerte sich Eberl jedenfalls im Rahmen der LigaTotal-Lounge.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 27. März
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