Reife Mannschaftsleistung – ein Blick in die schwarz-grün-weiße Kristallkugel

Die Borussia gewinnt gegen den 1.FC Kaiserslautern klar verdient mit 1:0 und zeigte gerade in der Defensive eine verdammt reife Mannschaftsleistung. Nun hat sich die Mannschaft von Lucien Favre ersteinmal oben „festgesetzt“. Doch wohin führt der Weg mit nunmehr 10 Punkten auf der Habenseite?

 

 

Noch sind erst 5 Spiele gespielt und obwohl man ein richtiges Fazit, eine realistische Zwischenbilanz erst nach 10 Spielen ziehen kann, lohnt es sich bereits jetzt einen Blick in die schwarz-weiß-grüne Kristallkugel zu werfen…

 

Der Weg des VFL ist bereits 5 Spieltage vor dieser ominösen Marke von 10 Partien ganz klar zu sehen. Die Mannschaft von Erfolgstrainer Lucien Favre macht damit weiter womit sie in der vergangenen Spielzeit aufgehört hat – mit intelligentem, ansehnlichem, vor allem  aber erfolgreichen Fußball. Besonders auffällig gegen den 1.FC Kaiserslautern war die für einen kolportierten Abstiegskandidaten überaus vortreffliche Defensivleistung. Wer bislang mit  der favr´schen Bezeichnung “ intelligent verteidigen“ nichts anfangen konnte, musste nur das Defensivverhalten seiner Elf gegen die „roten Teufel“ beobachten – welche an diesem Samstag Nachmittag einfach Lehrbuchmäßig war.

 

 Diese Abwehr des VFL sucht, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, in derzeitiger Verfassung in der Liga seines gleichen . Allzu große Angst das diese Verfassung einmal verloren geht müssen die Anhänger des VFL nicht haben, zu konstant waren die defensiven Leistungen innerhalb des letzten halben Jahres seit der Schweizer Favre in Mönchengladbach das Ruder in der Hand hält.  Wohin führt also der Weg der Borussia in dieser noch jungen Saison?

 

 Parallelen zur Zeit Lucien Favres bei Hertha BSC werden so langsam aber sicher  überdeutlich  – defensiv wenig bis nichts zulassen und nach vorne ständig in der Lage sein ein Tor zu schießen. Einziger Unterschied: Während die Offensive der Herthaner seinerzeit nur aus Marko Pantelic zu bestehen schien, befinden sich im Kader der Borussia gleich mehrere Akteure die ein Spiel alleine entscheiden können. Fällt der eine aus (Nordtveit fühlte sich nach der Länderspielreise „platt“) oder hat ein anderer mal einen schlechten Tag (Reus), kompensiert jemand anderes dieses „Loch“ – zuletzt gesehen gegen den FC Kaiserslautern. Leider nicht in Perfektion.

 

 Denn wenn der hoch verdiente Sieg gegen die Pfälzer einen Haken hatte, war es die mangelnde Chancenverwertung. Obwohl der Gegner die Räume extrem eng machte und den VFL nicht zur Entfaltung kommen ließ, erspielte sich die Borussia einige gute Spielszenen – allen voran  Raul Bobadilla der, nachdem er sich den Ball richtig stark erkämpfte, in alter „Boba“-Manier eine 1000 prozentige Chance liegen ließ. In aussichtsreicher Position hätte der Argentinier den Ball in aller Seelenruhe, mit der Innenseite, am Lauterer Torhüter Trapp vorbei ins Eck schießen können – nein sogar müssen. Stattdessen versuchte der Südamerikaner die Kugel mit dem  Außenrist ins kurze Eck zu „schnibbeln“ – ohne Erfolg.

 

Dennoch oder gerade deshalb: Das 1:0 schmeichelt den Lauterern sehr. Die rot-weiß-roten hätten sich nicht über ein 2 oder gar 3:0 beschweren können. Die Borussia 2011/2012 ist nun mit 10 Punkten nach 5 Spielen Tabellenzweiter in der Fußballbundesliga – genauso viele Zähler hatte man am Niederrhein in der vergangenen Hinrunde so gerade um Weihnachten auf der Habenseite. Allen Träumern und Berufsoptimisten sei gesagt: Dies ist nur eine Momentaufnahme. Dennoch könnte diese Momentaufnahme noch lange, noch sehr lange anhalten, sofern man seitens der Mannschaft weiter nur von Spiel zu Spiel denkt und die favre´schen Tugenden weiterhin so rigoros beherzigt. Nächste Chance die mannschaftliche Reife zu beweisen ist Hamburg – ein Auswärtssieg dort und…. lassen wir die Träumereien…

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 11. September
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