Spekulationen um die Zukunft Lucien Favres reißen nicht ab

Die Bundesligasaison 2011/2012 wird am kommenden Wochenende bereits Geschichte sein. Eine Geschichte, die für Borussia Mönchengladbach hervorragend endet. Platz vier und die damit verbundene Qualifikation zur Champions-League-Quali. Eigentlich sollte rund um den Borussia-Park also eine riesen Euphorie und Vorfreude herrschen. Doch die Situation ist angespannt…

„Ich plane nur bis zum nächsten Spiel in Mainz. Meine ganze Konzentration gilt dem Spiel am kommenden Wochenende. Dort wollen wir unbedingt einen oder am besten drei Punkte erreichen“, lautete Favres Antwort auf die Frage, was er in der kommenden Saison machen wird. Eine Antwort, die man seit dem vergangenen Sommer immer wieder zu hören bekam. Auf ein Bekenntnis zur Borussia wartet man seither vergeblich.

Ein Grund dafür könnte die wenig herzliche und lediglich auf professioneller Ebene vorhandene Beziehung zwischen Eberl und Favre sein. Dem Vernehmen nach „rappelt“ es immer wieder hinter den Kulissen. Jüngstes Beispiel favre´scher Unzufriedenheit waren die Worte des Schweizers nach dem Spiel gegen den FC Augsburg, als dieser sagte: „Hier sind alle total krank. Nur ich bin gesund. Hier übertreiben alle“ um dann die Aussage „mehr ist mit dieser Mannschaft nicht zu erreichen, das muss man ganz klar sagen“, anzufügen.

Verlässt Favre die Borussia trotz Vertrag bis 2013?

Die Gerüchte um Lucien Favre reißen nicht ab. Im Gegenteil: Er sorgt mit eigenen Aussagen selbst für Spekulationen

Klar, Lucien Favre besitzt einen gültigen Kontrakt bis zum 30. Juni 2013. Jedoch sollte man gerade in Mönchengladbach wissen, welche Aussagekraft ein solches Arbeitspapier hat.

Ist es möglich, dass der Schweizer am Saisonende die Zelte abbricht? Fakt ist, dass die Ergebnisse dieser Saison nicht zu toppen sind. Eine ähnliche Saisonleistung wäre das nächste Wunder. Nach dem Spiel gegen den FCA äußerte sich der Coach dahingehend ziemlich offen: „Ich bin Trainer und ein Trainer will immer mehr – mit dieser Mannschaft ist das Maximum erreicht. Bei uns fehlen einige Details.“

Alles in allem klingen Favres Worte also wenig euphorisch. Darüber hinaus wird Bayer Leverkusen Interesse am Schweizer nachgesagt –  zudem ist ein Verbleib von Jupp Heynckes bei den Bayern, im Falle eines Champions-League-Triumphs, nicht sicher. Auch hier gilt Favre als heißer Anwärter auf dessen Nachfolge.

Das Interesse anderer Vereine bestätige Geschäftsführer Schippers derweil im Zuge der Mitgliederversammlung: „Es ist kein Geheimnis, dass Begehrlichkeiten da sind.“ So ist es kaum verwunderlich, das Sportdirektor Eberl bzw. Vize-Präsident Rainer Bonhof für den Fall der Fälle mehrgleisig fahren.

Kontakt zu möglichen Nachfolgern

Mike Büskens und Ralf Rangnick sollen intern als Kandidaten für das Worst-Case-Szenario gelten. Zu beiden besteht bereits Kontakt. Während der zu Saisonbeginn wegen einer Burnout-Erkrankung bei Schalke 04 ausgeschiedene Rangnick den werbenden Berlinern zunächst eine Absage erteilt hat, tut sich Fürth-Aufstiegstrainer Büskens derzeit schwer in puncto Vertragsverlängerung. Sein Kontrakt beim Aufsteiger läuft zum 30. Juni aus.

Unvorbereitet träfe die Borussia ein möglicher Abgang des Erfolgstrainers also nicht, auch wenn man aktuell noch von einer Vertragserfüllung des Schweizers ausgeht. So sagte Gladbachs Geschäftsführer: „Ich gehe davon aus das Lucien Favre auch kommende Saison noch Trainer bei Borussia ist. Er wird seinen Vertrag erfüllen“.

Worte die, die Fans der Borussia kennen. Ähnliche Floskeln waren auch im Vorfeld der Transfers von Marco Reus, Roman Neustädter sowie Dante zu hören.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 02. Mai
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