„Spekulatius“ zu Weihnachten – wer kommt? Wer geht?

Seit einigen Wochen geistern, wie jedes Jahr zum Ende der Hinrunde, Gerüchte über Zu- und Abgänge der Bundesligisten in den Gazetten, Foren und Portalen. Alle Jahre wieder gibt es diese Spekulationen auch bei Borussia Mönchengladbach, ganz so wild wird das Spekulatius-Treiben um die Borussia in diesem Winter jedoch sicher nicht …

Der VFL steht richtig gut da im Winter 2011. Spitzenposition, eine homogene Mannschaft, man ist fernab von allen Sorgen – Fohlenherz was willst du mehr? Doch auch wenn das „Kaufhaus des Westens“, wie die Gladbacher einst genannt wurden, geschlossen hat: Hinter den Kulissen sondiert man dennoch laufend den Markt und schaut, ob lohnende Transfers machbar sind. Hier ein Überblick:

Alexander Ring, 20 Jahre von HJK Helsinki

Der defensive Mittelfeldspieler soll laut finnischen Medien auf Borussias Wunschzettel zu finden sein. Würde passen. Ring spielt auf der Position, die zweifellos Gladbachs größte Baustelle darstellt. Fallen Nordtveit und Neustädter aus, fehlt mit Marx ein fußballerisch gedankenschneller Spieler. Doch auch das Spiel der beiden „Arrivierten“ ist noch nach oben ausbaubar.

Gegen eine Verpflichtung spricht, dass es sich bei dem jungen Finnen „lediglich“ um ein Talent handelt. Sofort weiterhelfen könnte er der Mannschaft wohl kaum. Eine kolportierte Ablösesumme von einer Millionen Euro erscheint da zu hoch, vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass mit Julian Korb ein Fohlentalent ebenfalls auf dieser Position zu Hause ist.

Patrick Helmes, 27 Jahre vom VFL Wolfsburg

Der ehemalige Kölner wurde von dieser Seite ins Spiel gebracht. Der Grund: Max Eberl und Lucien Favre hatten ihn als Verstärkung für den Sturm auf dem Zettel. Ein Transfer der Sinn machen würde, ein Transfer der, der Borussia einen Schub verleihen könnte. Derzeit ist ein Transfer des Stürmers eher unwahrscheinlich, da die Borussia ihr Interesse zunächst einmal hinten anstellt. Der Grund: utopische Gehaltsforderungen, die eine Verpflichtung Patrick Helmes auch bei anderen Vereinen eher schwierig gestalten werden.

Ivica Olic, 32 Jahre von Bayern München

Ein Transfer Ivica Olics an den Niederrhein wurde intern angedacht. Möglich machen würde es die Tatsache, das der Kroate dringend Einsatzzeiten benötigt, um bei der im Sommer stattfindenden Europameisterschaft einen Stammplatz in der Nationalmannschaft inne zu haben. Eine Anfrage bei den Bayern gab es, jedoch sieht derzeit alles nach einem Verbleib des Kroaten bei den Bayern aus.

Oscar Wendt, 26 Jahre – möglicher Abgang

Die „Bild“ berichtet aktuell über einen angeblichen Wechselwunsch des Schweden. Der Grund auch hier: Ohne Einsatzzeiten kein Stammplatz in der Nationalmannschaft Schwedens bei der Euro im Sommer. Fraglich, ob diese Geschichte wirklich stimmt – nach gerade mal einem, wenn auch enttäuschendem, halben Jahr beim VFL. Ein Wechsel, ein Leihgeschäft ist in jedem Falle nahezu ausgeschlossen. Euro hin oder her – Borussia kann es sich nicht erlauben den Linksverteidiger gehen zu lassen. Was passiert, wenn Filip Daems ausfallen sollte? Einen adäquaten Ersatz stellt nun mal nur Oscar Wendt dar.

Raul Bobadilla, 24 Jahre – möglicher Abgang

Raul Bobadilla, der Fremdkörper im Spiel der Borussia. Das sein Stern doch noch auf geht und er den durchaus wünschenswerten Durchbruch doch noch schafft, ist derzeit mehr als fraglich. Es wäre wohl eine klassische „Last-Minute-Ankunft“. Da der Vertrag des bulligen Stürmers „nur“ noch bis 2013 läuft, erscheint ein Abgang im Winter möglich, ein Abschied im Sommer als sehr wahrscheinlich.

Es passt einfach nicht, so schade es auch ist. Falls sich ein Abnehmer fände, würde man sich im Borussia-Park wohl gesprächsbereit zeigen um noch eine Ablöse für den Argentinier zu kassieren, ehe er im Sommer 2013 ablösefrei wechseln könnte.

Für einen Abschied spricht die Tatsache, das Bobadilla nicht gerade zu den Geringverdienern im Team zählt. Ein Topverdiener auf der Bank kann und darf sich die aufstrebende Borussia nicht leisten. Ob ein Raul Bobadilla seine Situation weiterhin so ruhig hinnimmt, darf ebenfalls bezweifelt werden.

Es bleibt abzuwarten, ob sich der Kader der Borussia verändern wird. Max Eberl macht seine Sache jedenfalls professionell und richtig gut – es dringt nahezu nichts nach außen. Zum Trainingsauftakt im Januar weiß man wohl mehr …

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 13. Dezember
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