Tony Jantschke Borussias bester Feldspieler – die Einzelkritik

Der VFL nach dem Remis gegen den VFB aus Stuttgart. Ein Spiel auf Augenhöhe, ein Remis das völlig in Ordnung geht – an dieser Stelle gibt es nun die Einzelkritiken mit einem überraschenden „Gewinner“…

 

 

Marc-André ter Stegen

 

Borussias junge Nummer 1 spielte genau dort weiter, wo er beim Sieg in München aufgehört hat – unaufgeregt, konzentriert war seiner Mannschaft wie gewohnt ein sicherer Rückhalt. Marc-André ter Stegen zeigte immer wieder starke Reaktionen und zeigte sich vor allem sicher in der Strafraumbeherrschung. Hier hat man das Gefühl, dass sich „Mats“ in dieser Kategorie von Woche zu Woche steigert. Beim Gegentor war Gladbachs Eigengewächs völlig machtlos. Note: 2

 

Fillip Daems

 

Der VFL-Kapitän zeigte an diesem Nachmittag eine zunächst durchwachsene Leistung. Mehrfach stand er falsch zum Ball und kam seinem Gegenspieler nicht richtig hinterher. Zeigte sich mit zunehmender Spieldauer stabiler, konnte aber gerade in der Offensivbewegung nicht wirklich überzeugen. Wie immer stark: Er übernahm beim Elfmeter Verantwortung und verwandelte diesen souverän. Note: 3-

 

Dante

 

Nicht das beste Spiel des Brasilianers. War zu oft unaufmerksam und wirkte einige Male gegen Harnik oder Cacau regelrecht „steif“. Herzinfarktgefahr: Dante zeigte einige Male seine „Tricks und Finten“ im Abwehrbereich – eine unnötige Gefahr. Klare Bälle wie in München, stehen dem Brasilianer und der gesamten Hintermannschaft des VFL besser zu Gesicht. Note: 3-

 

Roel Brouwers

 

Nach seiner starken Leistung bei den Bayern und dem erneuten Ausfall Martin Stranzls, stand Borussias „Holländer“ erneut in der Startformation. Seine gute Leitung aus dem Bayern-Spiel konnte „Ruuuuuuuuuul“ jedoch nicht bestätigen – gegen den VFB zeigte er teilweise ein schlechtes Stellungsspiel gegen die Stürmer der Schwaben. Auffällig: Roel Brouwers brachte kaum ein Anspiel an den Mann und spielte dem Gegner den Ball in die Füße. Bei der gelb-roten Karte völlig ohne Schuld, da ihn Rupp mit seinem Fehler „Teufels Küche“ brachte und nicht zurückziehen konnte. Note: 4

 

Tony Jantschke

 

Gegen die Bayern an dieser Stelle noch leicht kritisiert, muss man nun klar und deutlich sagen: Jantschke war an diesem Nachmittag der stärkste Feldspieler des VFL – rigoros und vor allem geschickt im Zweikampf. Borussias rechter Verteidiger zeigte gegen den VFB  ein exzellentes Passspiel und konnte so einige Angriffe initiieren. In allen Belangen ein ganz starker Auftritt Tony Jantschkes. Note: 2-

 

Juan Arango

 

Der Venezolaner zeigte mal wieder eine Partie an der sich die Geister der „Experten“ scheiden. Größtenteils zeigte Arango eine Leistung zwischen „Bruder Leichtfuß“ und Mr. Lethargie – irgendwie hatte es den Anschein, dass der „alte Arango“ wieder zurück ist. Dennoch konnte auch er mit der ein oder anderen guten Aktion auffallen – stark sein Schuss Anfang der 2. Halbzeit, als er lediglich das Außennetz traf. Note: 4+

 

Havard Nordtveit

 

Der Norweger sucht noch immer nach seiner Form aus den ersten Spielen für die Borussia. Läuferisch und kämpferisch wie immer tadellos, zeigte jedoch Schwächen im Stellungs- sowie Passspiel. Brachte keine Ruhe ins defensive Mittelfeld, zeigte keine Ruhe am Ball und rannte seinen Gegenspielern zu oft hinterher. Note: 3-

 

Roman Neustädter

 

Wie sein norwegischer Kollege auf der „Doppelsechs“: Läuferisch stark, vermochte es aber nicht Ruhe ins Spiel zu bringen. Seine „bekannten“ Schwächen – Stellungsspiel und Passspiel – behielt Gladbachs Nummer 13 auch gegen den VFB aus Stuttgart bei. Bis auf den starken Pass auf Reus in der 2. Spielminute war sein Passspiel kaum akzeptabel. Neustädter muss sich dringend steigern, muss dringen an seiner Ruhe und Übersicht arbeiten, sonst gilt es bald Zettel mit Adressat an den Ball zu kleben. Note: 4+

 

Marco Reus

 

Die ersten beiden Bundesligapartien zeigen deutlich: Borussias Shootingstar steht vor einer schwierigen Saison. Er erfährt mehr Respekt, verbunden mit einer ganz anderen Bewachung vom Gegner. Wie gegen die Bayern konnte sich Reus nicht sonderlich in Szene setzen – lediglich zwei wirklich gefährliche Szenen gingen auf sein Konto. Dabei hatte er Pech, dass sein Lupfer in der 2. Spielminute am Tor vorbei ging, als ihn ein Stuttgarter noch entscheidend stören konnte. Der VFB, meist in Person von Tasci, war richtig gut auf „Woody“ eingestellt und stellte ihn meist völlig zu. Dennoch zeigte er immer eine positive Körpersprache und steckte bis zu seiner Auswechselung nicht auf. Marco Reus wird sich daran gewöhnen müssen auch bei den Gegnern mehr im Fokus zu stehen und „an die Leine“ genommen zu werden. Note: 4+

 

Mike Hanke

 

Borussias „Kampf-Spaßvogel“ war zunächst Borussias bester Spieler auf dem Platz. Ständig anspielbar, immer in Bewegung und ständig in Zweikämpfen verwickelt. In der ersten Halbzeit noch als verkappter „10er“ oder sogar „8er“ unterwegs, beorderte ihn Lucien Favre zur 2. Halbzeit weiter nach vorne. Als „echter“ Stürmer war Hanke auf verlorenem Posten, da Borussias Spiel nach vorne ohnehin stockte. Vor dem Ausgleichstreffer der Schwaben produzierte Gladbachs Nummer 19 den entscheidenden Bock. Statt bei einem Konter außen an Kvist vorbei zu gehen oder den Ball weg zu schlagen, entschied er sich für die falscheste aller Möglichkeiten. Hanke wollte innen vorbei gehen und verlor den Ball an Kvist, der im Anschluss die entscheidende Flanke zum 1:1 Ausgleich spielen konnte. So was darf einem derart erfahrenen Spieler nicht passieren – ein ganz dummer Ballverlust. Diesen Konter hätte man stattdessen erfolgreich zu Ende bringen können: Gleich 8 Stuttgarter standen zwischen Ball und Tor des VFL – der Weg wäre also frei gewesen… Note: 3

 

Raul Bobadilla

 

Klares und deutliches Fazit: Chance nicht genutzt. Raul Bobadilla kam für den kurzfristig verletzten de Camargo in die Startformation und konnte in keinster Weise überzeugen. Schreibt man an dieser Stelle kritisch und deutlich wie immer, bleibt nur zu sagen: Boba hat nichts dazugelernt. Mit dem Kopf durch die Wand, selten wirklich anspielbar, völlig ohne Bindung zum Spiel und eine gelbe Karte die mal wieder überflüssig war wie ein Kropf. Lucien Favre sollte „dem Bullen“ mal zeigen wo das Tor steht, denn Zug zum Tor ließ Bobadilla völlig vermissen. Ein Stürmer ohne Wirkung, der lieber auf den Mann als auf den Ball geht… Note: 4-

 

Lukas Rupp

 

Borussias Neuzugang vom KSC zeigte sich nach seiner Einwechslung zunächst völlig indisponiert und teilweise gar überfordert. Negativer Höhepunkt: Sein total verkorkster Pass mit dem Kopf, als er eigentlich mehr Zeit hatte und zur gelb-roten Karte führte. Positiv: Statt völlig unter zu gehen, biss sich Rupp ins Spiel und wurde mit der Zeit klarer und sicher in seinen Aktionen, ohne jedoch besonders aufzufallen. Note: 4

 

Matthew Leckie


Borussias „Känguru“ bestätigte sofort seine positiven Ansätze aus der Vorbereitung. Beweglich und pfeilschnell – Leckie sorgte sofort für Aufregung und „Musik“ in der Hintermannschaft der Schwaben. Macht der junge Australier so weiter, wird er bald mehr sein als nur eine „Konteralternative“. Sein Einsatz macht Lust auf mehr… Note: 3

 

Thorben Marx

 

Keine Bewertung möglich – taktische Einwechslung

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 15. August
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