Vertrag läuft aus: Arango zu halten wird nicht einfach…

Marco Reus und Dante verlängerten ihre Verträge bereits in der vergangenen Saison. Nun kommt mit Tony Jantschke ein weiterer Baustein für die Zukunft hinzu, während Bubi-Keeper Marc-André ter Stegen möglichst bald folgen soll. Eine Personalie, die nicht immer als unumstritten galt, wird nicht einfach sein zu halten: Juan Arango

 

Als „Hurrikan der Karibik“  an den Niederrhein geholt, zwischenzeitlich zum schnöden Tiefdruckgebiet abgeschwächt, ist Juan Arango mittlerweile zu einem richtigen Tropensturm erstarkt. Wie wichtig er wirklich für die Mannschaft ist, lässt sich anhand von Zahlen nur erahnen: Arango 2010/2011 – 25 Bundesligaspiele, 4 Tore und 7 Torvorlagen. Der „Hurrikan“ 2011/2012 – bislang 9 Spiele. 1 Tor und bereits 5 Torvorlagen.

Gerade dem Betrachter der vergangenen Wochen, insbesondere dem Spiel gegen Bayer Leverkusen wird klar sein: Juan Arango ist Gladbachs eigentlicher Spielmacher und kluger Kopf. Pendant Marco Reus glänzt mit Schnelligkeit und seinen Turbodribblings, der Venezolaner indes mit einem Auge für die entscheidenden Pässe sowie einem unglaublichen Gefühl im linken Fuß – eine Augenweide seine Pässe zuletzt gegen Bayer Leverkusen.

Arango spielt ökonomisch, nimmt sich seine Pausen. Aber anders als zu Beginn seiner Zeit beim VFL, ist gegenwärtig jede seiner Aktionen von Intelligenz und Gefahr für den Gegner geprägt. Neben dem Platz eher introvertiert, auf dem Platz auf dem Weg zu einem tödlichen Sturm – Juan Arango ist in derzeitiger Verfassung nicht aus dieser Erfolgself wegzudenken. Doch das genau dies 2012 nicht eintritt, scheint mehr als schwierig.

Borussias Venezolaner ist in der kommenden Saison 32 Jahre alt. Kein Problem an sich, denn Leistung hat nichts mit dem Alter zu tun – da ist der VFL derzeit Vorzeigemannschaft. Problem an Arangos Alter: Es wird wohl sein letzter Vertrag sein, seine letzte Möglichkeit noch einmal ordentlich zu verdienen. Das Sportdirektor Max Eber die Schatulle für einen 32-jährigen weit öffnen wird, ist bei seiner Philosophie eine Mannschaft aufzubauen eher unwahrscheinlich wenn nicht gar auszuschließen.

Darüberhinaus wird man Arango wohl maximal 2 Jahre Laufzeit anbieten – eine Tatsache die dem „Hurrikan“ ebenfalls kaum „schmecken“ wird. So wird Gladbachs Venezolaner große Einschnitte in Kauf nehmen müssen, gesetzt dem Falle dass er unbedingt in Mönchengladbach seine Karriere beenden will – die Tatsache das Arango in Gladbach neben Dante der Großverdiener im Team ist, ist ein offenes Geheimnis.

Es bleibt also abzuwarten ob es möglich ist diese wichtige Personalie  schnell zu den Akten zu legen. Auch wenn beide Seiten kürzlich Gesprächsbereitschaft signalisierten: Die Tendenz geht er zu einem Abschied Arangos nach dieser Saison…

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 20. Oktober
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