VFL gegen Bayer – rumpelnder Start in „die Wochen der Wahrheit“

Der VFL startet in „die Wochen der Wahrheit“. In den kommenden Spielen wird sich zeigen wie gefestigt die Mannschaft wirklich ist und welchen Leistungstand sie wirklich hat. Vergoldet die Borussia ihren mehr als gelungenen Start und sichert sich so eine hervorragende Ausgangsposition für eine Rückrunde in der vieles möglich ist? Zum Start in diese wichtige Serie von Spielen ist Bayer Leverkusen zu Gast – ein Team das nicht gerade zu den Lieblingsgegnern des VFL zählt…

 

 

 

Die „Werkself“ aus Leverkusen zu Gast im Borussia-Park. Ein schwieriges Spiel – logisch. Ein kompliziertes – wie fast immer. Aber das es auch ein „verfluchtes“ Spiel ist – ist nicht ganz neu. Die Tatsache dürfe dem geneigten Fan seit 22 Jahren bekannt sein. Denn ebenso lang konnte der VFL in der Bundesliga „zu Hause“ nicht gegen Bayer gewinnen.  Wird es also ein historisches Spiel oder einfach „nur“ ein vergebliches Anrennen gegen diese ominöse Serie?

 

 

Der Gegner:

Die „Werkself“ aus Leverkusen ist noch nicht wirklich ins Rollen gekommen in dieser Spielzeit. 13 Punkte nach 8 Spieltagen, 10:11 Tore – Platz 9. Zu wenig für den Vizemeister der vergangenen Saison. Als Betrachter wird man das Gefühl nicht los, das sich das Team und Trainer Robin Dutt noch in der „Findungsphase“ befinden. Nebengeräusche wie der Vertragspoker des verletzten Nationaltorhüters René Adler, sowie die ständigen Querelen um Michael Ballack tun ihr übriges dazu.

Dennoch: Dieses Spiel wird alles andere als ein Selbstläufer für den VFL, denn trotz aller widrigen Umstände gilt die Mannschaft von Trainer Dutt als das spielerisch beste Team – nach den Bayern aus München. Gerade die Offensive um den Schweizer Derdiyok und Shootingstar André Schürrle gilt es keine Sekunde aus den Augen zu verlieren.

Die Bilanz:

Mit dem Team vom Bayerkreuz kommt nicht gerade Borussias Lieblingsgegner in den Borussia-Park – 5 Niederlagen und 16 Remis stehen lediglich 8 Siege zu Buche. Den letzten Sieg in heimischen Gefilden konnte die 11 vom Niederrhein vor 22 Jahren feiern. Es ist also an der Zeit eine Serie zu brechen… 29 Spiele/8 Siege/16 Unentschieden/5 Niederlagen

So spielt die Borussia:

„Fohlenflüsterer“ Favre lässt sich nicht in die Karten schauen, verrät noch nicht was er wirklich bezüglich der Mannschaftsaufstellung vor hat. Marco Reus in die Spitze? Bobadilla für den verletzten de Camargo oder doch Hanke? Bekommt Yuki Otsu seine Chance auf der angestammten Reus-Position, oder darf sich dort erneut Patrick Herrmann beweisen, der unter der Woche in der U-Nationalmannschaft mit 2 Toren auf sich aufmerksam machen konnte?

Letzten Endes wird es wohl darauf hinaus laufen, dass Lucien Favre Marco Reus als Halbstürmer auflaufen lässt um für mehr Dynamik und möglicherweise eine genauere Chancenvorbereitung zu sorgen. Die Tatsache das Borussias Neu-Nationalspieler somit von nahezu sämtlichen Defensivaufgaben entbunden wird, könnte auch für seine persönliche Konzentration vor dem gegnerischen Tor von Nutzen sein. In den letzten Wochen machte es den Anschein, als ob ihm durch die langen Laufwege einige Prozentpunkte fehlten um Torchancen „kaltschnäuzig“ zu verwandeln.

Für ihn wird wohl Patrick Herrmann den Vorzug vor Yuki Otsu oder anderen möglichen Varianten erhalten. Herrmann machte seine Sache, als er zuletzt in Hamburg von Beginn an ran durfte, ordentlich und dürfte bei der U-Nationalelf eine ordentliche Portion Selbstvertrauen getankt haben.

Intelligent verteidigen, gut stehen und blitzartig in die Spitze spielen – das Credo der Borussia unter Favre. Ins Stocken gerät dies „Taktik“, wenn in der Zentrale der Zugriff auf das Spiel fehlt – so gesehen zuletzt während der 1. Halbzeit in Freiburg. Gegen den Gast aus Leverkusen wird es genau darauf ankommen, auf die Zentrale um Thorben Marx und Roman Neustädter.

Beide werden gegen Bayer über ihre Grenzen gehen und müssen einen „Sahne-Tag“ erwischen, sonst droht die Zentrale und somit der Spielzugriff an das Duo Ballack/Bender zu gehen. Sollte dies passieren, wird es ein Spießrutenlauf für Borussias Defensive und ein Spiel das völlig an der 11 vom Niederrhein vorbei geht.

Nach dem Spiel Tipp:

Der Kopf sagt: Der VFL wird sich bemühen Ordung und Zugriff auf das Spiel zu bekommen – leider vergeblich. Am Ende wird eine Serie brechen. Leider die Serie der Quote von maximal einem Gegentor. Mit einem 2:0 wird Bayer Leverkusen die Oberhand behalten und die 3 Punkte aus dem Borussia-Park entführen.

Das Herz pocht auf einen Sieg und einigt sich mit dem Kopf auf ein spannendes 1:1….

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 14. Oktober
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