Vor dem Spiel in Freiburg: Borussia wird eine Sorgenfreie Saison spielen…

Das „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ Fan-Interview. Heute mit Wolfdieter Kemper aus Wuppertal der, der Borussia eine sorgenfreie Saison vorhersagt, der Meinung ist das der VFL schwer auszurechnen ist und mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden ist. Außerdem sieht er Parallelen zwischen Gladbachs Spielmacher von einst – Alan Simonsen, sowie Marco Reus…

 

 

 

Wolfdieter aus Wuppertal – Block 17

 

 

Nach dem Spiel: Rückblick: Der VFL hat einen Lauf, konnte nun 3 Spiele (Kaiserslautern, HSV,Nürnberg) mit jeweils 1:0 für sich entscheiden. Insbesondere in den letzten beiden Partien waren die Torchancen für weitaus höhere Siege vorhanden. Wie siehst du derzeit die Leistungen der Borussia im einzelnen?

 

Wolfdieter: Es kann nicht immer so klappen wie gegen Wolfsburg. Da hat man gesehen, wie ein Spiel laufen kann, wenn vieles nach vorne funktioniert. Jedes Spiel ist anders und hat seine eigene Dramaturgie, insofern muss man es so nehmen, wie es kommt. Z.Zt. Kann doch wirklich niemand was zu meckern haben. Die Mannschaft ist eingespielt, es ist Struktur im Spiel und die Defensive steht mit nur drei Gegentoren bei sieben Spielen blendend. Ich persönlich bin mehr als zufrieden.

 

Nach dem Spiel: Wenn es etwas zu meckern gibt derzeit, dann ist es die mangelnde Chancenverwertung. Denkst du das dies in der laufenden Saison für den VFL noch zum „Verhängnis“ werden könnte?

 

Wolfdieter: Nein, solange wir immer ein Tor mehr als der Gegner schießen, ist das kein Problem (lacht). Igor ist der Mann für die wichtigen Tore und die anderen Offensivspieler werden auch wieder regelmäßig treffen – wir sind für unsere Gegner nicht so einfach auszurechnen. 

 

Nach dem Spiel: Der „Höhenflug“ des VFL – Momentaufnahme oder der Anfang einer sensationell starken Saison?

 

Wolfdieter: Ich halte es da mit unserem tollen Trainer Lucien Favre, der auch von Spiel zu Spiel denkt und die Mannschaft immer hervorragend einstellt. Die Punkte, die man hat, sind gut und wichtig, es wird sicher auch mal eine Phase kommen, wo’s nicht so gut läuft. Dennoch kann die Borussia auch eine Überraschung schaffen, wie es Hannover oder Mainz in der letzten Saison geschafft haben.

 

Nach dem Spiel: Welcher Spieler ist derzeit dein Spieler der Saison, wer die größte Überraschung?

 

Wolfdieter: Marco Reus spielt meist auf einem sehr hohen Niveau. Mein Überraschungsspieler ist jedoch Kapitän Filip Daems, der sich auf der linken Abwehrseite hält.

 

Nach dem Spiel: Thorben Marx hat sich seit einigen Spielen wieder zurück in die Mannschaft gekämpft und konnte gegen den 1.FC Nürnberg mit richtig guten Werten überzeugen – denkst du das Marx auf Dauer einen Stammplatz behaupten kann oder eher Havard Nordtveit die Nase vorn haben wird?

 

Wolfdieter: Es ist für’s Team immer gut, wenn man Alternativen hat. Thorben hat einen guten Charakter, meckert nicht rum, trainiert fleißig und ist da, wenn der Trainer ihn aufstellt. Ob es das auf Dauer bringen kann, weiß ich nicht. Ich finde es gut, dass jeder beim Trainer seine Chance nutzen kann.

 

Nach dem Spiel: An Borussias Argentinier Raul Bobadilla scheiden sich die Geister – die Einschätzungen variieren, ähnlich wie seine Leistungen, zwischen Superstürmer und absolute „Graupe“. Wie lautet dein Standpunkt zum Thema Raul Bobadilla, insbesondere nach den vergeigten Chancen der Marke „100 %“ gegen Lautern sowie zuletzt Nürnberg?

 

Wolfdieter: Solche vergebenen Torchancen nagen, gerade bei Stürmern, natürlich am Selbstvertrauen. Der Boba hängt sich aber immer voll rein und das honorieren die Fans. Er wird sicher erst einmal kein Kandidat für die Startelf sein, wenn alle fit sind. Wenn er aber eingewechselt wird, ist er voll da und kann sehr wichtig für’s Team sein.

 

Nach dem Spiel: Der VFL in Freiburg – wie denkst du wird Lucien Favre seine Jungs einstellen?

 

Wolfdieter: Freiburg ist immer unangenehm zu spielen, zumal Cisse auch mal aus ’ner halben Chance ein Tor macht. In den letzten Jahren haben wir da meist schlecht ausgesehen. Wichtig ist, dass die Jungs weiter geduldig spielen und auf den richtigen Moment warten. Es ist alles drin in diesem Spiel, ich hoffe natürlich auf einen Punkt, ein Sieg wäre super. 

 

Nach dem Spiel: Deine Einschätzung: Wer wird deutscher Meister, wer steigt ab und wo landet der VFL am Ende der Saison?

 

Wolfdieter: Schwierig zu sagen. Die Bayern sind bislang ungeheuer stabil und die Verfolger lassen Federn. Denke das wird diesmal klappen mit der Meisterschaft. Augsburg wird’s schwer haben, die Klasse zu halten, dazu kämpfen Lautern, Freiburg, Hertha und möglicherweise ein bis zwei Teams, die man dort (noch) nicht vermutet, gegen den Abstieg. Die Borussia wird eine sorgenfreie Saison spielen und zwischen Platz 7 und 10 einlaufen.

 

Nach dem Spiel: Dein verrücktestes oder schönstes Erlebnis in Verbindung mit der Borussia:

 

Wolfdieter: Da gibt’s ’ne ganze Menge in meiner Historie, bin ja schon seit den 70er Jahren dabei, wenn auch erst seit 1999 Mitglied und Dauerkarteninhaber. Verrückt sicher das 5:1 gegen Real Madrid mit dem Ausscheiden im Rückspiel mit 0:4.  Schön das Pokalendspiel gegen die Kölner mit Günter Netzer’s Traumtor. Nervenaufreibend sicher die komplette letzte Saison. Schön, eigentlich immer die Fahrten zu den Spielen mit den Kollegen.

 

Nach dem Spiel: Welcher Bundesligaverein ist dir neben dem VFL am sympathischsten und welchen Verein kannst du überhaupt nicht leiden? 

 

Wolfdieter: Halte von Fanfreundschaften innerhalb Deutschlands nicht allzuviel. Habe Respekt vor jedem Verein – solange alles im fairen, sportlichen Rahmen abläuft, ist alles ok. Natürlich mag man die Derby-Vereine nicht besonders, die aus der Region kommen (Kölle, BvB, Schalke, Bayer, Aachen, Fortuna). Wenn dann mag den FC Liverpool.

 

Nach dem Spiel: Wer ist dein Lieblingsspieler der Borussia und warum? (muss kein aktueller sein)

 

Wolfdieter: Alan Simonsen, der konnte mit seiner Schnelligkeit, Dribbelstärke und Torriecher ein Spiel im Alleingang entscheiden. Eine Augenweide, wie heute unser Marco Reus.

 

Nach dem Spiel: 100.000 € – dazu musst du ein Heimspiel lang das Trikot des FC K*ln tragen – inklusive Fan-Schal  . Rund um das Spiel (Kneipe,Stadion) darfst du dich nicht outen. Wärst du dabei?

 

Wolfdieter: Wenn’s für einen karitativen Zweck wäre, dann sicher ja. Ansonsten natürlich eine Frage der Ehre – ein klares NEIN. Trage nur die Raute auf der Brust, das Trikot meines Betriebssportvereins in Wuppertal und den Bundesadler.

 

Nach dem Spiel: Abschließend: Wie ist dein Tipp für das Spiel gegen den SC Freiburg und wie wirst du es verfolgen?

 

Wolfdieter: Tippe ein 1:1, wobei ich mich über einen Auswärtssieg natürlich noch mehr freuen würde. Werde das Spiel wohl im Fernsehen schauen, die Karten für Freiburg sind ja leider sehr begrenzt. Ich Grüße auf jeden Fall meine lieben Kollegen in der Nordkurve Block 17  🙂

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 28. September
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