Vorbericht: Der einzig wahre gegen den „Radkappen-VFL“

Heimspiel. Das zweite innerhalb einer Woche. Zu Gast: Felix Magath und seine Wölfe. Der Borussia steht ein hoch kompliziertes Spiel bevor, möglicherweise komplizierter als das Spiel gegen den VFB Stuttgart am letzten Samstag. Bei einem Sieg winkt die Tabellenführung – zumindest für eine Nacht…

 

 

 

 

Am vergangenen Wochenende konnte die Borussia punkten – wenn auch „nur“ einfach. Das Remis gegen den VFB Stuttgart, in einem Spiel auf Augenhöhe, ging völlig in Ordnung. Nun gilt es im zweiten Heimspiel binnen einer Woche nachzulegen. Einfach wird dieses Unterfangen nicht, denn mit den Wölfen kommt ein Gegner in den Borussia-Park der ähnlich strukturiert spielt wie die Stuttgarter. Für Favres Jungs heißt es anrennen und auf gegnerische Konter aufpassen.

 

Es wird ein Geduldspiel. Ein Geduldspiel für Fans und Spieler. Magaths Wölfe werden sehr kompakt und bestens organisiert stehen und auf Konter lauern – eine typische Magath-Taktik. Die Borussia muss einiges anders, einiges besser machen als noch gegen den VFB – so darf man nicht derart durch die Mitte spielen wie gegen die Schwaben. Schnell und intelligent kombinieren, über außen Wolfsburg kompakte Defensive umgehen – das dürfte die Marschroute für die 11 vom Niederrhein sein.

 

Aber aufgepasst: Favres Jungs dürfen nicht den Fehler machen 90 Minuten kopflos anzurennen. Die individuelle Klasse der Wölfe ist einfach zu hoch – die Borussia muss sicher und kompakt verteidigen. Ein schnelles Tor – die perfekte Zutat für einen Sieg, der die vorübergehende Tabellenführung bedeuten würde.

 

 

Der Gegner

 

Magaths Wölfe – eine Wundertüte. Nach dem „Last-Minute-Nichtabstieg“ in der vergangenen Saison wird der VFL aus der Autostadt noch unterschätzt. Das 3:0 zum Auftakt beim 1.FC Köln und auch das mehr als unglückliche 0:1 zu Hause gegen die Münchener Bayern lässt erahnen, dass mit dem Werksclub in dieser Spielzeit zu rechnen ist. Wie bereits beschrieben, wird die Borussia ein lauffreudiger und vor allem kompakter Gegner erwarten – etwas das den „Fohlen“ nicht unbedingt liegt.

 

 

Die Bilanz

 

Mit den Wolfsburger kommt eine Art „Mini-Angstgegner“ in den Borussia-Park. In 11 Liga – Heimspielen konnte die 11 vom Niederrhein erst 4 Siege einfahren. 2 Mal endete die Partie VFL gegen VFL remis und ganze 5 Mal verließen die Wölfe den Platz als Sieger. 11 Spiele/4 Siege/2 Unentschieden/5 Niederlagen

 

 

So spielt die Borussia

 

 

 

Déjà-vu im Borussia-Park. Frei nach dem Roland Kaiser Hit: “ Ich glaub es geht schon wieder los“ – richtig, dass darf doch wohl nicht wahr sein… Verletzungspech, Sperren – während Roel Brouwers bezüglich seiner gelb-rot Sperre keine Schuld trifft, laborieren Martin Stranzl (Wadenprobleme) sowie Igor de Camargo (Wirbelverletzung) weiterhin an ihren Verletzungen. Längere Ausfallzeit nicht ausgeschlossen.

 

Nachdem Bamba Anderson an die Frankfurter Eintracht verliehen wurde (jetzt hat man den Salat), fehlen die Alternativen. Da sich Lucien Favre aber bis zum heutigen Donnerstag nicht wirklich in die Karten schauen lässt, kann man nur mutmaßen was die Aufstellung betrifft. Allen voran die Abwehrkette: Da Stranzl und Brouwers nicht zur Verfügung stehen, wird die „Rückversetzung“ Havard Nordtveits die logischste aller Varianten sein. Die durchaus erfolgreiche und eingespielte Elf (9 Pflichtspiele unbesiegt) müsste somit nur auf einer Position in der Abwehr verändert werden (statt Daems innen und Wendt auf links). Das der junge Norweger, der übrigens gelernter Innenverteidiger ist, diese Postition gut ausüllen kann, hat er bereits zu Beginn der vergangenen Rückrunde unter Beweis gestellt.

 

Doch wie ersetzt man den Belgier Igor de Camargo? Raul Bobadilla konnte seine Chance gegen den VFB Stuttgart in keiner Weise nutzen – eher unwahrscheinlich das der Argentinier von Lucien Favre eine erneute Möglichkeit bekommt. Eine weiter Variante: Marco Reus wird von außen in die Mitte gezogen. Eher kontraproduktiv, da die Borussia den Erfolg über seine schnelle Außen suchen muss. Daher wird Favre Reus wohl auf der rechten Außenpostion belassen, Mike Hanke als „echten“ Stürmer vorziehen und dem Australier Leckie die Chance geben. Borussias Neuzugang zeigte in den 10 Minuten nach seiner Einwechslung im letzten Spiel mehr Gefahr und Tempo als Raul Bobadilla. Wie bzw. wen auch immer Borussias Coach aufstellen wird – es wird ein enge Partie.

 

 

„Nach dem Spiel“ Tipp:

 

Es wird ein hartes Stück Arbeit, ein echtes Geduldspiel mit einem am Ende glücklichen Sieger. Die Borussia erzwingt wie in München den knappen Sieg und gewinnt 1:0

 

 

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 18. August
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