Was wäre wenn…?

Was wäre wenn…? Ein Gastkommentar von Tim Kreuzer. Er schaut aus Fansicht in die nahe Zukunft des VFL und macht sich einige Sorgen… Für den Inhalt ist ausschließlich Tim verantwortlich…

 

Was wäre wenn die Initiative am 29. Mai ihre 2/3 Mehrheit bekommt und den Verein fortan führen wird?Wird dann alles besser? Oder zerbricht der Verein in seine Einzelteile, weil die neu installierten Personen mit der Aufgabe überfordert sind und mit Panikreaktionen versuchen alles zu retten und dabei mächtig daneben greifen?

 

Was haben wir aktuell?

 

Aktuell haben wir eine Mannschaft die zwischen 1. und 2. Liga pendelt. Wir haben die Gewissheit, dass bei einem Abstieg die Möglichkeit besteht  innerhalb kürzester Zeit wieder aufzusteigen. Wir haben außerdem die Gewissheit das der Verein nicht auseinander fällt, wie es viele andere Vereine vorgemacht haben (Karlsruhe, Bielefeld, 1860). Der Verein wird aus finanzieller Sicht gut geführt, auch wenn nicht alles so rosig ist wie es nach außen dargestellt wird. Gladbach würde auch 2-3 Jahre in der Zweitklassigkeit überstehen und wieder in die Bundesliga zurückkehren.

 

Wir haben Hoffnung, begründete Hoffnungen. Wir haben die Hoffnung die Klasse zu halten, wir haben die Hoffnung nächstes Jahr wieder aufzusteigen und wir haben die Hoffnung endlich wieder eine solide Bundesligamannschaft zu sein. All diese Hoffnungen haben ihren Grund. Niemand hofft, dass wir nächstes Jahr Europäisch spielen, niemand hofft, dass wir aktuelle deutsche Nationalspieler verpflichten – zumindest nicht kurzfristig.

Wir wollen eine Borussia auf die man Stolz sein kann. Nicht weil wir Meister sind und nicht weil wir ein tolles Stadion haben – wir möchten „unsere Jungs“ auf dem Rasen kämpfen sehen. Die Fohlenphilosophie ist unser aller Wunsch und würde uns diesen Stolz geben.

 

Was könnten wir haben?

 

Was ist wenn die Initiative gewählt wird? Eberl und Königs müssten ihre Stühle räumen und würden durch Effenberg und Köppel (?) ersetzt werden. Was können diese Personen besser machen? Andere Spieler verpflichten? Effenberg sprach von seinen hervorragenden Kontakten nach München. Er könne es möglich machen, auch mal einen Spieler vom FC Bayern auszuleihen. Da frage ich mich als Fan: Möchte ich das? Möchte ich so enden wie Mainz oder Nürnberg? Ich möchte keine Spieler ausleihen, ich möchte eine Mannschaft mit Zukunft die nächstes Jahr genauso aufläuft – mit einigen Verbesserungen an Positionen, wo dies von nöten ist.

 

Was ist dann mit Lucy?

 

Was wird aus unserem jetzigen Trainer? Ich persönlich bin der Meinung, dass wir zur Zeit keinen besseren Trainer haben können, er hat der Mannschaft in kürzester Zeit ein neues Gesicht gegeben.

 

Warum äußert sich die Initiative nicht über den Trainerposten? Vermutlich wissen Sie, dass Herr Favre aktuell einen hohen Stellenwert bei den Fans und Mitgliedern (ihre Wähler) genießt. Auch im Falle des Abstiegs würden die Fans hinter dem Trainer stehen. Hat die Initiative schon einen Nachfolger und möchte ihn erst vorstellen, wenn sie gewählt wurden?

 

Was könnten wir auch haben?

 

Die Personen, die an die Macht kommen würden, haben so etwas noch nie gemacht. Wer sagt mir als Fan, dass sie den Verein nicht vor die Wand fahren? Ich möchte nicht das mein VfL im Nirvana der 2. Liga verschwindet. Mein VfL soll die Elf vom Niederrhein bleiben.

 

Was würde sich ändern?

 

Effenberg sprach davon das er vermehrt auf die Jugend setzen würde. Ich denke das dies schon jetzt hervorragend durchgeführt wird. Ter Stegen, Reus, Nordtveit, Neustädter, Jantschke, Herrmann und auch die verliehenen Bradley sowie Bobadilla gehören nicht zum älteren Eisen.

 

Effe: „Bei mir wäre die Mannschaft der Star und nicht das Stadion“.
Damit gewinnt man Wähler – das sind Aussagen, die jeder Fan genauso sehen möchte. Aber deswegen direkt eine ganze Revolution? Können wir als Mitglieder und Fans so etwas nicht auch anders erreichen? Wir brauchen keine Wirtschaftsbosse und auch keine Ex-Idole, die mehr und mehr zum Boulevardklatsch werden. Niemand der sich als Fußballexperte ausgibt und Woche für Woche kein gutes Haar an unserem Verein lässt.

 

Was kann man Königs noch vorwerfen?


„Beine statt Steine“ – dieser Spruch wurde von Borussenfans in den letzten Jahren immer wieder gepredigt. Wir wollen eine Mannschaft haben, kein neues Museum.  Genauso wollen wir aber einen gesicherten Verein, der finanziell in der Lage ist auch eine Krise zu überstehen.

 

Die „Mitgliederoffensive“ erreichte diverse Ziele ohne Revolution

 

Ein Beispiel: 2007 waren 86% der Mitglieder für die Satzungsänderung, dass die Mitglieder den kompletten Aufsichtsrat wählen. Gegen den Willen der Vereinsführung haben wir diese Satzungsänderung durchbekommen. Dennoch behauptet die Initiative, dass die Mitglieder nur 4 der 7 Personen im Aufsichtsrat wählen dürfen. Das ist eine Falschinformation und dient nur dazu, unsere Vereinsführung in einem noch schlechteren Licht darzustellen.
Wenn der Verein so grausam geführt wird, warum muss man dann auch noch mit Lügen drauf hauen? Gäbe es nicht sonst genug was man der Führung vorwerfen kann?
Fragen über Fragen von einem ganz normalen Fan, der sich Sorgen um seinen Verein macht…..

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 30. April
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