Xhaka, de Jong, Hoilett und „Mister X“: Die Zeit für Fakten steht bevor

Sportdirektor Max Eberl arbeitet hinter den Kulissen am Kader für die kommende Spielzeit. Dass dies trotz finanziell tollen Möglichkeiten keine einfache Aufgabe ist, sollte mittlerweile jedem klar sein. Überzogene Kritik ist da wohl fehl am Platz. Gesunde Besorgnis ist da schon eher das Höchste der Gefühle. Immerhin bleibt Eberl bis zum Trainingsauftakt noch einige Zeit. Und dennoch könnten trotz aller Schwierigkeiten bald die ersten Vollzüge vermeldet werden…

Granit Xhaka absoluter Wunschkandidat

Der Schweizer Granit Xhaka steht dabei dem Vernehmen nach immer noch ganz oben auf der Prioritätenliste. Der 19-Jährige gilt als unbedingter Wunschspieler Lucien Favres. Der Romand sieht im Nationalspieler der Schweiz den Typ Spieler, den er zur Weiterentwicklung und zum Erklimmen der nächsten Stufe braucht.

Max Eberl spricht derweil recht euphorisch über einen möglichen Wechsel des gebürtigen Kosovaren: „Die Verhandlungen laufen gerade. Ich bin frohen Mutes, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Dass der Spieler selbst unbedingt nach Mönchengladbach will, ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. So wurde Granit Xhaka in der Baseler Zeitung mit folgenden Worten zitiert: „Ich habe nichts zu verbergen. Für mich ist alles geregelt. Jetzt liegt es an den Klubs“. 

Borussia ist sich also mit dem Hochbegabten einig. So wäre es für den 19-Jährigen enttäuschend, wenn sich beide Vereine nicht auf eine Ablösesumme einigen können. „Ich wäre schon enttäuscht, wenn es nicht klappen sollte“, sagte Xhaka dem Blatt. Dem Vernehmen nach bietet Sportdirektor Eberl aktuell 6,5 Millionen Euro zuzüglich diverser Nachzahlungen. Sollte Basel an einem Weiterverkauf beteiligt werden, läge das Transferpaket bei knapp 10 Millionen Euro.

De Jong wohl nicht zu finanzieren

Die Gerüchte um Luuk de Jong halten sich ebenfalls hartnäckig. Angeblich ist auch der Niederländer ein absoluter Wunsch Favres, von dem er nicht abrücken will. Ein Transfer des Torjägers (25 Tore in 31 Ligaspielen) scheint dennoch beinahe ausgeschlossen. Medien zufolge biete man auf der Insel bis zu 18 Millionen Euro für de Jong. Die Borussia streitet sich also mit illustren Namen wie Chelsea, Tottenham und Liverpool um die Dienste des 21-Jährigen, der wohl noch am ehesten in die Schuhe eines Marco Reus passen könnte.

Und dennoch: Sportdirektor Eberl dementiert die Personalie de Jong nicht im geringsten. Im Gegenteil: „Beide können wir uns bei den momentan gehandelten Summen nicht leisten. Bei Xhaka und de Jong ist das Problem, dass viele Klubs sie auf dem Zettel haben – das macht die Sache schwierig und teuer“, ließ er in einem Interview mit einem Boulevardblatt zumindest Interesse durchblicken.

Nach Informationen des Algemeen Dagblad hat Eberl bereits ein Angebot von 8 Millionen Euro hinterlegt. Inwieweit er in Holland damit auf Gehör traf, ist nicht überliefert.

Wundertüte Hoilett

Eine weitere Offensivalternative soll David Hoilett von den Blackburn Rovers sein. Der Shootingstar, der bereits für Paderborn und St. Pauli in Deutschland auflief, wäre für die Borussia ablösefrei zu haben. Doch auch hier steht Eberl mit prominenten Mitbietern in Konkurrenz. Tottenham und Arsenal haben gesteigertes Interesse am 21-Jährigen Offensivspieler. Laut Dailymail ist auch der FC Bayern gewillt Hoilett unter Vertrag zu nehmen.

Ein Vorteil für die Borussia könnte Hoiletts Berater sein. Informationen zufolge soll sein Vater, der ihn gleichzeitig auch berät, weniger auf die finanzielle Seite als eher darauf zu achten, dass sein Filius regelmäßig zum Einsatz kommt. Dahingehend wäre ein Wechsel an den Niederrhein wohl die sinnvollste Variante.

Wer ersetzt Dante?

Santana vom BVB, Felipe von Standard Lüttich – Lucien Favre konnte sich für beide Akteure nicht abschließend erwärmen. Stattdessen soll sein Favorit David Abraham heißen. Dieser spielt beim FC Basel und wäre im Sommer ablösefrei auf dem Markt. Informationen zufolge soll sich der Argentinier in puncto Gehaltsforderungen klassisch verzockt haben. Sportdirektor Eberl hat zunächst einmal sämtliche Gespräche auf Eis gelegt.

Nun steht wohl Felipe Santana, dem immer noch Kontakte nach Leverkusen nachgesagt werden, wieder im Fokus. Als weitere Alternative gilt zudem der Brasilianer Douglas von Twente Enschede, dessen Kontrakt in den Niederlanden ebenfalls am 30. Juni ausläuft. Darüber hinaus besteht wohl ebenfalls Kontakt zum niederländischen Innenverteidiger Bram Nuytinck vom NEC Nijmegen. Der 22-Jährige, den die Borussia seit Monaten regelmäßig scoutet, gilt als großes Talent und wäre wohl eher ein Backup – bedenkt man die Tatsache, das Martin Stranzl vor seiner letzten Saison als Profi steht.

Laut Sportdirektor Max Eberl führt man mit einigen Spielern gute Gespräche – offizielle Abschüsse und somit Fakten, sind in den kommenden Tagen nicht ausgeschlossen. Gegenüber Radio 90,1 verriet er: „Es wird so sein“.

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veröffentlicht von Björn Brodermanns am 10. Mai
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