1. FC Köln: Aufschwung gebremst – Kritik von Lehmann und Stanislawski

Der Aufschwung des 1. FC Köln, der zuletzt inklusive DFB-Pokal in sechs Pflichtspielen ungeschlagen geblieben war, wurde am gestrigen Sonntag mit der 0:2-Pleite beim VfR Aalen unsanft gebremst. Bei näherer Betrachtung bedeutete die Niederlage auf der Ostalb allerdings nur die logische Konsequenz aus den schwachen Auftritten der letzten Wochen.

Schon beim erst in den letzten Minuten sichergestellten 3:2 gegen eine völlig den Faden verlierende Mannschaft von Jahn Regensburg und beim erst nach Elfmeterschießen gewonnenen Pokal-Spiel bei Wormatia Worms hätten die Geißböcke eigentlich eine Niederlage verdient gehabt. Eigentlich hatte Trainer Holger Stanislawski gehofft, die in diesen Spielen zutage getretenen Unzulänglichkeiten mit harter Trainingsarbeit abgestellt zu haben, doch sah sich der 43 Jahre alte Fußball-Lehrer nach der Niederlage in Aalen eines Besseren belehrt: „Unsere Au­tomatismen haben überhaupt nicht gegriffen. Wir haben nicht umset­zen können, was wir die ganze letz­te Woche im Training geübt haben“, so ein enttäuschter Stanislawski im „Kicker“, nachdem er zuvor schon die mangelnde Bereitschaft seiner Elf, die Zweikämpfe anzunehmen, bemängelt hatte.

Genau dafür, um in kämpferischer Hinsicht voranzugehen, wurde im Sommer Matthias Lehmann von Eintracht Frankfurt verpflichtet. Doch der in den vergangenen Monaten allerdings auch von Achillessehnenproblemen zurückgeworfene Mittelfeldspieler blieb bislang den Beweis schuldig, eine Verstärkung zu sein und sprach selbst nach dem auch von ihm äußert dürftigen Auftritt in Aalen von einer „schockierenden Leistung“.

Am kommenden Freitag im Heimspiel gegen den MSV Duisburg stehen die Geißböcke nun schon wieder unter Druck. Nur mit einem Sieg gegen das Tabellenschlusslicht könnte die Abstiegszone wirklich auf Distanz gehalten werden. Weil die Zebras aber sicherlich wie nahezu alle anderen Teams auch in Köln ihr Heil in der Defensive suchen werden, erwartet den in dieser Spielzeit bislang offensiv nicht unbedingt mit Kreativität auffällig gewordenen FC eine weitere schwere Aufgabe.

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veröffentlicht von Johannes K. am 05. November
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